- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Nachrichten

Vorteile des Cloud Computing bewusst machen


Digitale Agenda: Technische Führungskräfte und Politiker stoßen neues Lenkungsgremium für das Cloud Computing an
Europäischen Cloud-Partnerschaft wird öffentliche Stellen und private Industriekonsortien zu Aktionen der vorkommerziellen Auftragsvergabe auf dem Gebiet des Cloud Computing im öffentlichen Sektor zusammenbringen


(04.12.12) - Der Lenkungsausschuss der neuen Europäischen Cloud-Partnerschaft (ECP) traf kürzlich zusammen, um einen Prozess in Gang zu setzen, in dem öffentliche Stellen und Privatwirtschaft gemeinsam dabei helfen wollen, den digitalen EU-Binnenmarkt für das Cloud Computing entsprechend der europäischen Cloud Computing-Strategie aufzubauen. Ziel der ECP ist es insbesondere, die Nachfragemacht des öffentlichen Sektors zur Gestaltung des wachsenden und reifenden Marktes für Cloud Computing-Dienste einzusetzen. Unter dem Vorsitz des estnischen Präsidenten Toomas Hendrik Ilves werden in diesem Lenkungsgremium technische Führungskräfte aus der Wirtschaft und Regierungsvertreter mit Verantwortung für die Auftragsvergabe im IT-Bereich mitarbeiten. Der Ausschuss wird Vizepräsidentin Kroes in strategischen Fragen beraten.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte dazu: "Ich brauche diese Zuarbeit auf höchster Ebene, damit sich Europa rasch der großen Vorteile des Cloud Computing bewusst wird. Präsident Ilves und alle Mitglieder des Ausschusses werden nützliche, handlungsorientierte Ratschläge geben, um die Europäische Cloud-Partnerschaft am Laufen zu halten."

Unter der Leitung ihres Lenkungsausschusses wird die ECP öffentliche Stellen und private Industriekonsortien zu Aktionen der vorkommerziellen Auftragsvergabe auf dem Gebiet des Cloud Computing im öffentlichen Sektor zusammenbringen. Die ECP wird gemeinsame Anforderungen für die Auftragsvergabe auf dem Gebiet des Cloud Computing entwickeln, die von den Mitgliedstaaten und Behörden überall in der EU verwendet werden sollen.

Der hat Lenkungsausschuss seine Ziele für 2013–2014 erörtert und beschlossen. Der Ausschuss wird sich vor allem darum bemühen, einerseits das öffentliche Bewusstsein für das Cloud Computing zu schärfen sowie andererseits praktische Lösungen für die Beseitigung von Hindernissen bei der Cloud Computing-Übernahme im öffentlichen Sektor vorzuschlagen und Irrwege aufzudecken. Dadurch sollen Cloud-Bereitschaft und Cloud Computing-Einführung zu einer politischen Priorität gemacht werden.

Darüber hinaus hat der Ausschuss beschlossen, die Arbeiten der Kommission an Maßnahmen in Bezug auf Normen und Zertifizierungsprogramme für das auf Cloud Computing und zur Ermittlung grenzübergreifender und interoperabler Cloud Computing-Pilotprojekte zu unterstützen, die bis 2014 in wichtigen Bereichen der Geschäftswelt und des öffentlichen Lebens anlaufen können, z. B. auf Gebieten wie elektronische Identifizierung (eID), intelligente Städte (Smart Cities), elektronische Gesundheitsdienste (eHealth), elektronische Bildung (eEducation), Forschung und digitale Inhaltsdienste, und zwar aufbauend auf bestehenden Großpilotprojekten.

Hintergrund
Dies ist eine der Schlüsselaktionen der Europäischen Cloud Computing-Strategie, die die Kommission in diesem Herbst vorgelegt hatte.

Die Hauptaufgabe des Lenkungsausschusses ist die strategische Beratung der ECP und die Erarbeitung von Orientierungen für mögliche neue ECP-Initiativen. Dies umfasst insbesondere die Prüfung von Umsetzungsfragen, eine entsprechende Beratung und die Abgabe von Empfehlungen für künftige Umsetzungs-, Einführungs- und Forschungsaktionen. Über die ECP hinaus kann der Ausschuss auch Stellungnahmen und Empfehlungen zu den vielfältigen anderen Zielsetzungen und Aktionen der Cloud Computing-Strategie abgeben.

