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Cloud: Effizienter Weg zum E-Government


E-Government: Worauf IT-Profis in Behörden achten müssen
Im Vergleich zu "Cloud first"-Initiativen, wie sie in den Regierungsbehörden des Vereinigten Königreichs gelten, hängt Deutschland vielleicht etwas hinterher

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Um in Zeiten von "Cloud first"-Strategien und IoT Bürgern bestmöglich behilflich zu sein, müssen sich auch die Behörden selbst neu erfinden – und mit ihnen die IT-Profis, die den digitalen Wandel gestalten und verwalten. Während neue Technologien im Privaten heute so schnell Einzug halten wie noch nie, sind IT-Experten in Behörden vielerorts noch mit Überzeugungsarbeit oder Kinderkrankheiten beschäftigt. Hie und da fehlen schlichtweg die Mittel, woanders ist die digitale Transformation eben noch kein Teil der Unternehmenskultur – beides kann sich negativ auf Effizienz und Sicherheit auswirken.

Um die Mitarbeiter – egal, ob in Ämtern oder der Kommunalverwaltung – für die Sicherheit und den richtigen Umgang mit neuen Technologien vertraut zu machen, sind geeignete Maßnahmen nötig. Von Trainings über Cybersecurity bis Shadow-IT hat Sascha Giese, Head Geek bei SolarWinds, die wichtigsten Themen zusammengetragen.

Je nach Digitalisierungsgrad können diese Trainings Sachbearbeiter, IT-Mitarbeiter und Behördenleiter gleichermaßen betreffen. Wichtig ist, dass sie kontinuierlich oder zumindest periodisch stattfinden, denn nur so können User die ständig erneuerten Funktionen in Software oder aktualisierte behördenspezifische IT-Richtlinien verinnerlichen. Zudem tragen Schulungen dazu bei, häufig gemachte Fehler künftig zu vermeiden.

Gerade im Umgang mit IoT-Technologien wie Indoor-Positionsbestimmung in Verwaltungsgebäuden gilt es, User damit vertraut zu machen. Überall, wo Ortung über GPS nicht möglich ist, lassen sich damit zum Beispiel Sprechzimmer, Sachbearbeiter oder wichtige Endgeräte schnell lokalisieren und erreichen. Das macht das Leben sowohl für Mitarbeiter als auch für Besucher einfacher. Solch eingebettete Systeme bedeuten aber auch größer werdenden Überwachungs- und Administrationsaufwand für IT-Fachkräfte. Durch die digitalen Bewegungen der vielen Menschen im E-Government-Netzwerk vergrößert sich zudem die Angriffsfläche für Cyberangriffe.

Cybersicher – mit oder ohne eigene IT
Sowohl soft- als auch hardwareseitig müssen IT-Fachkräfte in Behörden auf einiges in Sachen Cybersecurity achten: Jeder noch so kleine kostenlose Patch, der nicht installiert wird, stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Präventive Nachforschungen seitens der IT mit Blick auf Schwachstellen sind also essentiell für eine sichere Netzwerkumgebung. Solche Maßnahmen ließen sich auch an Service-Anbieter oder Software auslagern, insofern die Mittel vorhanden sind.

Was das Netzwerkmanagement anbelangt, sind Administratoren ohne In-House-IT auf der sicheren Seite mit Partnern, die speziell für Behörden Dienstleistungen anbieten. Stellt sich noch die Frage: Einzel-Software-Lösung oder zusammengeführtes Dashboard? Bei der Entscheidung gilt grundsätzlich, dass sie so wenig komplex wie möglich sein sollte, um zusätzliche Schulungen zu vermeiden. Manche Anbieter unterstützen Behörden bei Problemen mit Ticket-Prozessen – auf diesen Vorteil sollten Administratoren achten.

Shadow-IT
Weder in Unternehmen noch in Behörden sind private Endgeräte vermeidbar. Die Einrichtung eines Gastnetzwerks für Besucher ist hier als mindeste Sicherheitsmaßnahme zu verstehen, ebenso getrennte Netzwerke für Firmen- und Agency-Geräte. Eine Ausnahme bildet die "Bring your own device"-Richtlinie; hier können IT-Administratoren mithilfe von Remote-Sessions eine kontrollierte Netzwerkumgebung schaffen.

