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Berlin als Kompetenzzentrum für Cloud-Computing


Neue Generation von Suchmaschinen: TU-Professor Volker Markl forscht an einer Suchmaschine, die mehr können soll als Google
Google sei eigentlich ziemlich einfach: Die Suchmaschine reproduziere lediglich Informationen, die bereits im Netz stehen


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(17.02.09) - Das kalifornische Silicon Valley kann wohl als das Eldorado für Informatiker bezeichnet werden. Was treibt jemanden, der dort acht Jahre lang erfolgreich für IBM an Datenbanksystemen geforscht hat, an die Technische Universität Berlin? Warum schlug er Angebote aus Hamburg und Tübingen zugunsten Berlins aus? Seit Juni 2008 leitet der Spezialist für Datenbanken und Cloud-Computing das Fachgebiet Datenbanksysteme und Informationsmanagement der TU Berlin, um eine neue Generation von Internet-Suchmaschinen zu schaffen.

Google, so erläutert der 37-jährige, sei eigentlich ziemlich einfach. "Die Suchmaschine reproduziert lediglich Informationen, die bereits im Netz stehen. Wir wollen eine Suchmaschine programmieren, die von vielen verschiedenen Quellen Informationen sammelt und in der Lage ist, diese zu aggregieren - so, dass neue Information entsteht", sagt Markl. Voraussetzung dafür sei es, dass Anfragen auf Tausenden von Computern blitzschnell gleichzeitig bearbeitet werden können.

"Mein Ziel ist es, Berlin als Kompetenzzentrum für Cloud-Computing und Informationsverarbeitung zu etablieren", präzisiert Prof. Dr. Volker Markl, Technische Universität Berlin, Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik, Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme. Mit einer solchen Anwendung könnten die Wissenschaftler auch Marktforschung betreiben oder eine Art Stimmungsbarometer schaffen. Die neue Suchmaschine könnte zum Beispiel vor einer Wahl die Blogs und Postings nach der aktuellen Stimmung untersuchen und auswerten oder anhand der Einträge in relevanten Foren versuchen, den nächsten deutschen "Superstar" vorherzusagen.

Für die Studierenden bringt Professor Markl nicht nur fachlich viel Neues ein. "Informationsmanagement hat an der TU Berlin bislang nicht die Rolle gespielt, die das Fach künftig spielen wird", sagt er; und will Studierende auch dazu ermuntern, gute Ideen und Konzepte selbst umzusetzen, indem sie Firmen gründen. Die Geschichten über erfolgreiche Internet-Start-ups, über die andere in Büchern gelesen haben, hat er live erlebt. Patenturkunden an den Wänden seines Büros zeugen vom Erfolg seiner "Geistesblitze". Mehr als 20 Erfindungen hat Professor Markl bereits zum Patent angemeldet.

Und außerdem: "In Berlin und Potsdam gibt es am Hasso-Plattner-Institut, an der FU Berlin und an der HU Berlin interessante Fachleute, mit denen gemeinsam ein solches Vorhaben gelingen kann", sagt Markl. (Technische Universität Berlin: ra)

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