Der Lenkungsausschuss, sein Vorsitzender und die Mitglieder werden von Vizepräsidentin Kroes ernannt. Er wird zwei- bis dreimal pro Jahr zusammentreten und kann Experten aus der Branche, aus dem Hochschulbereich und aus Behörden zu Rate ziehen.

Auf der Durchführungsebene stehen zunächst Mittel in Höhe von 10 Millionen EUR für ein Projekt zum IKT-Thema des Siebten Forschungsrahmenprogramms auf dem Gebiet der vorkommerziellen Auftragsvergabe zur Verfügung. Die entsprechende Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wurde am 9. Juli veröffentlicht. (Europäische Kommission: ra)

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Sicherheit wird Cloud-Aufgabe

    Der "Cloud Monitor 2017" zeigt: Die Cloud ist heute gelebte Realität in Unternehmen und als etablierte Basistechnologie der Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. Gestartet als kritisch beäugtes Risiko, wird die Cloud zunehmend ein wichtiger Baustein der Sicherheitsstrategie. Diese Erfolgsgeschichte kann sich sehen lassen: Mehr als zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland nutzen die Cloud bereits. Vor fünf Jahren lag dieser Wert, laut dem Cloud Monitor 2017 von Bitkom und dem Analystenhaus KPMG, noch unter 30 Prozent. Interessant dabei sind vor allem Zahlen zur Sicherheit im Cloud-Kontext, die in diesem Jahr im Fokus stehen. Denn während die Vorbehalte gegenüber der Cloud - und der Public Cloud im Besonderen - sehr groß waren, hat sich dieses Bild gewandelt.

  • Sicherheitslücken bei Cloud-Software

    Das BSI hat rund 20.000 veraltete ownCloud- und Nextcloud-Installationen entdeckt, die aufgrund mangelnder Updates große Sicherheitslücken aufweisen. Unternehmen, die Software-as-a-Service (SaaS)-Angeboten misstrauen und stattdessen auf selbstverwalte Cloud Computing-Systeme setzen, sollten nun umdenken. Die erkannten Sicherheitslücken zeigen deutlich, dass eine Cloud "in Eigenbau" nichts mit einem wirklichen Cloud- Computing-Dienst zu tun hat. Sie erreichen niemals das Sicherheitsniveau, für das ein SaaS-Anbieter geradesteht.

  • Aus guten Gründen in die Cloud verlagert

    Ende Januar ging die Meldung durch die Presse, dass die Gornergrat-Bahn (GGB) zusammen mit Siemens Schweiz das weltweit erste Bahnleitsystem in der Cloud aufgebaut haben. Neben dem Innovationsgrat bestimmten aber vor allem auch Fragen zur Sicherheit die Nachricht und Berichterstattung - wie sicher kann es sein, kritische Verkehrsinfrastruktur in die Cloud zu verlegen? Was, wenn ein System ausfällt oder - wie zuletzt immer häufiger gewarnt wurde - Verbrecher und Terroristen versuchen, wichtige Systeme unter ihre Kontrolle zu bringen?

  • Einkäufer favorisieren Marktplätze

    Amazon, der weltweit größte Online-Versandhändler, hat den B2B-Marktplatz Amazon Business jetzt auch in Deutschland gelauncht und vergrößert seinen Marktvorsprung damit weiter. Unabhängig von seinen Empfindlichkeiten sollte der übrige Handel schnellstmöglich nachziehen. Mit der Einführung seines neuen B2B-Marktplatzes schafft Amazon in Deutschland erneut Fakten. Die Online-Präsenz gerade von B2B-Händlern und -Großhändlern ist hierzulande überaus bescheiden, sei es, weil sie bei der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie nicht vorankommen, sei es, weil sie nur zögerlich in Online-Technologien investieren. Bei Marktplätzen sieht die Situation besonders düster aus: es gibt so gut wie keine. Wie auch immer: Amazon nutzt die Gelegenheit und schafft sich mit Amazon Business einen erheblichen zeitlichen Vorsprung im B2B-Markt.

