- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Hintergrund

Im ITSM hat sich ITIL zum Standard entwickelt


Agilität hoch im Kurs: Klassische ITSM-Methoden auf dem Prüfstand
Agilität und ITSM-Methoden müssen jedoch keine Gegensätze bilden

- Anzeigen -





Es gibt kein Vorbeikommen mehr an agilen Prozessen: Das Thema beschäftigt die deutschen Unternehmen gleichermaßen wie die internationalen. Nach der IT-Entwicklungsabteilung hat die Welle der Agilität schon lange auch das IT-Service-Management (ITSM) erreicht. Dabei dreht sich alles um die Idee, Prozesse zu verschlanken, Bereitstellungsszyklen zu verkürzen, flexibler in der Leistungserbringung zu sein und schneller auf veränderte Anforderungen im Markt reagieren zu können. Vermehrt stellt sich daher die Frage, ob die traditionellen ITSM-Methoden noch mithalten können und in der Lage sind, die neuen Aufgaben zu erfüllen.

"Regelwerke wie COBIT, ITIL und Co. werden häufig als starre Rezeptbücher missverstanden. So machen sich die Verantwortlichen jedoch letztlich zur Geisel dieser Standards und verschließen sich vor agilen Prozessen", erläutert Martin Beims, geschäftsführender Gesellschafter der aretas GmbH. Eine zu enge Ausrichtung auf Standards kann den individuellen Anforderungen der Unternehmen oft nicht gerecht werden. Stehen die klassischen ITSM-Methoden im Widerspruch zur Agilität? Oder ist beides vereinbar?

Zu hohe Erwartungen?
Im ITSM hat sich ITIL zum Standard entwickelt. "Viele Unternehmen haben daher die Prozesskompetenz ihrer Mitarbeiter nach ITIL zertifizieren lassen", so Beims. "Die anfängliche Euphorie ist aber verflogen: Ein Problem bei der starken Orientierung auf ein Regelwerk besteht darin, dass die Frameworks stets umfangreicher werden. Dadurch besteht die Gefahr, dass diese sich zum Selbstzweck entwickeln." Vor allem mittelgroße Unternehmen klagen zunehmend darüber, dass das Kompendium viel zu detailliert sei, um es praktisch zu nutzen.

ITIL hat dazu beigetragen, dass der Pragmatismus im ITSM teilweise durch eine von Bürokratie geprägte IT abgelöst wurde. Nun bewegt sich die industrielle Entwicklung genau in die Gegenrichtung – weg von starren Strukturen, hin zu mehr Agilität. Cloud Computing, Multi Vendor Service Modelle, BYOD bei Anwendern und innerhalb der IT sind Trends, gegen die sich keine Organisation verschließen kann. Die klassischen ITSM-Methoden scheinen keine passende Antwort auf diese Entwicklungen zu liefern. Neue Best Practice-Ansätze wie IT4IT versuchen diese Lücke zu füllen, strukturieren aber letztlich im Wesentlichen bestehende Gedanken und Modelle neu. Agile Ansätze mit ihren Grundsätzen wie Eigenverantwortlichkeit der Teams und kurzen Entscheidungswegen sind keine Modeerscheinung, sondern als Reaktion auf träge Organisationsverhältnisse entstanden.

Umdenken erforderlich
Seit Längerem stellt sich die Frage, ob ein nach verbindlichen Prozessen ablaufendes ITSM überhaupt noch zeitgemäß sei. Welche Bedeutung kann ITSM angesichts dieser Veränderungen noch haben? Denn: In der bisherigen Form passen die bekannten Prozesse nicht mehr zu den zukünftigen Anforderungen, weil die Unterstützung der agilen Welt nicht ohne weiteres mit dem herkömmlichen Prozessdesign abgedeckt werden kann. "ITSM muss daher grundlegend umgedacht werden und Agilität sich zum neuen Selbstverständnis entwickeln", betont Beims. "Dabei stellt die zunehmende Fokussierung auf Cloud, Virtualisierung und DevOps einen der zentralen Einflussfaktoren für agile ITSM-Verhältnisse dar."

Agilität und ITSM-Methoden müssen jedoch dabei keine Gegensätze bilden. Auch wenn die geläufigen Regelwerke oft starre Strukturen aufweisen, so haben sie durch ihre Best-Practice-Lösungen einen erheblichen Mehrwert für die Organisation und erweisen sich bisher noch als alternativlos. Und wer sich die Mühe macht, zum Beispiel die ITIL Literatur etwas genauer anzuschauen, wird feststellen, dass Gedanken wie DevOps dort durchaus eine Rolle spielen, wenn sie auch einen anderen Titel tragen. Die klassischen ITSM-Methoden sind in der Lage, den Rahmen für agiles Handeln zu bilden, innerhalb dessen flexibel agiert werden kann. Besonders wichtig hierbei: Es braucht in digitalisierten Zeiten ein agiles IT-Service-Management, das flexibel mit Zielen und Rahmenbedingungen umgehen kann und stärker mit den Business-Bedürfnissen verzahnt ist.

