- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Starke Anstieg des IT-Outsourcing-Geschäft


Europäisches IT-Outsourcing-Geschäft verzeichnet zweitstärkstes Quartal der letzten zehn Jahre
Dank mehrerer Großabschlüsse überspringt EMEAs Marktvolumen im vierten Quartal die Drei-Milliarden-Euro-Marke und erreicht ein ACV-(Annual Contract Volume-)Niveau, das zuvor nur zweimal erreicht wurde

(24.02.16) - Die Information Services Group (ISG) meldet zum Jahresende 2015 einen starken Anstieg des IT-Outsourcing-Geschäfts in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA). Im vierten Quartal stieg das Jahresvolumen von kommerziellen Outsourcing-Verträgen (Annual Contract Value, ACV) um 17 Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar. Der starke Anstieg ist insbesondere auf den Abschluss von fünf Großaufträgen zurückzuführen.

Zum dritten Mal überhaupt und erstmals seit dem dritten Quartal 2012 übertraf die Region innerhalb eines Quartals die Drei-Milliarden-Euro-Marke. Die guten EMEA-Resultate spiegeln den starken Weltmarkt wieder, der dem "ISG Outsourcing Index" zufolge das höchste vierteljährliche ACV-Niveau der letzten vier Jahre verbucht. Der Index beinhaltet alle kommerziellen Outsourcing-Verträge, deren Volumen größer als vier Millionen Euro ist.

Auf das ganze Jahr gesehen war EMEA nicht mehr in der Lage, das schwache erste Halbjahr auszugleichen. So sank das ACV der Region um acht Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig ging die Zahl der Vertragsabschlüsse um sieben Prozent auf 601 Verträge zurück. Hauptgrund für diese Entwicklung war der starke Rückgang von IT-Outsourcing (ITO) -Aktivitäten und -Volumen, da die Zahl großer Infrastruktur-Verträge stark sank und die Vertragsvolumina generell niedriger ausfielen. Im Gegensatz dazu stieg das ACV im Bereich Business Process Outsourcing (BPO) im Jahr 2015 um 24 Prozent mit elf Prozent mehr Vertragsabschlüssen, angeführt von branchenspezifischen Leistungen, Call Centern und Facility Management Services.

"Einen derart starken Jahresabschluss in EMEA zu sehen, ist ermutigend. Die Unternehmen der Region arbeiten hart daran, ihre Prozesse im Bereich Cloud Computing, Digitalisierung und Robotics zu verbessern. So entsteht ein Trend hin zu kleineren Verträgen, was zu mehr Flexibilität und einer höheren Kostenvariabilität führt", sagt Bernd Schäfer, ISG Partner und Managing Director für ISG DACH.

"Es sieht ganz danach aus, dass sich diese neue Herangehensweise an das Outsourcing weiter fortsetzt. Weltweit nimmt die Nachfrage nach Sourcing-Leistungen immer stärker zu. In der Folge gehen die Preise zurück, was eine noch größere Zahl von Unternehmen dazu veranlasst, über Outsourcing nachzudenken."

Auf die Märkte bezogen hat sich das Vereinigte Königreich, obwohl die Resultate im dritten Quartal 2015 anstiegen, im Vergleich zu 2014 schwach entwickelt, denn das ACV sank 2015 um 19 Prozent. Gleichzeitig, dem Trend zu mehr kleinvolumigen Verträgen folgend, kletterte die Zahl der abgeschlossenen Kontrakte mit 234 Verträgen auf eine neue Höchstmarke.

Die Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) blicken auf ihr stärkstes Jahr zurück und konnten das Ergebnis von 2011 erneut erreichen; 2015 legte das ACV um 69 Prozent zu. Ungeachtet des allgemeinen Trends zu einer größeren Zahl von Einzelverträgen schloss die Region die wenigsten Verträge seit dem Jahr 2007 ab. Der starke Anstieg des ACV fand Unterstützung durch mehrere Großaufträge, zu denen auch die Vertragsverlängerung von Siemens mit Atos zählt.

Frankreich fiel hinter seine hervorragende Leistung aus dem Jahr 2014 zurück, wo es noch Rekordzahlen sowohl bei den Vertragsabschlüssen als auch beim ACV erreichte. 2015 fiel die Auftragssumme um 70 Prozent während die Zahl der Verträge um 40 Prozent sank. Dieser starke Rückgang scheint jedoch eher die Rückkehr zur Normalität, nach einem herausragenden Jahr 2014 als einen längerfristigen Abwärtstrend, anzuzeigen.

Sowohl Nordeuropa als auch die Benelux-Staaten können einen Zuwachs des ACV im vierten Quartal verzeichnen. Insgesamt jedoch waren sowohl ACV als auch die Zahl der Vertragsabschlüsse im Vergleich zu 2014 rückläufig.

