- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Hintergrund

Wolkige Aussichten: Cloud-Services für jedermann


Daten, Daten, Daten – Was sich im Umgang mit Daten 2019 ändert
Es gibt jetzt schon kaum ein Unternehmen, das nicht in der Cloud ist – ob offiziell oder inoffiziell - Dass ein Cloud-Provider Ressourcen "as-a-service” zur Verfügung stellt, daran führt kein Weg vorbei

- Anzeigen -





Von Olaf Dünnweller, Area Vice President EMEA Central und Geschäftsführer Deutschland bei Commvault

Datenschutz war 2018 ein zentrales Thema in allen Medien. Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen gestellt, und diese sind noch lange nicht gemeistert. Zahlreiche Firmen hinken bei der Umsetzung weit hinterher, dabei kommen 2019 bereits neue Richtlinien auf sie zu. Welche weiteren Entwicklungen können wir nächstes Jahr in Bezug auf den Umgang mit Daten erwarten?

(1): Wolkige Aussichten: Cloud-Services für jedermann
Es gibt jetzt schon kaum ein Unternehmen, das nicht in der Cloud ist – ob offiziell oder inoffiziell. Dass ein Cloud-Provider Ressourcen "as-a-service” zur Verfügung stellt, daran führt kein Weg vorbei. Auch Studien der IDC zeigen, dass fast alle neuen Anwendungsimplementierungen ein Cloud-Element haben, so dass das Arbeiten in der Cloud immer wichtiger wird. Insbesondere Microsoft Office 365, Exchange und SharePoint in der Cloud oder auch OneDrive sind stark im Kommen. Die Verantwortung für die Absicherung der Daten und Informationen lässt sich aber nicht einfach abtreten.

Trotz der Nachfrage nach der Public Cloud fehlt es vielen Unternehmen noch an Workload-Tools für Backup, Benutzerzugriff, Sicherheit und Richtlinienmanagement. Gerade für KMU-Kunden mit geringeren IT-Ressourcen sind Public Clouds außerdem (noch) zu komplex. Diese offensichtlichen Lücken werden jedoch schnell gefüllt – "Backup-as-a-Service" anzubieten, um den Bedürfnissen der Anwender gerecht zu werden, ist beispielsweise ein logischer Schritt. Die Sicherung erfolgt entweder in die Cloud, in der Cloud oder aus der Cloud. So können Unternehmen individuell entscheiden, ob sie selektiv Daten nur innerhalb der eigenen Infrastruktur oder extern speichern wollen.

(2): DSGVO als vertrauensbildende Maßnahme
Das Jahr 2018 hat es vorgemacht: Dank neuer Vorgaben wie der DSGVO und dem kalifornischen "Consumer Privacy Act" hat sich die Diskussion um den Datenschutz dramatisch verändert. Diese Vorschriften zum Umgang mit personenbezogenen Daten spiegeln wider, was die Menschen in Bezug auf Datenschutz erwarten. Unternehmen müssen dies mit dem Druck vereinbaren, Daten einerseits zu zentralisieren und gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen zu verwalten. Das ist nicht immer leicht umsetzbar.

Laut einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom hinken immer noch drei von vier Unternehmen bei der Umsetzung hinterher. Unternehmen müssen das Gesamtbild betrachten – Maximierung der Tools und Minimierung des Speicherplatzes –, um das Nutzungserlebnis zu verändern und Vertrauen zu schaffen. Mit den Worten von Zig Zigler: "Wenn Sie jemanden mögen, werden Sie ihm zuhören; wenn Sie jemandem vertrauen, werden Sie mit ihm Geschäfte machen.” Daran zu arbeiten wird Unternehmen 2019 und darüber hinaus beschäftigen.

(3): Freier Fluss für Daten aus IoT und Industrie 4.0
Im Jahr 2019 wird nicht nur die ePrivacy-Verordnung, sondern auch eine weitere Verordnung der EU in Kraft treten, die Daten betrifft, die nicht personenbezogen sind. Deren Zielsetzung ist es, die Datenökonomie und die Entwicklung neuer Technologien wie etwa grenzüberschreitende autonome Systeme und künstliche Intelligenz zu fördern. Unter nicht personenbezogenen Daten verstehen die Urheber Daten aus dem "Internet der Dinge", von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen.