In Sachen Shadow-IT sollten Administratoren an ihre Kollegen appellieren, denn ob diese Firefox oder Chrome als Browser nutzen, mag privat keine Auswirkungen haben, in Behörden herrschen meist aber – begründete – Einschränkungen vor. Genauso sollten sie dafür sensibilisiert werden, dass selbstmitgebrachte Endgeräte auch Treiber benötigen können, die die Kompatibilität und Funktionen im Netzwerk einschränken.

E-Government mit Cloud-Effizienz
Ob IoT-Lösungen oder flexibler Softwarezugriff – in der öffentlichen Verwaltung ist die Cloud der effizienteste Weg zum E-Government. Sie gilt als mindestens ebenso sicher wie ein On-Premise-System. Meistens funktioniert sie sogar noch sicherer, da Cloud Computing-Anbieter häufig mehr Ressourcen zum Absichern ihrer Infrastruktur zur Verfügung haben und dedizierte Security-Admins ständig neue Bedrohungen beobachten und beseitigen. Die einzige zusätzliche Angriffsfläche, verglichen mit on-prem Deployments, ist der Weg in die Cloud. Sobald Daten nicht mehr lokal, sondern unterwegs in ein anderes Netzwerk sind, könnten auch Hacker auf sie zugreifen. Dieses Risiko besteht aber auch beim Datentransfer zwischen Standorten.

Im Vergleich zu "Cloud first"-Initiativen, wie sie in den Regierungsbehörden des Vereinigten Königreichs gelten, hängt Deutschland vielleicht etwas hinterher. Mit Blick auf die Zukunft sollten IT-Experten daher Daten- und Zugriffsrechte, Kommunikationsebenen und behördenspezifische Richtlinien so definieren, dass sogenannte intelligente Schichten – künstliche Intelligenz, die Daten sinnvoll filtert und kategorisiert – ihnen und den Mitarbeitern den Alltag vereinfacht. Produktivität und Effizienz gehen dann Hand in Hand mit Sicherheit bei der Argumentation vor Entscheidern für neue Technologien. Nötige IT-Budgets für Lerntrainings, Updates und Services für das E-Government der Zukunft sollten so kein Problem mehr darstellen. (SolarWinds: ra)

eingetragen: 25.03.19
Newsletterlauf: 10.04.19

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Meldungen: Tipps und Hinweise

  • Lektion zur Datensicherheit

    Da Schüler, Studenten, Lehrkräfte und Dozenten zunehmend digitale Inhalte, Cloud-Dienste und Online-Anwendungen nutzen, haben Bildungseinrichtungen mit einem exponentiellen Wachstum der von ihnen verarbeiteten Datenmengen zu kämpfen. Um dieser datenintensiven Situation gerecht zu werden, benötigen sie effiziente und zugleich erschwingliche Möglichkeiten, um ihren Speicherbedarf zu erweitern und die Datensicherung und -wiederherstellung zu verbessern. Um angesichts des extremen Budgetdrucks effizienter und kostengünstiger wirtschaften zu können, sucht der Bildungssektor nach neuen Wegen und Möglichkeiten. Inzwischen findet die Cloud dabei zunehmend mehr Beachtung. Die Bildungsbranche hat erkannt, dass die Cloud zusätzliche, leistungsfähige Funktionen bietet - und das äußerst kostengünstig. Denn wer sich auf die Cloud verlässt, muss kein großes IT-Team vorhalten oder gar ein eigenes Rechenzentrum betreiben. Deshalb wünschen sich Bildungseinrichtungen von der Cloud, dass sie so sicher wie möglich ist und dass der jeweilige Cloud-Anbieter die Verantwortung für den Schutz der Daten übernimmt.

  • Cloud Security-Lösungen gegen APTs

    Mit der fortschreitenden Digitalisierung entwickeln sich auch die Geschäftsanforderungen rasant weiter. Dabei ist die schnelle Bereitstellung von Unternehmensanwendungen für die Einführung neuer, verbesserter Geschäftsabläufe zentral. Für viele Unternehmen ist die Auslagerung von Workloads in die Public Cloud dafür das Mittel der Wahl. Hochverfügbarkeit, Skalierbarkeit sowie Kosteneffizienz eröffnen die Möglichkeit, innovative betriebliche Entwicklungen mit geringem Aufwand umzusetzen. Was die Risikoeinschätzung für die dort gespeicherten Daten anbelangt, müssen viele Unternehmen jedoch umdenken.

