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Breitband-Internet und Cloud Computing


Josef Glöckl-Frohnholzer (BCC): "Cloud Computing braucht vor allem eines: leistungsstarke Netze"
Versorgung von Gewerbegebieten abseits von Metropolen mit Breitbandverbindungen ist nicht immer gegeben


Josef Glöckl-Frohnholzer:
Josef Glöckl-Frohnholzer: Eine in "zwei Klassen geteilte Gemeinde der Internetnutzer – mit schnellem oder sehr langsamem Internet", Bild: BCC

(20.08.12) - Cloud Computing-Services brauchen Bandbreite. Und seit dem Start der Breitbandinitiative der Bundesregierung hat sich in der Anbindung unterversorgter Flächen und ländlicher Gebiete einiges getan. Doch die Situation ist für Unternehmen abseits der Metropolen immer noch nicht rosig. Hier ist die Kooperation aller Stakeholder gefragt. Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer von BCC, im Interview zur Versorgung von Gewerbegebieten.

Herr Glöckl-Frohnholzer, warum ist Bandbreite vielerorts in Deutschland so ein Problem?

Josef Glöckl-Frohnholzer:
Glaubt man der Werbung in der deutschen Medienlandschaft, dann gibt es in der Bundesrepublik Breitband-Internet im Überfluss. An vielen Orten in Deutschland entspricht genau dies allerdings nicht der Realität. In den sogenannten weißen Flecken der DSL-Landkarten haben Bürger und Unternehmen häufig nicht einmal die Möglichkeit, per UMTS ins Netz zu gehen – entweder weil die Infrastruktur nicht entsprechend ausgebaut ist oder weil die wenigen vorhandenen Ortsvermittlungsstellen hoffnungslos überbucht sind. Gerade für Unternehmen ist dieser Umstand inzwischen mit hohen Produktivitätseinbußen verbunden.

Warum ist schnelles Internet so ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft?

Glöckl-Frohnholzer
: Gerade in den letzten drei Jahren hat Cloud Computing auf dem IT-Markt unglaublich an Fahrt gewonnen. Die Dienste aus der Wolke ermöglichen es jetzt vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen, Dienste und Services zu nutzen, die sie vorher niemals hätten finanzieren können. Hinter Cloud Computing verbirgt sich allerdings weitaus mehr als die reine Kostenersparnis. Gerade im Mittelstand ergeben sich aus den erweiterten Möglichkeiten neue Arten der Wertschöpfung. Mit Collaboration, geteilten Rechnerumgebungen und virtuellen Server-Plattformen, lässt sich eben nicht nur ein hohes Maß an Business Alignment erreichen, sondern auch eine optimierte Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Partnern sowie insgesamt eine gesteigerte Produktivität. Und genau von diesen Mehrwerten sind alle Unternehmen abgeschnitten, die nicht auf breitbandiges Internet zurückgreifen können.

Welche Rolle spielt da Cloud Computing?

Glöckl-Frohnholzer
: Cloud Computing braucht vor allem eines: leistungsstarke Netze. Ohne die entsprechende Infrastruktur läuft nichts, denn die Dienste müssen aus den Rechenzentren, in denen sie produziert werden, ja schließlich auch zum Nutzer gelangen. In die ohnehin schon in zwei Klassen geteilte Gemeinde der Internetnutzer – mit schnellem oder sehr langsamem Internet – würde ohne den Breitbandausbau eine noch tiefere Kluft geschlagen. Alle Anbindungen unter zwei MBit/s gelten heute als Unterversorgung, denn diese Nutzer können nicht mehr aktiv an der Internetentwicklung teilnehmen, von Diensten aus der Cloud ganz zu schweigen. BCC hat sich deshalb dazu entschlossen, bisher unterversorgte Gewerbegebiete direkt mit schnellem Internet zu versorgen. Wir schließen diese Einheiten zu kleinen Metronetzen zusammen und bringen den dort ansässigen Unternehmen quasi Fibre to the Office. Als Cloud Provider mit eigenem deutschlandweiten Backbone sind wir dafür sozusagen prädestiniert.

Realisiert BCC die Gewerbegebietsanbindungen komplett in Eigenregie?

Glöckl-Frohnholzer
: Wir arbeiten selbstverständlich mit den wichtigen regionalen Ansprechpartnern für den Breitbandausbau zusammen. Das sind vor allem die Kommunen, die Stadtwerke, die Wirtschaftsförderer sowie die Unternehmen selbst. Ohne diese Kooperation wäre der Ausbau gar nicht in dieser Weise möglich. Schließlich sind solche Erschließungsprojekte eine sehr kostenintensive Angelegenheit – angefangen bei den Tiefbaumaßnahmen bis zum Anschluss an den jeweiligen POP. Ohne die richtigen Fördermittel der Bundesregierung sowie der EU wären diese Maßnahmen nicht in gleicher Form realisierbar.

Warum ist gerade BCC für diese Projekte als Partner so gut geeignet?

Glöckl-Frohnholzer
: Wie schon gesagt, sind wir Cloud Computing-Anbieter und Carrier in einem. Unser deutschlandweites Backbone umfasst allein 22.000 Kilometer Glasfaser. Darauf realisieren wir Übertragungsraten zwischen 2 MBit/s und 40 GBit/s bei 99,9 Prozent Verfügbarkeit. Unseren ISP-Backbone für eine hervorragende Internet-Konnektivität haben wir bereits in europäische und internationale Standorte in Asien und Nordamerika verlängert, sodass wir mittelständischen Unternehmen bei ihren Internationalisierungsvorhaben helfen können. Dort bieten wir in hoch sicheren Rechenzentren gemanagte Plattformen und virtuelle Server, also alles, was eine moderne IT-Infrastruktur so braucht. Wir begleiten unsere Mittelstandsunternehmen in der Region auf ihrem Weg der "Globalisierung" - eben smart und intelligent. (BCC Business Communication Company: ra)

BCC Business Communication Company: Steckbrief

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