Konkrete Beispiele für nicht personenbezogene Daten sind aggregierte und anonymisierte Datensätze, die für die Analyse großer Datenmengen verwendet werden. Auch Daten für "Predictive Maintenance" und andere Fälle von "Advanced Analytics" gehören dazu. Die neue Verordnung soll Entwicklungen vorantreiben, die es den Nutzern von elektronischen Datenverarbeitungsdiensten erleichtern, den Anbieter zu wechseln oder ihre Daten wieder in ihre eigenen IT-Systeme zu übertragen.

(4): Sichere Daten dank künstlicher Intelligenz
Auch die Qualität, Menge und Geschwindigkeit, in der Daten verarbeitet werden, wird Dienstleister und Fertiger im nächsten Jahr beschäftigen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zur Analyse und Automatisierung von Datenoperationen ist ein Wendepunkt in unserer Arbeit. Die Menge an Daten, die Software und Managementsysteme erstellen, ist heutzutage immens. Fehlersuche, Leistungsüberwachung und -optimierung, Berichtserstellung und -wartung verlangsamen viele Unternehmen. Zeitmanagement wird immer wichtiger.

Smarte Algorithmen können Muster und Anomalien und beispielsweise Hackerangriffe erkennen und somit die IT-Sicherheits-Verantwortlichen bei ihren Aufgaben unterstützen. Dadurch können Ressourcen eingespart werden und dem Anwender bleibt mehr Raum für wichtigere und komplexere Aufgaben. Um solche Lösungen weiterzuentwickeln, bündeln IT-Anbieter immer häufiger ihre Kräfte. Die verstärkte Kollaboration zwischen Technologie-Unternehmen ist ein Trend, der allen Beteiligten schnellere und bessere Lösungen verspricht, sie aber auch Ziele erreichen lässt, die als Einzelkämpferundenkbar wären.

Fazit
Die neuen Datenschutz-Richtlinien nehmen 2019 eine zentrale Rolle ein. Viele Unternehmen haben den Umsetzungsaufwand der DSGVO deutlich unterschätzt und müssen dringend handeln. Die enormen Datenmengen wiederum zwingen Unternehmen dazu, neue Methoden auszuprobieren und zu verwenden – zu ihrem eigenen Nutzen, wie ich finde. Zur effektiven Umsetzung von Kundenansprüchen und gesetzlichen Vorgaben werden 2019 immer mehr eng gesteckte Anwendungsfelder in den Genuss von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz kommen.

Autoreninfo:
Olaf Dünnweller ist Area Vice President EMEA Central und Geschäftsführer Deutschland bei Commvault, einem weltweit führenden Anbieter von Backup, Recovery und Archivierung im Rechenzentrum und in der Cloud. Sein Fokus liegt sowohl auf strategischen Partnerschaften als auch der Förderung von Mitarbeitern. Vor seiner Zeit bei Commvault war er 17 Jahre lang bei Veritas beschäftigt, wo er im Laufe der Zeit vom Pre-Sales-Manager bis zum Country-Manager für Deutschland aufgestiegen ist.
(Commvault: ra)