Aus Branchensicht betrachtet, folgte die Telekommunikations-Branche dem allgemeinen Trend zu vermehrten Vertragsaktivitäten mit kleineren Volumen und erreichte bei der Anzahl der Vertragsabschlüsse eine Rekordhöhe, während der ACV etwas zurückging. Die Branchen Reise und Transport erreichten ebenfalls eine neue Höchstmarke an Vertragsabschlüssen, während das Volumen sank.

Die stärksten Wirtschaftszweige der Region, die Finanzdienstleistungen und die Fertigungsindustrie, erreichten annähernd ihre Ergebnisse von 2014. Der Finanzsektor beendete das Jahr mit einer relativ schwachen Performance, während die Fertigungsindustrie eine achtprozentige ACV-Steigerung erzielte, obwohl die Anzahl der Vertragsabschlüsse um 26 Prozent zurückging.

Bernd Schäfer fasst zusammen: "Die Rückkehr der Großverträge im vierten Quartal hat der EMEA-Region den nötigen Schwung gegeben, um die Schwelle von drei Milliarden Euro zu erreichen. Nach einem verhaltenen Beginn haben die letzten Monate des Jahres den Outsourcing-Markt in eine gute Ausgangsposition für das Jahr 2016 gebracht."
(Information Services Group, ISG: ra)

ISG: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Studien

  • Antwort auf den Multi-Cloud-Trend

    Der weltweite Markt für Public-Cloud-Services wird im Jahr 2018 um 21,4 Prozent wachsen und einen Umsatz von insgesamt 186,4 Milliarden US-Dollar erzielen, so eine aktuelle Prognose des IT-Research und Beratungsunternehmens Gartner. Im Vorjahr 2017 belief sich der Umsatz noch auf 153,5 Milliarden US-Dollar.

  • Thema: "Agiles Unternehmen"

    Die digitale Transformation steht auf der Prioritätenliste von Unternehmen ganz oben. Einen umfassenden Vergleich der Anbieter auf diesem Markt bietet der neue "ISG Provider Lens Germany 2018 - Digital Transformation Services & Solutions" des Beratungs- und IT-Marktforschungshauses ISG Information Services Group. Die Studie analysiert vier Marktsegmente: die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden (Customer Journey), Unterstützung von Fachabteilungen (Intelligent Business Solutions/Platforms-as-a-Service), Unterstützung von IT-Abteilungen (Intelligent Operations) sowie Service-Leistungen, die Innovationen fördern (Accelerated Innovation).

  • Collaboration-Services am Arbeitsplatz

    Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter in digitale Technologien investieren, werden mit einer deutlichen Produktivitätssteigerung belohnt - das ist eines der Ergebnisse der von BT veröffentlichten Studie "People, Productivity and the Digital Workplace - 2018". Der Report basiert auf einer internationalen Befragung von 1.100 Führungskräften und 600 IT-Entscheidern in elf Ländern. Die überwiegende Mehrheit (neun von zehn) der Befragten ist Meinung, dass mobile Tools und Collaboration-Services die Produktivität am Arbeitsplatz verbessern - eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2015, wo es noch sechs von zehn der Befragten waren. Die Studie arbeitet fünf konkrete Bausteine zur Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter heraus: Ein besser vernetzter, Video-fähiger Arbeitsplatz; einfacheres Arbeiten und Zusammenarbeiten auch außerhalb des Büros; Unternehmens-Apps; Instant Messaging-Dienste sowie leistungsfähigere Endgeräte.

  • Einführung von Hybrid Clouds in Europa

    NTT Communications gab die Ergebnisse einer neuen Studie bekannt: Diese hat ermittelt, wie Hybrid Clouds wirklich in europäischen Unternehmen implementiert werden und gibt praktische Hinweise, wie Service Provider darauf reagieren sollten. Die paneuropäische Hybrid-Cloud-Studie wurde im Auftrag von NTT Com und Dell EMC von den Analysten von 451 Research in 14 europäischen Ländern durchgeführt. Zielgruppe waren 1.500 CIOs und IT-Leiter von Großunternehmen in den Schlüsselbranchen Finanz- und Versicherungswesen, Fertigung, Einzelhandel, Professional Services, Distribution sowie Logistik. Der Umfrage zufolge verfügen bereits zwei Drittel der Befragten über eine Strategie oder ein Pilotprogramm für die Hybrid Cloud.

  • Public Cloud differenziert sich weiter aus

    In Deutschland nutzen immer mehr Unternehmen die Public Cloud. Gemäß der Studie "ISG Provider Lens Germany 2018" geben sie in diesem Jahr rund 17 Milliarden Euro dafür aus. Sie möchten damit vor allem möglichst viele Daten analysieren, um daraus Geschäftsentscheidungen abzuleiten. Dabei sehen die Rackspace-Experten für die Weiterentwicklung der Public Cloud drei entscheidende Entwicklungen: Die großen Cloud Computing-Plattformen werden in Bezug auf Performance immer ähnlicher, doch sie unterscheiden sich in den Funktionen. Zum Beispiel zeichnet sich die Google Cloud Platform in den Bereichen Datenspeicherung und Netzwerke aus, Microsoft Azure durch seine Business-Prozesse. Die Stärken von AWS liegen bei Serverless Computing und zukunftsträchtigen Technologien wie Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz.

