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Was darf, kann und soll in die Cloud?


Cloud Security – Gut gemeint ist noch lange nicht gut genug
Cloud Computing-Services: Datenschutz als die größte Herausforderung

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(15.06.11) - Immer wieder berichten die Medien über Hackerattacken auf IT-Infrastrukturen. Auch vor Angriffen auf die Cloud wird nicht halt gemacht. Selbst mit IT-Security-Lösungen abgesicherte Cloud Computing-Infrastrukturen können Opfer von Hacker-Übergriffen werden. Für Wolfgang Munz, Geschäftsführer von dataglobal, stellt die Frage: Was soll überhaupt in die Cloud?

"Dass Unternehmen Clouds nutzen, ist nachvollziehbar und sinnvoll. Schließlich verspricht die Wolke nicht nur mehr Flexibilität in Sachen IT-Nutzung und -Skalierung, sondern auch deutliche Kostenvorteile. Nachvollziehbar ist aber auch die Skepsis vieler Unternehmen, ob in der Cloud ein ausreichender Datenschutz gewährleistet ist. So sehen laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers rund zwei Drittel der Anbieter von Cloud Computing-Services den Datenschutz als die größte Herausforderung an. Und zumindest die deutschen Mittelständler sind nicht davon überzeugt, dass die Aufgaben, die aus dieser Herausforderung entstehen, zuverlässig und umfassend gelöst sind. So lässt sich erklären, dass nur gut zehn Prozent dieser Klientel Cloud-Services nutzen.

LesenSie zum Thema "IT-Sicherheit" auch: IT SecCity.de (www.itseccity.de)

Eine zentrale Frage sollte sich jeder Verantwortliche deshalb stellen, der über die Nutzung von Cloud-Services für sein Unternehmen nachdenkt. Was darf, kann und soll in die Cloud?

Um die erste Frage beantworten zu können, ist es unabdingbar zu wissen, welchen Wert und welche Sensibilität die infrage kommenden Daten besitzen. Dies stellt viele Unternehmen allerdings vor eine schier unlösbare Aufgabe, da sie keinen wirklichen Überblick in ihre Datenhaltung haben. Daher ist es wichtig zu wissen, was man hat, wo man es hat und was man schließlich in die Cloud schieben kann und darf. Abhängig von rechtlichen Aspekten, unternehmensinternen Sicherheitsvorgaben zum Datenschutz und auch einsatzorientierten Gesichtspunkten wie Zugriffszeiten und Datentransferkapazitäten kann es nämlich wenig sinnvoll sein, einfach alle Daten aufgrund der genannten Vorteile in die Wolke zu transferieren, um später festzustellen, dass diese Idee doch keine allzu gute war.

Freilich gehört zur lückenlosen Feststellung der Wertigkeit von Daten eine gewisse Portion Vorarbeit: Die Daten des unternehmenseigenen Informationspools – und zwar in seiner Gänze – müssen eindeutig klassifiziert sein. Gut, dass die Software-Industrie Werkzeuge bereitstellt, die bei der schnellen, einfachen und kosteneffizienten Klassifizierung von Daten eingesetzt werden können.

Mithin lässt sich auf Basis dieser Klassifizierung daher entscheiden, ob die Nutzung von Cloud-Services für bestimmte Unternehmensbereiche überhaupt sinnig ist. So spricht wenig dafür, dass ein Unternehmen etwa die Daten seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung aus einer internen, funktionalen und abgesicherten Netzinfrastruktur auslagert. Denn Vorfälle wie der bei Lockheed zeigen, dass Public Clouds, auch wenn sie noch so aufwändig und kostspielige abgesichert sind, eine breite Angriffsfläche bieten können – wenn man darin Daten vorhält, die dort einfach nicht hingehören."
(dataglobal: ra)

dataglobal: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

Die Cloud darf nicht an Grenzen scheitern Der "Big Brother Award 2012" wurde unter anderem auch an das Cloud Computing verliehen. Die Business Software Alliance (BSA) begrüßt grundsätzlich den kritischen Umgang mit neuen Technologien. In diesem Fall aber werden die falschen Schlussfolgerungen aus dem legitimen Interesse der Nutzer gezogen: nicht noch mehr Regulierung ist nötig, sondern Transparenz und Wahlfreiheit.

Naturkatastrophen und internationale Perspektiven Am 11. März 2011 erschütterte das Tohoku Erdbeben mit einer Stärke von 9,0 die Ostküste Japans. Dies führte zu einer zweiten Naturkatastrophe: Eine riesige, 30 Meter hohe Flutwelle zog alles mit sich, als sie an der japanischen Küste aufschlug. Das Meerwasser durchbrach den Schutzwall des Atomkraftwerks Fukushima und löste eine dritte Katastrophe aus: die Kernschmelze im Kraftwerk. Daraufhin sah sich die japanische Regierung gezwungen, eine Sperrzone in einem Radius von 20 Kilometern um das Kraftwerk herum einzurichten.