"Ein agil ausgerichtetes ITSM muss der nächste Entwicklungsschritt sein", unterstreicht Beims. "Und dazu gehört auch immer noch ITIL. Das Kompendium ist zwar kein Allheilmittel, aber es bietet eine breite Palette an möglichen Lösungen und kann die Leitplanken schaffen, die es für agiles Handeln braucht." Allerdings setzt dies eine hohe Ziel- und Resultatorientierung der IT-Organisation voraus.

Agiler Lebenszyklus
Kennzeichnend für ein agiles ITSM ist die Anwendung der agilen Prinzipien auf die Prozesswelt in der IT, um eine durchgängige flexible Unterstützung bis zur fertigen Lösung zu schaffen. Denn nur so lassen sich nachhaltig kurze Time-to-Market-Zeiten bei gleichbleibender Stabilität erreichen. Daneben sollte der agile Gedanke in der gesamten IT-Organisation nachhaltig angenommen und umgesetzt werden. Dies bedeutet letztlich eine Transformation der Organisationskultur, an der alle Mitarbeiter teilhaben. Deshalb reicht es nicht aus, die agilen Prinzipien nur auf die Projektwelt anzuwenden. Vielmehr muss die gesamte IT einen Wandel hin zu einer flexiblen, schnell anpassungsfähigen und kundenorientierten Organisation vollziehen.

Hierfür brauchen Teams Raum für Flexibilität und Kreativität und dementsprechend ein hohes Vertrauen seitens des Managements. Ziel dabei sollte stets sein, dass IT-Organisationen im gesamten Service-Lebenszyklus die Agilität leben. So sind Unternehmen auch für die künftigen Veränderungen im Markt gerüstet. (aretas: ra)

eingetragen: 20.03.18
Newsletterlauf: 27.04.18

aretas: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Hintergrund

  • Alles richtet sich nach der Multi-Cloud

    Die Cloud ist für viele Unternehmen heute selbstverständlicher Teil ihres Betriebs. Entsprechend entwickeln sich die individuellen Anforderungen der Unternehmen stetig weiter. Immer mehr von ihnen suchen professionelle Cloud-Berater, anpassbare Services und Multi-Cloud-Technologien. Dieses Angebot leisten Cloud Service Provider der nächsten Generation - sie halten mit dem schnell wachsenden Cloud-Ökosystem und den neuen Kundenanforderungen Schritt. Lee James, CTO EMEA bei dem Next-Gen-Cloud-Service Provider Rackspace, beobachtet genau, wie sich die Cloud-Branche verändert - und verrät Ihnen seine Prognose für die Cloud- und Technologie-Trends 2019.

  • Backup und Disaster Recovery

    Der Storage-Markt ist in Bewegung. In der Einschätzung von Arcserve werden vor allem drei Trends den Markt für Backup und Disaster Recovery bestimmen: Kostenprobleme in der Public Cloud, künstliche Intelligenz und sich selbst verwaltende Service-Dienstleistungen. Die Komplexität von IT-Infrastrukturen und neue Cloud-Technologien werden Hersteller, den Channel und die Kunden zusätzlich vor neue Herausforderungen stellen. 2018 war vor allem von anspruchsvolleren Ransomware-Attacken und von der neuen Datensicherungsregelung der DSGVO bestimmt. Viele Cloud-First-Sicherungsstrategien endeten in unerwartet hohen Kosten und einem erhöhten Datenverlust-Risiko. Arcserve sieht die Verantwortlichen und den Markt für Datensicherung und -Wiederherstellungen vor den folgenden Herausforderungen.

  • IT-übergreifende Automatisierungsstrategie

    Laut Schätzung des Marktanalysten Gartner werden CIOs bis 2023 mehr als das Dreifache der Endgeräte verantworten, als sie aktuell verwalten. Ohne technologische Unterstützung werden sie diese Aufgabe auf Dauer kaum bewältigen können. Doch welche Technologiethemen sollten CIOs 2019 im Blick behalten, wenn es um die Vereinheitlichung des IT-Betriebs und den Abbau von Silos geht? Ivanti hat vier Fokusbereiche im IT-Servicemanagement identifiziert: Künstliche Intelligenz unterstützt ITSM-Prozesse Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (KI) finden in den kommenden fünf Jahren einen großflächigen Eingang in das ITSM. Artificially Intelligent Service Management (AISM) wird dabei im ersten Schritt das traditionelle Service Management ergänzen. Die zentralen Stärken für KI liegen im Incident und Request Management, indem sie Vorfälle und Anfragen interpretiert, bevor diese in das traditionelle IT-Servicemanagement eingesteuert werden.