  • Sicherheitsanforderungen der Kunden umzusetzen

    Einer aktuellen Bitkom-Studie zu Folge arbeitet momentan jeder zweite Arbeitnehmer mehr oder weniger freiwillig von zu Hause. In vielen Unternehmen wurden die situativ erforderlichen, oftmals neuen Arbeitsregelungen allerdings hastig und wenig vorbereitet eingeführt. Selbst dort, wo Homeoffice bislang gewährt wurde, stellt dieser Schritt eine einschneidende Entscheidung dar. Wo bislang nur manche Mitarbeitergruppen an einzelnen Tagen von zu Hause arbeiten konnten, wurden nun beinahe alle Mitarbeiter in die Heimarbeit geschickt. Daher überrascht es wenig, dass sich laut Bitkom fast 40 Prozent der Mitarbeiter nicht ausreichend für eine Arbeit daheim gerüstet sehen. Managed Service Provider können hier ihre Kunden mit flexiblen und dabei sicheren Lösungen unterstützen. Etwa, indem sie die Wartung der IT aus der Ferne übernehmen und so für eine sichere und stabile IT-Infrastruktur für die Arbeit im Homeoffice sorgen: Remote Monitoring und Management, sowie Cloud Security und Backup können dabei helfen, auch in Infrastruktur-belastenden Krisenzeiten produktive und sichere Arbeitsumgebungen bereitzustellen.

  • Gesundheit der Mitarbeiter oberste Priorität

    Die COVID-19-Pandemie hat Unternehmen weltweit dazu gezwungen, bestehende Unternehmensstrukturen und Arbeitsweisen zu hinterfragen und neu zu denken. Aktuell dominieren Spekulationen darüber, wann sich das Arbeitsleben und der tägliche Umgang miteinander wieder normalisieren - doch was wird nach der Krise "normal" sein? Bereits jetzt ist klar, dass es Veränderungen geben wird und neue, flexiblere Arbeitsweisen endgültig starre Routinen ersetzen. Daher müssen sich Unternehmen schon jetzt damit befassen, wie die Arbeitswelt nach COVID-19 aussehen wird und was ihre Mitarbeiter hierfür benötigen werden.

  • Für zuverlässige Endpoint-Security-Maßnahmen

    Eine entscheidende Maßnahme zur Verlangsamung der Ausbreitung von COVID-19 ist "Social Distancing". Deshalb erlassen viele kommunale und staatliche Einrichtungen jetzt verbindliche Anordnungen hinsichtlich der räumlichen Trennung von Personen. Das hat dazu geführt, dass IT-Teams praktisch über Nacht dafür sorgen müssen, dass die Mitarbeiter von Unternehmen aus dem Homeoffice arbeiten können. Da diese Situation weltweit auf Millionen von Menschen gleichzeitig zutrifft, erleben wir gerade das größte Remote-Working-Projekt aller Zeiten. Der Umzug von Mitarbeitern, deren Computern und ihren Daten aus einer sicheren Büroumgebung ins häusliche Umfeld birgt ein enormes Risiko für die Datensicherheit, technische Störungen, versehentliche Fehler oder gar Cyberattacken. Die nachfolgenden Schritte skizzieren, wie Unternehmen dafür sorgen können, dass langfristig ein sicheres Remote Working möglich ist.

  • Ursachen für das Scheitern von Cloud-Migrationen

    Die Digitalisierung führt in Unternehmen zu einem beispiellos hohen Datenaufkommen. SQL Server-Datenbanken aus Microsoft Azure oder Amazon Web Services (AWS) zu betreiben, sehen viele Unternehmen daher als geeigneten Weg an, um angesichts wachsender Datenflut und komplexeren Analyseanforderungen Performanz und Leistung der IT sicherstellen zu können. Die anfängliche Hoffnung, durch den Wechsel in die Cloud kosteneffizienter arbeiten zu können, erfüllt sich für manche allerdings nicht. Eine bedeutende Ursache dafür könnte darin bestehen, dass Datenbestände vorab nicht für die neue Cloud Computing-Umgebung optimiert wurden. Die Migration sollte deshalb erst nach eingehender Vorbereitung vollzogen werden. Bei der Migration in die Cloud verhält es sich ähnlich wie bei einem Wohnungsumzug: Während man Regale ausräumt und seine Besitztümer in Augenschein nimmt, tauchen Gegenstände auf, von denen man sich gar nicht mehr bewusst war, dass man sie besitzt. Die Frage, die sich dabei unweigerlich aufdrängt, ist: Hat der gesamte Hausstand in der neuen Wohnung noch Relevanz? Oder ist der Zeitpunkt gekommen, einige Bestandteile auszusortieren?