eingetragen: 16.12.18
Newsletterlauf: 18.01.19

CommVault: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Hintergrund

  • Cloud Computing ist sicherer, als man denkt

    Cloud Computing ist weiter auf dem Vormarsch. Anfängliche Bedenken von hauptsächlich mittelständischen Unternehmen ihre Daten außer Haus zu geben, schwinden. Das Internet der Dinge wird noch einmal für Beschleunigung sorgen. Selbst Regierungen und Militärs setzen inzwischen auf Services und die Datenspeicherung in der Wolke. Damit bekommt das Thema Sicherheit noch einmal eine ganz neue Facette. Cloud Computing ist nicht gleich Cloud Computing. Während auf Unternehmensebene zumeist über die Unterscheidung zwischen Public und Private Cloud diskutiert wird, geht es auf der Ebene von Regierungen und Militärs um den Unterschied zwischen Single- und Multi-Cloud-Strategien. Eine Diskussion, die sich im privaten Umfeld längst erledigt hat. Hier dominiert die Multi-Cloud. Gerade seitens der Militärs wird allerdings sehr stark der Single-Cloud-Ansatz verfolgt, bei dem alle Services von einem einzigen Anbieter bezogen werden. Auf diese Weise versucht man die Zahl der Angriffsflächen für mögliche Cyber-Bedroher einzuschränken.

  • Auswirkungen auf das Datenmanagement

    Für Firmen wird es immer schwieriger, effizient und verantwortungsbewusst mit ihren Daten umzugehen: Viele haben schier den Überblick verloren. Das muss allerdings nicht sein: Mit DataOps hilft ein neuer Ansatz im Datenmanagement wieder Ordnung in die Datenbanken zu bringen. Laut einer aktuellen Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmens 451 Research unter 150 Führungskräften, wachsen die Daten eines Großteils der befragten Firmen täglich beträchtlich: Bei 29 Prozent um 100 bis 500 Gigabyte (GB) pro Tag und bei 19 Prozent um 500 GB bis 1 Terabyte (TB). Immerhin noch 13 Prozent verzeichnen sogar eine Zunahme von 2 TB.

  • Lösung: ein Remote-Cloud-System

    Kaspersky Lab hat eine experimentelle Cloud-Infrastruktur für bionische Prothesen des russischen Hightech-Start-Ups Motorica aus Perspektive der IT-Security genauestens unter die Lupe genommen und mehrere bisher unbekannte Sicherheitsprobleme identifiziert. Unbefugte könnten so auf höchstsensible Patientendaten zugreifen und diese manipulieren, stehlen oder löschen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden dem Hersteller umgehend mitgeteilt.

  • Service Design & Transition - Aufbau von Services

    Mehr Klarheit im unübersichtlichen Feld von Service Management: Das versprechen die neuen Quadranten des ISG Provider Lens Reports. Die Marktbetrachtung bietet sauber aufgeteilte Unterkategorien und Herstellerbewertungen. Für Experten perfekt, aber für Laien ist es trotzdem nicht einfach, sich hier zurechtzufinden. Ein Kunde, der heute einfach nur seine IT in den Griff bekommen will, hat es nicht leicht. Er wird konfrontiert mit Kürzeln wie SIAM, ITSM und BPM. In jedem dieser Bereiche tummelt sich eine Reihe von Anbietern, die wiederum versuchen, einzelne Begriffe zu prägen. Für mehr Transparenz sind jetzt die Analysten gefragt - so wie die ISG Group mit ihrem Provider Lens Quadrant Report.

  • IT-Ressourcen aus der Cloud

    Das Thema Künstliche Intelligenz wird von immer mehr Menschen als eine wichtige Schlüsseltechnologie angesehen. Dies bestätigt eine Umfrage des ITK-Verbands Bitkom im Dezember 2018: Zwei Drittel der Befragten sehen den Wohlstand gefährdet, wenn Deutschland bei der Künstlichen Intelligenz nicht zu den führenden Nationen gehört. Eine Mehrheit von 62 Prozent sehen die KI zudem eher als eine Chance als eine Bedrohung. Für die Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das Thema ebenfalls ganz oben auf der Agenda: Nach ihrer Meinung müsse Deutschland ein führender Standort für Künstliche Intelligenz werden.