Cloud Computing und Datenschutz Lebens- und Krankenversicherungen, Ärzte und Rechtsanwälte sollten zukünftig Cloud Computing-Anwendungen nutzen dürfen. Diese Forderung an die Politik stellte Prof. Dr. Peter Bräutigam, Datenschutzexperte und Partner der internationalen Kanzlei Noerr, auf dem "Noerr Outsourcing Day". Der Münchner Rechtsanwalt hält das sogar strafrechtlich verbotene Auslagern von Daten z.B. für Ärzte und Anwälte für nicht mehr zeitgemäß: "Die Cloud ist meist sicherer als die Speicherung von Daten auf lokalen Servern der einzelnen Kundenunternehmen", sagt Bräutigam. "In der öffentlichen Diskussion um Datensicherheit beim Cloud Computing werden häufig tatsächlich nicht vorhandene Gefahren heraufbeschworen."

Mit Cloud-Services profitieren vom wachsende Markt Nach einer aktuellen Studie der Experton-Group im Auftrag des Branchenverbands Bitkom wird der deutsche Markt für Cloud Computing in diesem Jahr die Umsatzgrenze von 5 Milliarden Euro überschreiten und damit um fast 50 Prozent wachsen. Größten Anteil haben dabei die Geschäftskunden: Gut 3 Milliarden Euro geben Unternehmen für Cloud Computing aus, im Vorjahr war es gut eine Milliarde Euro weniger. Der Hauptteil dieser Umsätze entfällt mit 1,4 Milliarden Euro auf Cloud Computing-Services. Bis 2016 soll der Markt auf rund 17 Milliarden Euro expandieren.

SaaS: Chance für Service-Provider dataglobal-COO Stephan Unser beleuchtet das Thema "Archivierung auf SaaS-Basis". Besonders Service Provider und IT-Dienstleister sollen im Jahr 2012 vom Cloud Computing-Service-Trend profitieren.

Rückzug aus dem Cloud Computing eine Illusion? Der Branchenverband Bitkom prognostiziert, dass der Umsatz mit Cloud Computing bis 2015 in Deutschland auf 13 Milliarden Euro ansteigen wird. Nach anfänglicher Zurückhaltung gehen nun also auch hierzulande immer mehr Unternehmen in die Phase der Adaption über. Das neue Servicemodell ist auf der Agenda vieler IT-Verantwortlicher angekommen.

Platz 13 im Bereich e-Governement Joachim Schreiner, Area Vice President Central Europe, Salesforce.com Deutschland, kommentiert den 6. Nationalen IT-Gipfel 2011 in München. "Trotz großem Enthusiasmus auf dem nationalen IT-Gipfel muss sich die Webwirtschaft in Deutschland auch 2012 im Weit- und Hochspringen üben, wenn sie im internationalen Vergleich an die Spitze kommen möchte. Deutschland ist EU-weit nur auf Platz sechs im ITK-Ranking und Platz 13 im Bereich e-Governement."

Der Geist des Outsourcing Das IT-Betriebsmodell Cloud Computing stiehlt dem Outsourcing die Show. Kosten-Nutzen-Analysen zeigen, dass das Ende der 90er Jahre etablierte ASP-Prinzip "Do what you can do best – outsource the rest" – also, die Prozesskomplexität zugunsten des Kerngeschäfts zu reduzieren – vorsichtig formuliert nicht unbedingt des Pudels Kern war.

So sichern Sie Ihre Daten in der Cloud Cloud Computing ist aus vielen Gründen attraktiv: signifikante Kostenreduzierung durch weniger Wartungsaufwand, mehr Flexibilität und höhere Datenspeicherkapazitäten. Thorsten Krüger ist Regional Director Sales Deutschland und Österreich bei SafeNet, gibt Empfehlungen, wie man die Daten beim Cloud Computing am besten sichert.

Vorsicht beim Einsatz von Cloud Storage Mit zunehmender Beliebtheit von Cloud-Storage bieten auch immer mehr ausländische Anbieter ihre Leistungen auf dem deutschen Markt an. Wie die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder kürzlich betont haben, ergeben sich für deutsche Unternehmen jedoch beispielsweise bei der Nutzung US-amerikanischer Cloud Computing-Services teilweise erhebliche rechtliche Probleme.

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Cloud-Service-Provider: Den Zug nicht verpassen Neue Chancen in der Cloud