  • Umsetzung einer Cloud-Strategie

    Die Sicherung von Innovations- und Wettbewerbsstärke steht üblicherweise in jedem Lastenheft von Unternehmenslenkern. Doch auch die Entwicklung von Strategien zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs in weniger rosigen Zeiten nimmt an Bedeutung zu. Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass dies für viele Unternehmen bedeutet, die Digitalisierung mit Nachdruck voranzutreiben und dabei auch die eigene IT-Strategie auf den Prüfstand zu stellen.

  • Nach dem Homeoffice kommt das Aufräumen

    Digitalisierung und Remote Arbeiten haben drastisch an Akzeptanz gewonnen: Nach einer aktuellen Bitkom-Studie haben im ersten Quartal 2020 neun Millionen Arbeitnehmer erstmals von Zuhause aus gearbeitet. Die schiere Zahl legt nahe, dass nicht alle von langer Hand darauf vorbereitet waren: "Ich vermute, dass viele Cloud Computing-Lösungen genutzt haben, um Dokumente auszutauschen - und die virtuellen Desktops der Mitarbeiter überfüllt sind", meint Norbert Gronau, Professor am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Prozesse und Systeme der Universität Potsdam. Das könnte erheblichen Zusatzaufwand für die Unternehmen bedeuten, rechnet Sven Kaiser vom ECM-Spezialisten Optimal Systems vor: Nach sechs Wochen improvisierter Heimarbeit geschätzte neun Millionen Manntage für das Suchen, Ablegen und korrekte Archivieren der im Homeoffice erzeugten und bearbeiteten Dateien.

  • Daten in der Cloud zu schützen

    Die Cloud bringt eine Fülle von Vorteilen für Unternehmen mit sich, darunter reduzierte Kosten und flexible Skalierung, bietet Cyberkriminellen jedoch auch eine große Angriffsfläche, da enorme Datenmengen an einem Ort gespeichert sind. Cloud Account Hijacking auf Unternehmensebene ist besonders verheerend, wenn dadurch vertrauliche oder geschäftskritische Daten durchsickern oder gefälscht werden. Dies kann erhebliche Kosten, rechtliche Konsequenzen und Reputationsschäden verursachen. Cloud Account Hijacking ist eine gängige Taktik, bei der Cyberkriminelle gestohlene Kontoinformationen eines Opfers missbrauchen. Beispielsweise für das Auspionieren von Unternehmensaktivitäten und Finanztransaktionen, Datenmanipulation und Datendiebstahl sowie weiterführende Spear Phishing-Angriffe auf Kollegen und Geschäftspartner.

  • Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität

    In der aktuellen Situation ist das Homeoffice für viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer die beste Lösung. Doch wenn alle auf einmal von zuhause aus arbeiten, sorgt das nicht nur für organisatorische, sondern auch für technische Herausforderungen. In diesen schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, die Geschäftskontinuität aufrecht zu erhalten. Das stellt Organisationen jedoch teilweise vor große Herausforderungen. Zusätzlich geraten im Krisenmodus Lösungsmöglichkeiten schnell aus dem Blick, die sonst alltäglich sind. Steht beispielsweise ein Unternehmen im Normalfall vor einer Aufgabe, für deren Lösung externe Expertise notwendig ist, holt es sich diese Expertise. Das sollte jetzt genauso oder umso mehr gelten, stellen doch die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen besondere Anforderungen an die IT. Obwohl derzeit vieles eingeschränkt wird, stehen den Unternehmen auch weiterhin verlässliche Partner zur Verfügung, an die sie die Aufgaben delegieren können, die sie nicht alleine zu bewältigen in der Lage sind. Was Entscheider auch bedenken sollten: Partner reagieren ebenfalls auf die aktuelle Situation und richten sich auf eine höhere oder spezielle Nachfrage ein.