  • Vorteile einer Hybrid-Multi-Cloud ausschöpfen

    2019 werden viele Unternehmen eine Cloud-First-Strategie verfolgen, um von mehr Flexibilität, Agilität und Kostenersparnis zu profitieren. Laut einer aktuellen Studie von Forrester Consulting haben bereits 86 Prozent der Unternehmen eine Multi-Cloud-Strategie. Aber ob sie nun die Services von verschiedenen Providern beziehen oder "nur" Private- und Public Cloud in einer Hybrid Cloud kombinieren mit einem - wie wir ihn nennen - Hybrid-Multi-Cloud-Ansatz, können sich Kunden für jeden Anwendungsfall die jeweils beste Lösung herauspicken. Wer mehrere Clouds gleichzeitig nutzt, steht aber auch vor neuen Herausforderungen in Bezug auf das Datenmanagement.

  • Die wichtigsten Cloud-Trends 2019

    Was bringt das Jahr 2019? Keine Frage: Die Cloud wird immer wichtiger. Doch eine Cloud-Form allein reicht den meisten Unternehmen nicht mehr aus. Viele setzen auf eine Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebung. Verteilte Speicherorte und Datenquellen spielen auch für künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle - ein Top-Thema, das weiter Fahrt aufnehmen wird. Dabei erfordern sowohl KI als auch die Multi Cloud ein unabhängiges Datenmanagement in der Cloud. Was sich hinter diesen Trends verbirgt und wie sie zusammenspielen, zeigt Peter Wüst, Senior Director Cloud Infrastructure & Cloud Data Services EMEA bei NetApp, im folgenden Beitrag.

  • Künstliche Intelligenz unterstützt ITSM-Prozesse

    Laut Schätzung des Marktanalysten Gartner werden CIOs bis 2023 mehr als das Dreifache der Endgeräte verantworten, als sie aktuell verwalten. Ohne technologische Unterstützung werden sie diese Aufgabe auf Dauer kaum bewältigen können. Doch welche Technologiethemen sollten CIOs 2019 im Blick behalten, wenn es um die Vereinheitlichung des IT-Betriebs und den Abbau von Silos geht? Ivanti hat vier Fokusbereiche im IT-Servicemanagement identifiziert: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (KI) finden in den kommenden fünf Jahren einen großflächigen Eingang in das ITSM. Artificially Intelligent Service Management (AISM) wird dabei im ersten Schritt das traditionelle Service Management ergänzen. Die zentralen Stärken für KI liegen im Incident und Request Management, indem sie Vorfälle und Anfragen interpretiert, bevor diese in das traditionelle IT-Servicemanagement eingesteuert werden.

  • Datensicherheit und Compliance

    Die Cloud-Nutzung hat 2018 einen neuen Höchststand erreicht und der Wachstumstrend wird voraussichtlich weiter anhalten. Mit einer beschleunigten Bereitstellung, einer flexibleren Kostengestaltung der Services und einfacheren Arbeitsabläufen bietet sie Vorteile, auf die Unternehmen im Zuge der Digitalisierung nicht verzichten können. Die unmittelbaren Vorteile tragen jedoch dazu bei, dass die damit verbundenen Konsequenzen für die IT-Sicherheit bei Unternehmen zunächst außer Acht gelassen werden. Die wesentliche Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die in die Cloud ausgelagerten und genutzten Daten sicherzustellen. Für nicht wenige Organisationen bedeutet dies jedoch ein nahezu radikales Umdenken. Zusätzlich zur Sicherung von Umgebungen und Infrastrukturen ist eine weitere Ebene erforderlich, die bei den Daten ansetzt. Wie Unternehmen sich dieser Herausforderung nähern, welche Maßnahmen sie ergreifen und welche wesentlichen nächsten Schritte sie in diesem Zusammenhang sehen, darüber gibt eine Studie von Bitglass Aufschluss.

  • Fragen nach der richtigen Cloud

    Viele der Trend-Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder das Internet of Things (IoT) sind bereits bekannte Größen. Diese werden sich durch ihre Rolle im Datenmanagement neu definieren - und dann eine noch zentralere Rolle im Arbeitsalltag einnehmen. Zusammen mit Containerisierung und noch intelligenteren IoT-Edge-Geräten können Entwickler damit im kommenden Jahr die nötigen Impulse für einen datengetriebenen Markterfolg und neue Geschäftsmöglichkeiten setzen.