Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Software frisst unnötig Unternehmens-Budgets auf


75 Prozent sagen, dass Software (SaaS und Desktop) für die Mehrheit der nötigen Fehlerbehebungen verantwortlich ist
Eine neue Studie zeigt, dass nur fünf Prozent der IT-Entscheider einen vollständigen Überblick über die Akzeptanz und Nutzung von Unternehmensanwendungen durch ihre Mitarbeitenden haben



Nexthink hat eine neue Studie mit dem Titel "Die großen, teuren Softwareprobleme der IT" veröffentlicht. Sie zeigt, wie wenig Einblick die IT-Abteilung in die Akzeptanz und Nutzung von Software-Anwendungen bei den Mitarbeitenden hat.

So gaben 22 Prozent der befragten IT-Führungskräfte an, dass die Höhe der Gesamtausgaben für Software ihr dringendstes Problem ist, während 13 Prozent "Schatten-IT" (Nutzung nicht genehmigter Anwendungen und Dienste durch Mitarbeitende) nannten. Neben diesen Top-Prioritäten wurde deutlich: IT-Entscheider schätzen, dass Mitarbeitende täglich zwischen elf und 50 Anwendungen im Einsatz haben, sie sich aber nicht sicher sind, wie viele davon aktiv genutzt werden und wie viele Lizenzen verfügbar sind.

Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, einen vollständigen Überblick dazu zu haben, wie viele Mitarbeitende insgesamt vom Unternehmen zugelassene Anwendungen nutzen. Das heißt im Umkehrschluss: Etwa 95 Prozent der IT-Leiter haben keine Transparenz dazu, ob Mitarbeitende die ihnen zur Verfügung gestellten Tools auch einsetzen.

"Sieht man einmal von den Sicherheitsbedenken für Schatten-IT ab, werden für ungenutzte Lizenzen ziemlich viele Ausgaben verschwendet", sagt Yassine Zaied, Chief Strategy and Marketing Officer bei Nexthink. "Bei einem Preis von 100 Dollar pro Anwendungslizenz für 10.000 Lizenzen, sind das bei 500 Mitarbeitenden, die ihre Lizenzen nicht nutzen, fast eine Million Dollar pro Jahr, die eingespart und neu zugewiesen werden könnten. Softwarelizenzen können leicht große Teile eines IT-Budgets unnötig auffressen. Die IT-Abteilung sollte in der Lage sein, dies zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen."

Dieser Bericht wurde von Gartner Peer Insights erstellt. Befragt wurden 200 IT-Führungskräfte in Nordamerika und EMEA für ein Verständnis dazu, wie sich die Software-Landschaft in ihren Unternehmen darstellt, welche Probleme bestehen und wie Führungskräfte überhöhte Ausgaben in einer angespannten Wirtschaftslage besser steuern können.

Weitere zentrale Erkenntnisse aus dem Bericht:
>> Software-as-a-Service (SaaS) von Drittanbietern und benutzerdefinierte Webanwendungen sind für die überwiegende Mehrheit der IT-Fehlerbehebungen verantwortlich. Auf die Frage "Wie zutreffend ist die folgende Aussage: Probleme mit SaaS von Drittanbietern oder benutzerdefinierten Webanwendungen sind für die Mehrheit der IT-Fehlerbehebungen unserer Mitarbeiter verantwortlich" gaben 75 Prozent an, dass diese Aussage eher oder sehr zutreffend ist.

>> Um zu quantifizieren, wie lange sie für die Behebung von Störungen (Desktop- vs. Webanwendungen) benötigen, gaben 70 Prozent an, dass es zwischen sechs und 24 Stunden dauert, um ein einzelnes Mitarbeiterproblem vollständig zu lösen, unabhängig davon, ob es sich um ein Desktop- oder Web-Anwendungsproblem handelt.

>> 85 Prozent stimmen voll und ganz zu, dass IT-Führungskräfte die Ausgaben für Softwarelizenzen senken bzw. optimieren wollen, aber mögliche Auswirkungen auf die Mitarbeiterproduktivität befürchten.

>> Wenn es um Fusionen und Übernahmen geht, sind nur sechs Prozent der IT-Leiter sehr zuversichtlich, dass sie die Konsolidierung der Hardware- und Anwendungslizenzen der Mitarbeitenden mit der Verbesserung der Produktivität in Einklang bringen können. (Nexthink: ra)

eingetragen: 21.02.23
Newsletterlauf: 25.04.23

Nexthink: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser PMK-Verlags-Newsletter
Ihr PMK-Verlags-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Studien

  • Legacy-Technologie verzögert Modernisierung

    Couchbase, Anbieterin einer Cloud-Datenbank-Plattform, hat die Ergebnisse seiner globalen Umfrage unter IT-Führungskräften veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: Im Fokus der IT-Modernisierung steht die Nutzung von KI. An der bereits siebten jährlichen Couchbase-Studie CIO "Survey: Digital Modernization in 2025" nahmen 500 IT-Entscheider von Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitenden aus fünf Ländern teil.