  • Hybrid-Cloud: Das Beste aus beiden Welten

    Angriffe auf die Daten jeden und jedes Unternehmen jederzeit treffen. Daran erinnerte am 28. Januar der Europäische Datenschutztag, der die Bürger Europas für den Datenschutz sensibilisieren soll. Was Unternehmen und Organisationen jetzt tun müssen, um ihre Daten, vor dem Hintergrund steigender Cyber-Kriminalität zu schützen, finden Sie in den folgenden Kommentaren von Wieland Alge, Vice President und General Manager EMEA bei Barracuda Networks und Jon Toor, CMO bei Cloudian.

  • Mehrheit der Unternehmen mit Cloud Computing

    "Die Cloud ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen das Business-Ökosystem der Zukunft. Denn sie bietet ihnen die einzigartige Möglichkeit, ein durchgängiges digitales Netzwerk aufzubauen, ohne dazu viel Geld in die Hand nehmen oder eine besondere IT-Expertise mitbringen zu müssen. Der Erfolg der Cloud zeigt sich auch darin, dass immer mehr Geschäftsprozesse, die traditionell der nicht-digitalen Welt vorbehalten waren, nun auch in die Cloud verlagert werden.

  • Durchsuchungsbeschluss für die Cloud

    Die amerikanische Justiz fordert Microsoft auf, Daten aus der Cloud herauszugeben und verbietet es dem IT-Giganten gleichzeitig, seine Kunden darüber zu informieren. Dagegen hat Microsoft jetzt Klage eingereicht. Doch was sind die Gründe für Microsoft, sich gegen diese Forderung der US-Regierung zu wehren? Warum aber klagt gerade Microsoft gegen die Herausgabe der Kundendaten? Jörg Mecke, Business Unit Manager Business Productivity bei Fritz & Macziol, bezieht Stellung für Microsoft und erläutert, warum sich das Unternehmen genau so verhält.

  • Provider sollen eine Filterinfrastruktur aufbauen

    Der eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. warnt vor einer Verschärfung der Haftungsregelungen für europäische Internetprovider wie sie die Bundesregierung in ihrem beschlossenen Maßnahmenkatalog zur Terrorismusbekämpfung fordert. "Eine solche Verschärfung der Haftungsregelungen ist überflüssig und schadet dem europäischen digitalen Binnenmarkt", sagt Oliver Süme, eco Vorstand Politik & Recht.

  • Viele fragen: Was ist die Cloud?

    Sprache und Daten bzw. Telekommunikation und IT wachsen zunehmend zusammen. Ersichtlich wurde dies u.a. auf der CCW in Berlin Ende Februar, wo das Thema "Digitale Transformation der Wirtschaft" im Fokus stand. Neben dem Schlagwort "All-IP" zählen auch Begriffe wie Cloud und Datensicherheit dazu. Doch besteht weiterhin große Unsicherheit im Zusammenspiel dieser beiden Bereiche. Dabei entsteht Sicherheit, wenn die Cloud als Gesamtmodell richtig erläutert wird. Hier ist Aufklärungsarbeit gefragt.

  • Cloud-Compliance die größte Sorge

    In einer aktuellen Studie hat Vanson Bourne im Auftrag von Intel Security weltweit 1.200 IT-Sicherheitsexperten zum Thema Cloud Computing befragt. Dabei zeigt sich zwar eine hohe Investitionsbereitschaft in die Technologie, aber auch weiterhin starke Sicherheitsbedenken, besonders in Deutschland. So entfallen zwar inzwischen 80 Prozent des IT-Budgets auf Cloud Computing-Dienste, und 2 von 5 Befragten weltweit verarbeiten und speichern bereits vertrauliche Daten in der Cloud, aber für fast dreiviertel ist Cloud-Compliance die größte Sorge und mehr als die Hälfte wünscht sich mehr Einblicke in die Abläufe. Gerade wenn es ums Thema Public Cloud geht, sind die deutschen Entscheider skeptisch - nur 8 Prozent zeigen Vertrauen in die öffentliche Wolke.