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Umfrage: "2020 State of Hybrid Cloud Security"


Komplexität und Umfang von Cloud-Umgebungen schafft Sicherheitsprobleme
Absicherung von Cloud Computing-Infrastrukturen stellt Unternehmen vor Herausforderungen

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Die Komplexität öffentlicher und hybrider Cloud-Infrastrukturen, die mangelnde Automatisierung von Sicherheitsprozessen und rückläufige Ressourcen resultieren in Konfigurationsfehlern, die Datenverluste nach sich ziehen können. FireMon veröffentlichte mit dem "2020 State of Hybrid Cloud Security Report" jetzt die jüngste Ausgabe ihrer jährlichen Benchmark-Studie zum Status Quo der Sicherheitslandschaft in der Cloud. Diese zeigt die größten Herausforderungen auf, denen Unternehmen beim schnellen Wechsel auf öffentliche Cloud-Umgebungen gegenüberstehen. Laut den über 500 Befragten, von denen 14 Prozent zur obersten Führungsebene zählten, lässt sich der Sicherheitsstatus von Infrastrukturen bei zunehmender Komplexität schwerer überblicken.

Zudem gaben sie an, dass für das Thema IT-Security zuständige Teams immer kleiner werden und die für Absicherungsmaßnahmen bereitstehenden Budgets auf gleichbleibend niedrigem Niveau stagnieren. Zusammengenommen steige dadurch das Risiko, Datenverluste zu erleiden. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung lag darauf, mehr über die von Unternehmen im Zeitalter des digitalen Wandels angestoßenen Cloud-Security-Initiativen zu erfahren.

In Folge des immer schnelleren Umstiegs auf öffentliche und hybride Cloud-Umgebungen und der damit einhergehenden steigenden Netzwerkkomplexität entstehen Unternehmen neue Sicherheitsrisiken. Dies liegt gemäß 18 Prozent der befragten Führungskräfte unter anderem daran, dass der für den Schutz der Cloud-Systeme nötigen Überblick fehlt. Eine effektive Absicherung erfordere die Zusammenarbeit mit einer größeren Zahl an Herstellern und mehr Durchsetzungspunkte.

Weitere Ergebnissen des 2020 FireMon State of Hybrid Cloud Security Reports:

>> Die Implementierung wirksamer Sicherheitsmaßnahmen hinkt der schnellen Entwicklung von Geschäftsprozessen hinterher.

>> Wie bereits 2019 sind nahezu 60 Prozent der Befragten schneller in der Lage, Unternehmensdienste in der Cloud bereitzustellen als die Netzwerke abzusichern. Somit wurden auf diesem Gebiet, dass als ein wichtiger Indikator für den Fortschritt in der Branche gilt, keinerlei Verbesserungen erzielt.

>> Fast die Hälfte aller Befragten ist inzwischen in zwei oder mehr öffentlichen Cloud-Umgebungen unterwegs. Dies erhöht die zu beherrschende Komplexität, gleichzeitig fehlt es den Sicherheitsstatus angehend an einem Gesamtüberblick. Um die Infrastrukturen dennoch optimal zu schützen, setzen Unternehmen inzwischen Lösungen von immer mehr Anbietern ein. Darüber hinaus nutzen 78,2 Prozent der Firmen zwei oder mehr Durchsetzungspunkte. Dies entspricht gegenüber 2019 einer Steigerung: hier lag der Wert noch bei 59 Prozent.

Budget- und Personalkürzungen führen zu lückenhafter Absicherung
Angesichts der wachsenden Zahl an Cyberbedrohungen und anhaltender Datenschutzverletzungen könnte man meinen, dass Unternehmen ihre IT-Sicherheitsbudgets und –Teams aufstocken. Gemäß der FireMon-Studie ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Gegenüber 2019 sanken die für Security-Maßnahmen bereitgestellten Mittel, zudem wurden Arbeitsplätze abgebaut. Mangelt es an finanziellen und personellen Ressourcen lassen sich öffentliche und hybride Cloud-Infrastrukturen allerdings nicht lückenlos absichern.

>> Sicherheitsrisiko Budgetkürzung: 2019 flossen bei 57,5 Prozent der befragten Unternehmen weniger als 25 Prozent des gesamten IT-Security-Budgets in die Absicherung von Cloud-Infrastrukturen. Inzwischen ist ihre Zahl um 20,7 Prozentpunkte auf 78,2 Prozent gestiegen. 44,8 Prozent von ihnen nehmen hierfür sogar weniger als zehn Prozent des ihnen zur Verfügung stehenden Gesamtbetrags in die Hand.

>> Regelfall unterbesetzte und chronisch überlastete IT-Security-Teams: Obwohl Cloud-Infrastrukturen eine immer größere Angriffsfläche für Cyberangriffe bieten und das Potenzial für Datenschutzverletzungen dadurch ansteigt, fahren Unternehmen die Zahl an IT-Security-Mitarbeitern herunter. So arbeiten gegenüber 2019 (52 Prozent) inzwischen 69,5 Prozent der befragten Firmen mit noch nicht einmal zehn Mann starken Teams. Bei 45,2 Prozent und damit deutlich mehr als zuvor (28,5 Prozent) setzt sich dieses sogar aus weniger als fünf Mitarbeitern zusammen.

Mangelnde Automatisierung und Integration von Drittanbieterlösungen
Auf menschliche Schnitzer zurückzuführende Fehlkonfigurationen in der Cloud sind nach wie vor die größte für Datenschutzverletzungen nutzbare Schwachstelle. Obwohl die Automatisierung von Sicherheitsprozessen hier Abhilfe schafft, herrscht auf diesem Gebiet offensichtlich Nachholbedarf. Immerhin setzen 65,4 Prozent der befragten Unternehmen für die Verwaltung hybrider Cloud-Umgebungen weiterhin auf manuelle Prozesse.

>> Knapp ein Drittel der Befragten hält Fehlkonfigurationen und menschliches Versagen für die größte Gefahr, die ihre hybride Cloud-Umgebung bedroht. Dennoch klingt die automatisierte Verwaltung der Infrastruktur für die meisten von ihnen nach Zukunftsmusik. Dies zeigt sich daran, dass 73,5 Prozent das Sicherheitsmanagement in hybriden Umgebungen manuell erledigen.

>> Die wirksame Absicherung hybrider Cloud-Umgebungen scheitert häufig daran, dass die verschiedenen für diesen Zweck zum Einsatz kommenden Security-Tools nicht zusammenspielen und sich infolgedessen Prozesse nicht durchgängig automatisieren lassen. Die mangelnde Integration und die daraus resultierende fehlende Bereitstellung zentraler oder globaler Informationen sehen 24,5 Prozent der Befragten daher als größte Herausforderung für ihre ohnehin ressourcenschwachen IT-Teams an, sobald es um die Verwaltung der zahlreichen Anwendungen geht.

Automatisierte Netzwerksicherheits-Tools, stabile API-Strukturen und Public-Cloud-Integrationen zahlen sich auf vielen Ebenen aus. Sie stehen dafür, dass Unternehmen alle Umgebungen in Echtzeit überwachen und damit die bislang mit manuellen Tätigkeiten, wachsender Netzkomplexität und einem mangelnden Gesamtüberblick verbundenen Probleme lösen können. Mit der Automatisierung von Prozessen lassen sich somit finanzielle Mittel und Mitarbeiter für strategisch wichtigere Projekte freisetzen, somit fallen Budget- und Personalkürzungen weniger ins Gewicht.
(FireMon: ra)

eingetragen: 04.03.20
Newsletterlauf: 08.05.20

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