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SOA: Informationsaustausch ohne Medienbrüche


Serviceorientierte Architekturen (SOA) statt Insellösungen für den Mittelstand
SOA bezeichnet mehr als nur ein Architekturkonzept; es ist auch ein Managementthema


Von Rico Fritzsche (*)

(14.07.09) - Geschäftsprozesse in Unternehmen und Behörden haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Zunehmend sind kürzere Aktualisierungszeiträume und permanente Prozessverbesserungen Ziel des Handelns geworden. Eine hohe Dynamik im Bereich der Unternehmensentwicklung ist die Folge.

Um diesen stetigen Wandel auch in der angewandten Software gerecht zu werden, bedarf es keiner starren Standardlösung. Während große Unternehmen und Konzerne bereits seit vielen Jahren auf individuelle Softwarelösungen setzen, um zum Beispiel das firmeninterne Know-how nicht an Mitbewerber weiterzugeben und sich damit erhebliche Wettbewerbsvorteile schaffen, ist bei kleinen und mittelständigen Unternehmen diese Vorgehensweise noch mit Vorurteilen behaftet.

Ein einfaches Szenario als Beispiel: Ein Unternehmen entwickelt sich so gut, dass sich die Anzahl der benötigten Softwarelizenzen verdoppelt und somit auch die kostenpflichtigen Programm-Updates kurzfristig fällig werden. Parallel steigt meist das Verlangen nach einem effizienteren Datenaustausch mit anderen Firmen. Schnell wird eine Investition von nicht einkalkulierten, mehreren tausend Euro fällig.

Auf dieses Problem hat die Softwarebranche bereits reagiert. Der Fokus hat sich auf die Erarbeitung von Lösungen, die der Dynamik der Unternehmensentwicklung standhalten, verschoben. Kernthemen sind Skalierbarkeit und Wartbarkeit sowie ein hohes Maß an Integrationsfähigkeit in eine bestehende IT-Landschaft. Darüber hinaus werden zunehmend die Insellösungen für verschiedene Abteilungen, die eine effiziente Kommunikation stark einschränken, eliminiert.

Ziel ist es geworden ein Gesamtkonzept zu schaffen, damit ein Informationsaustausch ohne Medienbrüche stattfinden kann.

Für die Lösung solcher Probleme wird mit SOA (Service-Oriented Architecture) eine zukunftssicherer Lösungsansatz geboten, da die im Unternehmen eingesetzten Applikationen in einzelne Dienste aufgeteilt werden und diese als eigenständige, wieder verwendbare Komponenten auf Grund standardisierter und interoperabler Schnittstellen unabhängig von verwendeter Technologie oder Programmiersprache über eine gemeinsame Plattform zur Verfügung stehen.

SOA (deutsch: Dienstorientierte Architektur) und bezeichnet mehr als nur ein Architekturkonzept; es ist auch ein Managementthema. Durch Reduktion von Komplexität und hohe Flexibilität in Sachen Skalierbarkeit und Prozessoptimierung wird die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen gesteigert.

Jeder Dienst bildet einen realen Geschäftsvorgang des Unternehmens ab; durch Kombination lassen sich komplexe Geschäftsprozesse abbilden.

Die Einführung von zukunftsfähigen IT-Gesamtlösungen sollte grundsätzlich durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik auf Geschäftsleitungsebene unter Einbeziehung der Fachbereiche und der IT-Abteilung gemeinsam mit einem externen, herstellerunabhängigen Berater erfolgen.

Dabei sollten Anforderungen an die zu schaffende IT- Infrastruktur und die Softwarelösungen unter Kosten- und Technologiegesichtspunkten sowie der Einhaltung von offenen Standards erarbeitet werden. Im Idealfall begleitet der Berater den Prozess weiter bis zur endgültigen Integration und darüber hinaus.

Um die Position des Unternehmens am Markt zu stärken und auszubauen, ist es für den Mittelstand branchenunabhängig von großer Bedeutung und unerlässlich, eine zukunftsfähige, strategische Ausrichtung der IT unter Einbeziehung von qualifizierten und erfahrenen Spezialisten zu erarbeiten.
Die Vorteile einer gut strukturierten und unternehmensbezogenen Ausrichtung der IT liegen klar auf der Hand. (Visual World: ra)

Der Autor
(*)
Rico Fritzsche ist Unternehmer und Inhaber des Technologieberatungs- und Softwareentwicklungsunternehmens Visual World mit Sitz im Technologie Centrum Chemnitz. Er ist seit 15 Jahren in der IT-Branche tätig und verfügt über entsprechende Erfahrungen, Unternehmen bei der Einführung oder Optimierung von IT- Systemen zu unterstützen.

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