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Outsourcing von Dienstleistungen


Wichtig beim Outsourcing: Die Unternehmenskultur und Strategie des Outsourcing-Partners muss zur Kultur des eigenen Unternehmens passen
Christoph Thieme, Geschäftsführer von Sellbytel: "In der öffentlichen Diskussion werden die Möglichkeiten als Arbeitnehmer bei einem Outsourcing-Unternehmen unterschätzt"


Christoph Thieme
Christoph Thieme Externe Dienstleister besitzen spezielle Fähigkeiten, über die der Kunde selbst oft nicht verfügt, Bild: Sellbytel Group

(08.03.11) - Vor allem Groß- und Mittelstandsunternehmen übergeben immer mehr Aufgaben an externe Dienstleister. Christoph Thieme, Geschäftsführer der Outsourcing-Spezialistin Sellbytel, erklärt, worauf Unternehmen bei der Wahl externer Dienstleister achten müssen.

Herr Thieme, was gibt es als Outsourcer von Dienstleistungen zu beachten?

Christoph Thieme:
Unternehmen, die das Outsourcen von Dienstleistungen beabsichtigen, sollten sich ihre potentiellen Partner zunächst sehr genau anschauen. Die Unternehmenskultur und Strategie des Outsourcing-Partners muss zur Kultur des eigenen Unternehmens passen, denn diese Beziehung ist der Grundstein für eine langfristige, effiziente und nachhaltige Partnerschaft.

Zudem gilt: Nur ein Partner, der über detaillierte Kenntnisse und Expertise in vergleichbaren Partnerschaften verfügt, kann dem Outsourcer die notwendigen Impulse für sein Business geben. Bei sehr günstigen Angeboten ist besondere Vorsicht geboten. Hier lauern oft versteckte Zusatzkosten, beispielsweise im Projektmanagement oder bei Reportings. Entscheidend ist nicht der günstigste Verrechnungspreis, sondern die höchste Effizienz, d.h. angemessene Kosten bei bestmöglichem Ergebnis.

Welche Vorteile bringt dem Kunden die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister?

Thieme:
Externe Dienstleister besitzen spezielle Fähigkeiten, über die der Kunde selbst oft nicht verfügt, aber von denen er durch die Partnerschaft mit dem Outsourcing-Dienstleister unmittelbar profitiert. Das sind beispielsweise Faktoren wie Geschwindigkeit, um ein Produkt möglichst schnell im Markt zu positionieren oder Flexibilität. Durch die Fähigkeit der Skalierbarkeit kann der externe Partner Personal und Infrastruktur schnell den wirtschaftlichen Erfordernissen des Outsourcers angleichen. Es ist die Wandlungsfähigkeit des Outsourcing-Partners, welche die Effizienz garantiert und letztlich zu einer Kostenreduktion beim Outsourcer führt. Zudem verfügen Outsourcing-Partner in der Regel über tiefe Markt- und Branchenkenntnisse, die den Absatz der Produkte oder Dienstleistungen des Outsourcers weit über die bloße Kostenersparnis hinaus beflügeln können und damit echte Mehrwerte bieten. Hohe Beratungsqualität von Endkunden im B2C- und B2B-Bereich und daraus resultierende Kundenloyalität ist heute in jeder Branche ein Wettbewerbsvorteil.

Wie garantieren Sie als externer Dienstleister eine hohe Qualität? Mit welchen Maßnahmen?

Thieme: Qualität beginnt bei der Auswahl der geeigneten Fachkräfte und setzt sich mit Training und kontinuierlicher Weiterbildung unserer Mitarbeiter fort. Darauf legen wir allergrößten Wert. Unsere Kunden unterstützen uns dabei aktiv durch spezielle Fachschulungen. Zudem setzen wir auf offizielle Zertifizierungsstandards wie ISO oder COPC, um auch objektiven Qualitätskriterien zu entsprechen. Ebenso wichtig wie die hohe Qualität der Vertriebs- und Servicedienstleistungen, ist die Transparenz bei Messung und Kommunikation der Ergebnisse. Der Erfolg für unsere Kunden ist zu jeder Zeit nachvollziehbar darzustellen.

Wichtige Faktoren für eine nachhaltige Qualität sind eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und vor allem Vertrauen. Hier setzen wir auf offene und nachvollziehbare Prozesse. Die Sicherheit eines einmal vereinbarten Budgets und der Konditionen sind bei uns garantiert. Das bedeutet: Keine Nachverhandlungen, keine versteckten Kosten. Dafür lassen wir uns jederzeit an unseren Ergebnissen messen.

Mit welchen Vorurteilen hat man als Outsourcer von Dienstleistungen zu kämpfen?

Thieme:
Das Thema Outsourcing hat eine hohe Akzeptanz bei Unternehmen. In der öffentlichen Diskussion werden jedoch die Möglichkeiten als Arbeitnehmer bei einem Outsourcing-Unternehmen unterschätzt. Im Schnitt verfügen bei Sellbytel beispielsweise sieben von zehn Mitarbeitern über einen Hochschulabschluss. Das zeigt den hohen Anspruch, den unsere Kunden an unsere Dienstleistungen und die Qualifikation unserer Mitarbeiter stellen. Komplexe Aufgaben erfordern aber komplexe Köpfe, egal ob die Mitarbeiter beim Unternehmen selbst oder bei einem externen Partner angestellt sind. Outsourcer sind also zu Unrecht in der Kritik, wenn sie spezielle Dienstleistungen abgeben, die von externen Partnern viel effizienter und erfolgreicher ausgeführt werden können als durch sie selbst.

Was würden Sie jemandem entgegen setzen, der aufgrund dieser Vorurteile mit der Entscheidung hadert, Dienstleistungen an Sie abzugeben?

Thieme:
Wenn Sie Vorbehalte haben, holen Sie sich zunächst von verschiedenen externen Partnern Referenzen ein und vergleichen Sie diese. Besuchen Sie ein oder mehrere Projekte des Dienstleisters und schauen Sie sich sowohl Management als auch Mitarbeiter genau an. Sprechen Sie mit Ihrem Ansprechpartner über alle Möglichkeiten für Ihr Unternehmen. Ein professioneller Outsourcing-Partner wird mit Ihnen gemeinsam eine genaue Bedarfsanalyse erstellen und auch vor detaillierten Sondierungsgesprächen bis zum Vertragsabschluss nicht zurückschrecken.

Die Erfahrung zeigt, dass speziell in dieser Phase neue Potentiale für Ihr Unternehmen erkannt werden, die Sie noch gar nicht im Auge hatten. Wenn Sie sich von der Expertise Ihres potentiellen Partners überzeugt haben und eine Partnerschaft eingehen möchten, bauen Sie erfolgsabhängige Komponenten in Ihre Geschäftsbeziehung ein. Damit ist Ihr externer Partner optimal in ein kommerzielles Modell integriert.
(Sellbytel Group: ra)

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