  • Starker Anstieg von Investitionen in KI

    Blue Yonder, Unternehmen im Bereich der digitalen Lieferketten-Transformation, hat die Ergebnisse ihrer "2024 Supply-Chain-Executive-Umfrage" veröffentlicht. Für die Erhebung wurden insgesamt 600 Führungskräfte im Supply Chain Management weltweit zu ihren Erfahrungen mit den strategischen Supply-Chain- und Logistikaktivitäten ihrer Unternehmen im letzten Jahr befragt.

  • Cloud-Nutzung im Öffentlichen Sektor

    IT-Verantwortliche im Öffentlichen Sektor erwarten in naher Zukunft eine deutliche Zunahme an multiplen IT-Betriebsmodellen auf branchenweit 87 Prozent. Aktuell liegt deren Anteil mit 57 Prozent leicht unter dem branchenübergreifenden Durchschnittswert von 60 Prozent. So lautet eines der branchenspezifischen Ergebnisse der sechsten Ausgabe der jährlichen Studie Public Sector Enterprise Cloud Index (ECI) von Nutanix.

  • Anstieg der Sicherheitsvorfälle in der Cloud

    Check Point Software Technologies, Anbieterin einer KI-gestützten, Cloud-basierten Cyber-Sicherheitsplattform, stellt ihren "Cloud Security Report 2024" vor. Der Bericht zeigt einen kritischen Anstieg der Sicherheitsvorfälle in der Cloud.

  • Herausforderungen für ethische KI-Praxis

    Unternehmen müssen bei ihren Bemühungen hinsichtlich Künstlicher Intelligenz Responsible AI besondere Priorität einräumen - nicht nur, um existierende und künftige rechtliche Regelungen einzuhalten, sondern auch, um das allgemeine Vertrauen in KI-getriebene Innovationen zu fördern und diese zu integrieren. Das ist das Ergebnis einer Studie der Enterprise Strategy Group (ESG) von TechTarget im Auftrag von Qlik.

  • Befragung zur hybriden Cloud

    Parallels, eine Submarke des weltweit tätigen Technologieunternehmens Alludo, veröffentlicht die Ergebnisse seiner unter IT-Fachleuten durchgeführten Hybrid-Cloud-Befragung. Bei einer hybriden Cloud-Einrichtung handelt es sich um eine Kombination öffentlicher Clouds, privater Clouds und lokaler Infrastrukturen.

  • Strategien zur Cloud Governance vorhanden

    Finanzdienstleister setzen verstärkt auf die digitale Transformation und forcieren zeitgleich die Nutzung von Cloud-Lösungen. Dabei sehen sich Banken, Versicherungen und Kapitalanlagegesellschaften mit hohen regulatorischen Vorschriften und GRC-Anforderungen (Governance, Risk, Compliance) konfrontiert, die durch die Einführung von DORA (Digital Operational Resilience Act) und dem EU AI Act noch weiter verschärft werden.

  • Revolution ist da

    Rockwell Automation hat die neunte Ausgabe ihres "State of Smart Manufacturing"-Reports veröffentlicht. Der Report liefert wertvolle Einblicke in Trends, Herausforderungen und Pläne für Hersteller. Hierfür wurden mehr als 1.500 Unternehmen der Fertigungsindustrie aus 17 Ländern befragt, darunter Deutschland, das Vereinigte Königreich (UK), Frankreich, Italien und Spanien. Knapp über 100 der teilnehmenden Firmen kommen aus Deutschland (101).

  • Multicloud als bevorzugte Infrastruktur

    Nutanix, Spezialistin für Hybrid Multicloud Computing, hat die Ergebnisse der sechsten Ausgabe ihrer jährlichen Studie Enterprise Cloud Index (ECI) vorgelegt. Mit der weltweiten Umfrage misst Nutanix die Verbreitung der Cloud-Nutzung in den Unternehmen.

  • Lieferkettentransparenz & Anforderungen

    Nach wochenlangen Debatten hat sich die Mehrheit der EU-Staaten für ein gemeinsames, europäisches Lieferkettengesetz ausgesprochen. Die nun noch fehlende Zustimmung des Europäischen Parlaments gilt als sicher. Jedoch geht laut einer aktuellen Umfrage des ERP+ Experten proAlpha mehr als die Hälfte (59 Prozent) der mittelständischen Unternehmen in Deutschland davon aus, dass dieses neue Gesetz starke Auswirkungen auf ihre Organisation sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben wird.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen