- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Hintergrund

Autobranche gibt bei künstlicher Intelligenz Gas


KI ist vor allem Chefsache: In drei von vier Unternehmen entscheidet die Geschäftsführung über den KI-Einsatz
Prognosen, wer wann welche KI-Technik einsetzt, können Unternehmen motivieren, in die KI-Welt einzusteigen


- Anzeigen -





Künstliche Intelligenz (KI) wird bis 2030 dazu beitragen, dass die Weltwirtschaft wächst. Durchschnittlich könnte so das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,2 Prozentpunkte im Jahr steigen, was in Summe einer Wertschöpfung von 13 Billionen US-Dollar entsprechen würde. Diesen Wachstumsschub hat das McKinsey Global Institute (MGI) in seiner Studie "Notes from the Frontier: Modeling Impact of AI on World Economy" errechnet. KI würde demnach die Wachstumstreiber vorangegangener industrieller Umwälzungen übertrumpfen, da die Analysten der Dampfmaschine (0,3 Prozentpunkte), Industrierobotern (0,4 Prozentpunkte) und der Informations- und Kommunikationstechnik (0,6 Prozentpunkte) geringere Effekte zuschreiben. Allein für Deutschland beziffert die Studie das KI-Potenzial auf 1,3 Prozentpunkte.

Das MGI hat es für seine Erhebung nicht beim Abfragen belassen, ob Unternehmen Soft- und Hardware nutzen, um menschliche Fähigkeit nachzubilden. Die Studie unterteilt stattdessen die KI-Technik in automatische Bilderkennung, natürliche Sprache, virtuelle Assistenten, roboterbasierte Prozessautomatisierung und fortgeschrittenes maschinelles Lernen. Allgemein wird automatische Bilderkennung mit maschinellem Lernen (ML) gleichgesetzt, dessen am weitesten entwickelte Variante das Deep Learning (DL) ist. Dessen neuronale Netze ahmen die Nervenzellenvernetzung im Gehirn nach. Mindestens eine der aufgeführten KI-Techniken sollen bis 2030 rund 70 Prozent der Unternehmen einsetzen, sagt die MGI-Studie voraus.

Der Blick in den KI-Alltag der Autobranche
Prognosen, wer wann welche KI-Technik einsetzt, können Unternehmen motivieren, in die KI-Welt einzusteigen. Anderseits wächst die Erwartung – auf zwei Ebenen: Der Nutzen, der mit der Technologie Einzug hält, wird überhöht wahrgenommen. Und der Druck auf die Wirtschaftsvertreter steigt, mögliche Chancen nicht zu verpassen. Dem kann sich auch die Automobilindustrie nicht verschließen, die seit Jahrzehnten einen Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft bildet. Bisher brechen Studien in der Regel an der Stelle ab, wo es interessant wird: im Alltag.

Spannend ist doch, an welcher KI-Technik genau die Experten in der Autobranche arbeiten und was sie dabei herausfordert. Den Einblick verschafft nun eine Umfrage des Datenmanagementspezialisten NetApp, die das Marktforschungsinstitut mo'web research durchführte. Befragt wurden Entscheider wie CDOs, Abteilungsleiter und Projektleiter, deren Unternehmen zwei Kriterien zu erfüllen hatten: mehr als 500 Mitarbeiter und erste Erfahrungen in KI-Projekten. Parallel nahmen Vertreter aus dem Gesundheitswesen, dem Finanzsektor und der produzierenden Industrie teil, sodass sich auch branchenübergreifende Schlüsse ziehen lassen.

Datenschutz bremst, Planungseifer greift um sich
Zu dem allgemeinen Bild, das die KI-Umfrage von NetApp zeichnet, gehört, dass KI vor allem Chefsache ist. In drei von vier Unternehmen entscheidet die Geschäftsführung über den KI-Einsatz. Zudem hat die Unternehmenswelt hierzulande Bedenken, ob es ihnen gelingt, KI und Datenschutz in Einklang zu bringen. Optimistisch dürfte die Automobilindustrie stimmen, dass ihre Vertreter im Branchevergleich spitze im Planen, Testen und Umsetzen von KI-Projekten sind. Auf über die Hälfte der Automotive-Unternehmen (53 Prozent), die konkret in der Planungsphase steckt, kommt sonst keine Branche. Die Projekte konzentrieren sich im Automobilsektor auf Qualitätssicherung (63 Prozent), Fertigung (60 Prozent), Produktentwicklung/Forschung (43 Prozent) und IT (43 Prozent).

Schaut man sich nun die konkreten KI-Anwendungsszenarien an, überraschen die Umfrageergebnisse. Medial ist autonomes Fahren ständig präsent, bleibt mit einer Einsatzquote von 20 Prozent aber deutlich hinter den Top-3-Anwendungen Predictive Maintenance (57 Prozent), Entwicklung persönlicher Mobilitätsassistenten (43 Prozent), Automatisierung von Geschäftsprozessen (37 Prozent) und Supply-Chain- und Lagermanagement (37 Prozent) zurück. Allerdings hält das fehlende interne KI-Know-how nach Ansicht von 53 Prozent der Befragten eine schnellere sowie bessere Entwicklung innerhalb der Automobilbranche auf.

In KI investieren, um Innovationen anzusteuern
Die Automobilindustrie fährt im KI-Projekt-Wettstreit in der deutschen Wirtschaft vorneweg. Damit das so bleibt, wollen die Branchenvertreter nun verstärkt eigene KI-Spezialisten und -Entwickler ausbilden sowie mit anderen Unternehmen kooperieren. Diese Maßnahmen sollen das momentan noch bestehende Wissensdefizit beheben. Dann geraten auch die Ziele, mit KI eine höhere Produktqualität und ein besseres Kundenerlebnis zu erreichen sowie weniger operative Kosten einzufahren, nicht in Gefahr.

Was sich jedoch ändern muss, ist Folgendes: 10 Prozent der Befragten in der Automobilbranche hoffen darauf, mit KI Innovationen im Unternehmen treiben zu können. Erst Innovationen befähigen dazu, im Wettbewerbsfeld autonomes Fahren mit IT-Konzernen mitzuhalten. Diese Vorhersage wird zu hundert Prozent eintreten.
(NetApp: ra)

eingetragen: 17.12.18
Newsletterlauf: 31.01.19

NetApp: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Hintergrund

  • Cloud Computing ist sicherer, als man denkt

    Cloud Computing ist weiter auf dem Vormarsch. Anfängliche Bedenken von hauptsächlich mittelständischen Unternehmen ihre Daten außer Haus zu geben, schwinden. Das Internet der Dinge wird noch einmal für Beschleunigung sorgen. Selbst Regierungen und Militärs setzen inzwischen auf Services und die Datenspeicherung in der Wolke. Damit bekommt das Thema Sicherheit noch einmal eine ganz neue Facette. Cloud Computing ist nicht gleich Cloud Computing. Während auf Unternehmensebene zumeist über die Unterscheidung zwischen Public und Private Cloud diskutiert wird, geht es auf der Ebene von Regierungen und Militärs um den Unterschied zwischen Single- und Multi-Cloud-Strategien. Eine Diskussion, die sich im privaten Umfeld längst erledigt hat. Hier dominiert die Multi-Cloud. Gerade seitens der Militärs wird allerdings sehr stark der Single-Cloud-Ansatz verfolgt, bei dem alle Services von einem einzigen Anbieter bezogen werden. Auf diese Weise versucht man die Zahl der Angriffsflächen für mögliche Cyber-Bedroher einzuschränken.

  • Auswirkungen auf das Datenmanagement

    Für Firmen wird es immer schwieriger, effizient und verantwortungsbewusst mit ihren Daten umzugehen: Viele haben schier den Überblick verloren. Das muss allerdings nicht sein: Mit DataOps hilft ein neuer Ansatz im Datenmanagement wieder Ordnung in die Datenbanken zu bringen. Laut einer aktuellen Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmens 451 Research unter 150 Führungskräften, wachsen die Daten eines Großteils der befragten Firmen täglich beträchtlich: Bei 29 Prozent um 100 bis 500 Gigabyte (GB) pro Tag und bei 19 Prozent um 500 GB bis 1 Terabyte (TB). Immerhin noch 13 Prozent verzeichnen sogar eine Zunahme von 2 TB.

  • Lösung: ein Remote-Cloud-System

    Kaspersky Lab hat eine experimentelle Cloud-Infrastruktur für bionische Prothesen des russischen Hightech-Start-Ups Motorica aus Perspektive der IT-Security genauestens unter die Lupe genommen und mehrere bisher unbekannte Sicherheitsprobleme identifiziert. Unbefugte könnten so auf höchstsensible Patientendaten zugreifen und diese manipulieren, stehlen oder löschen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden dem Hersteller umgehend mitgeteilt.

  • Service Design & Transition - Aufbau von Services

    Mehr Klarheit im unübersichtlichen Feld von Service Management: Das versprechen die neuen Quadranten des ISG Provider Lens Reports. Die Marktbetrachtung bietet sauber aufgeteilte Unterkategorien und Herstellerbewertungen. Für Experten perfekt, aber für Laien ist es trotzdem nicht einfach, sich hier zurechtzufinden. Ein Kunde, der heute einfach nur seine IT in den Griff bekommen will, hat es nicht leicht. Er wird konfrontiert mit Kürzeln wie SIAM, ITSM und BPM. In jedem dieser Bereiche tummelt sich eine Reihe von Anbietern, die wiederum versuchen, einzelne Begriffe zu prägen. Für mehr Transparenz sind jetzt die Analysten gefragt - so wie die ISG Group mit ihrem Provider Lens Quadrant Report.

  • IT-Ressourcen aus der Cloud

    Das Thema Künstliche Intelligenz wird von immer mehr Menschen als eine wichtige Schlüsseltechnologie angesehen. Dies bestätigt eine Umfrage des ITK-Verbands Bitkom im Dezember 2018: Zwei Drittel der Befragten sehen den Wohlstand gefährdet, wenn Deutschland bei der Künstlichen Intelligenz nicht zu den führenden Nationen gehört. Eine Mehrheit von 62 Prozent sehen die KI zudem eher als eine Chance als eine Bedrohung. Für die Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das Thema ebenfalls ganz oben auf der Agenda: Nach ihrer Meinung müsse Deutschland ein führender Standort für Künstliche Intelligenz werden.

  • Vorteile einer Hybrid-Multi-Cloud ausschöpfen

    2019 werden viele Unternehmen eine Cloud-First-Strategie verfolgen, um von mehr Flexibilität, Agilität und Kostenersparnis zu profitieren. Laut einer aktuellen Studie von Forrester Consulting haben bereits 86 Prozent der Unternehmen eine Multi-Cloud-Strategie. Aber ob sie nun die Services von verschiedenen Providern beziehen oder "nur" Private- und Public Cloud in einer Hybrid Cloud kombinieren mit einem - wie wir ihn nennen - Hybrid-Multi-Cloud-Ansatz, können sich Kunden für jeden Anwendungsfall die jeweils beste Lösung herauspicken. Wer mehrere Clouds gleichzeitig nutzt, steht aber auch vor neuen Herausforderungen in Bezug auf das Datenmanagement.

  • Die wichtigsten Cloud-Trends 2019

    Was bringt das Jahr 2019? Keine Frage: Die Cloud wird immer wichtiger. Doch eine Cloud-Form allein reicht den meisten Unternehmen nicht mehr aus. Viele setzen auf eine Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebung. Verteilte Speicherorte und Datenquellen spielen auch für künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle - ein Top-Thema, das weiter Fahrt aufnehmen wird. Dabei erfordern sowohl KI als auch die Multi Cloud ein unabhängiges Datenmanagement in der Cloud. Was sich hinter diesen Trends verbirgt und wie sie zusammenspielen, zeigt Peter Wüst, Senior Director Cloud Infrastructure & Cloud Data Services EMEA bei NetApp, im folgenden Beitrag.

  • Künstliche Intelligenz unterstützt ITSM-Prozesse

    Laut Schätzung des Marktanalysten Gartner werden CIOs bis 2023 mehr als das Dreifache der Endgeräte verantworten, als sie aktuell verwalten. Ohne technologische Unterstützung werden sie diese Aufgabe auf Dauer kaum bewältigen können. Doch welche Technologiethemen sollten CIOs 2019 im Blick behalten, wenn es um die Vereinheitlichung des IT-Betriebs und den Abbau von Silos geht? Ivanti hat vier Fokusbereiche im IT-Servicemanagement identifiziert: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (KI) finden in den kommenden fünf Jahren einen großflächigen Eingang in das ITSM. Artificially Intelligent Service Management (AISM) wird dabei im ersten Schritt das traditionelle Service Management ergänzen. Die zentralen Stärken für KI liegen im Incident und Request Management, indem sie Vorfälle und Anfragen interpretiert, bevor diese in das traditionelle IT-Servicemanagement eingesteuert werden.

  • Datensicherheit und Compliance

    Die Cloud-Nutzung hat 2018 einen neuen Höchststand erreicht und der Wachstumstrend wird voraussichtlich weiter anhalten. Mit einer beschleunigten Bereitstellung, einer flexibleren Kostengestaltung der Services und einfacheren Arbeitsabläufen bietet sie Vorteile, auf die Unternehmen im Zuge der Digitalisierung nicht verzichten können. Die unmittelbaren Vorteile tragen jedoch dazu bei, dass die damit verbundenen Konsequenzen für die IT-Sicherheit bei Unternehmen zunächst außer Acht gelassen werden. Die wesentliche Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die in die Cloud ausgelagerten und genutzten Daten sicherzustellen. Für nicht wenige Organisationen bedeutet dies jedoch ein nahezu radikales Umdenken. Zusätzlich zur Sicherung von Umgebungen und Infrastrukturen ist eine weitere Ebene erforderlich, die bei den Daten ansetzt. Wie Unternehmen sich dieser Herausforderung nähern, welche Maßnahmen sie ergreifen und welche wesentlichen nächsten Schritte sie in diesem Zusammenhang sehen, darüber gibt eine Studie von Bitglass Aufschluss.

  • Fragen nach der richtigen Cloud

    Viele der Trend-Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder das Internet of Things (IoT) sind bereits bekannte Größen. Diese werden sich durch ihre Rolle im Datenmanagement neu definieren - und dann eine noch zentralere Rolle im Arbeitsalltag einnehmen. Zusammen mit Containerisierung und noch intelligenteren IoT-Edge-Geräten können Entwickler damit im kommenden Jahr die nötigen Impulse für einen datengetriebenen Markterfolg und neue Geschäftsmöglichkeiten setzen.