  • Auslöser für Investitionen in die Digitalisierung

    Sind Versicherungen tatsächlich digitale Nachzügler, wie es der Branche im Zusammenhang mit der Digitalisierung oftmals unterstellt wird? Mitnichten, sagt eine aktuelle Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder, die unter anderem dieser Frage auf Basis einer umfangreichen neutralen Befragung nachgegangen ist. Vielmehr befindet sich die Versicherungsbranche mitten in einem fundamentalen Umbruch und setzt sich sehr intensiv mit der Digitalisierung auseinander. Neue Technologien, wie künstliche Intelligenz, Big Data, Cloud, IoT und neue Konsumgewohnheiten zwingen die Unternehmen, bestehende Strategien zu überdenken und neue Wege einzuschlagen.

  • Cloud Computing: Politische Rahmenbedingungen

    Die BSA | The Software Alliance stellte die "2018 Global Cloud Computing Scorecard" vor, eine Untersuchung der politischen Rahmenbedingungen für Cloud Computing weltweit. Deutschland liegt auf Rang 1 der 24 untersuchten Länder, nach Rang drei im Jahr 2016. Die Studie bescheinigt Deutschland effektive Gesetze zum Schutz von E-Commerce und zur Cybersecurity sowie eine gute Unterstützung von internationalen Standards und Interoperabilität. Die 2018 Global Cloud Computing Scorecard ist die Neuauflage der weltweit einzigen vergleichenden Analyse zur Eignung einzelner Länder für die erfolgreiche Verbreitung und das Wachstum von Cloud Computing-Diensten. Die aktuelle Studie zeigt durch ihre überarbeitete Methodik noch klarer auf, welche politischen Maßnahmen das exponentielle Wachstum von Cloud Computing während der vergangenen fünf Jahre unterstützt haben. Dabei wurden vor allem die Bereiche Datenschutz, Cybersecurity-Gesetzgebung und Breitband-Infrastruktur noch stärker beachtet.

  • IT-Security in der Cloud ist kosteneffizient

    Das Beratungsunternehmen McKinsey zeigt in seiner neuesten Studie "Making a secure transition to the public cloud" auf, dass heutige IT-Sicherheitsmodelle in Unternehmen schon bald durch Ansätze aus der Cloud ersetzt werden. Aufgrund hoher technischer Flexibilität, einfacher Skalierbarkeit und niedriger Betriebskosten erfreut sich die Public Cloud hoher Beliebtheit. Eine Vielzahl der weltweit befragten Experten aus rund 100 Unternehmen sieht die hohen Standards der Cloud Computing-Services als große Chance, eine bessere IT-Sicherheit zu gewährleisten. Aufbauend auf der Expertise von Google-Cloud-Sicherheitsexperten und Analysten von McKinsey gibt die Studie außerdem Empfehlungen für eine erfolgreiche Migration in die Cloud und einen möglichen Fahrplan für die Implementierung der IT-Sicherheit.

  • SAP-Cloud-Produkte und Sicherheitskonzepte

    Weltweite Angriffskampagnen und erfolgreiche Cyber-Angriffe auf Unternehmen und Institutionen verdeutlichen, wie gefährdet eine digitalisierte Wirtschaft und Gesellschaft sind. Und mit jedem neuen Vorfall steigt die Bedeutung der Cyber-Sicherheit. Eine Umfrage unter Mitgliedern der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) von Dezember 2017 bis Januar 2018 beleuchtet interessante Trends im Umgang mit der Sicherheit im SAP-Umfeld und leitet daraus konkrete Forderungen ab.

  • Cloud-Ausfälle verstehen

    Wie sich der Ausfall der Cloud auf das eigene Geschäft auswirkt, wird von den Unternehmen nach wie vor unterschätzt. Das zeigt eine Studie von Veritas Technologies, einem Marktführer im Multi-Cloud-Management. So hat eine große Mehrheit der Befragten (60 Prozent, in Deutschland 57 Prozent) die Kosten, die ein Cloud-Ausfall verursacht, nicht untersucht. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent, in Deutschland 40 Prozent) erwartet, dass die Cloud maximal 15 Minuten pro Monat ausfällt. Die durchschnittliche Cloud-Ausfallzeit hierzulande beträgt aber 20 Minuten, 60 Prozent der Befragten (in Deutschland 57 Prozent) haben die Kosten nach Cloud-Ausfällen noch nicht berechnet, Lösungen zur Datensicherung und Business Continuity stellen sicher, dass Unternehmen in der Cloud "always on" sind.