  • IoT in Supply-Chain-Initiativen und Logistik

    Um es mit den Worten des britischen Schriftstellers Douglas Adams zu sagen: Das Internet der Dinge ist groß. Wirklich groß. Sie mögen denken, dass die Datenmenge, mit der Sie in Ihrem Unternehmen zu tun haben riesig ist - denn laut der IDG IoT Studie 2018 hat bereits ein Fünftel der befragten Unternehmen IoT-Projekte umgesetzt. In Wahrheit aber sind das nur Peanuts im Vergleich zu dem Volumen an Daten, das von vernetzten Fahrzeugen und IoT-fähigen Lieferketten erzeugt wird. Ganz zu schweigen von der Vielfalt an Datentypen und der Geschwindigkeit, mit der sie generiert werden. Dass der Umgang mit diesen Daten eine große Herausforderung ist, liegt auf der Hand. Was gilt es also zu beachten?

  • Beginn der Petabyte-Ära

    Neue Technologien und wirtschaftliche Interessen verändern die IT und damit auch die Anforderungen an die Datenspeicherung und -sicherheit. Für das kommende Jahr lassen sich schon heute vier grundlegende Trends identifizieren. Früher war die Datenverwaltung im Petabyte-Format eine Herausforderung, der sich nur große Unternehmen stellen mussten. Mit der Verzehnfachung der Datenmenge (laut IDC) beginnt die Petabyte-Ära jetzt auch für mittelständische Unternehmen. Was früher eine Ausnahme war, wird sich zum Standard für KMU entwickeln, denn mittelständische Unternehmen erleben gerade schmerzhaft, dass ihre IT-Architektur für dieses Datenwachstum nicht ausgelegt ist.

  • Datenvirtualisierung, KI und Cloud

    Denodo, ein Unternehmen im Bereich der Datenvirtualisierung, hat für das Jahr 2019 drei Top-Tech-Trends identifiziert. Neben Künstlicher Intelligenz und modernen Datenvirtualisierungs-Tools wird sich auch die Cloud neu erfinden. Maschinelles Lernen für Unternehmen ein Muss: Auf KI-gestützte Analytik wird noch weiter an Bedeutung gewinnen, da immer mehr Tools entwickelt werden, die die Nutzung von KI-Techniken in allen Anwendungsbereichen erleichtern und Hürden abbauen. Die Ergebnisse dieser Techniken sind jedoch nur so gut wie die Daten, die damit verarbeitet werden. Da Data Scientists bereits jetzt mehr als 80 Prozent ihrer Zeit mit der Ermittlung, Integration und Aufbereitung von Daten verbringen, wird auch die Nachfrage nach Technologien für die Datenbereitstellung deutlich steigen. Als Schlüsselfaktor wird sich hier die Datenvirtualisierung weiter etablieren, die alle relevanten Daten für sämtliche im Unternehmen verwendeten Applikationen in dem jeweils benötigten Format bereitstellen kann und damit wesentlich zur Produktivität von Data Scientiest beitragen wird.

  • In der Cloud nach neuen Möglichkeiten suchen

    Eine Prognose, die für das Jahr 2019 sicher ist, ist das Cyberkriminelle immer innovative Wege beim Ausnutzen von Sicherheitslücken finden werden. Hacker haben weiterhin IoT-Geräte auf ihrem Radar, und sie werden in der Cloud nach neuen Möglichkeiten suchen, um gefährdete Anwendungen anzugreifen. Die Verteidiger müssen daran arbeiten, effektivere Sicherheitslösungen zu finden, die das Budget nicht überfordern. Hier lesen Sie die Zscaler-Vorhersagen für die wichtigsten Sicherheitstrends für das kommende Jahr. Angriffe auf bestimmte Cloud-Anwendungen werden zunehmen. Da immer mehr Unternehmen Workloads und Daten auf Anwendungen wie Office 365 und Workday verlagern, werden Hacker neue Angriffe speziell für diese Anwendungen entwickeln. Sie werden spezielle Exploits verwenden, um Zugriff auf die Anwendung selbst zu erhalten und nicht nur auf die Benutzerdaten.

  • Die digitalen Business-Trends im Jahr 2019

    Intelligent Enterprise, Fokus auf Datenqualität, Agile Business: nachdem der Mehrwert der Digitalisierung in allen Branchen angekommen ist, steht das Jahr 2019 ganz im Zeichen der Integration von einzelnen Trends in ganzheitliche und übergreifende Lösungen. Arithnea zeigt, was Unternehmen im digitalen Business im Jahr 2019 erwarten wird. Agile Business Development: Unternehmen müssen noch schneller auf Veränderungen im Markt reagieren. Heute bleibt keine Zeit mehr, langjährige Pläne für strategische Initiativen zu entwickeln, die bis zur tatsächlichen Umsetzung schon wieder überholt sind. Der Trend geht daher immer mehr dazu über, mehrere kleinere und vor allem kostengünstigere Projekte als eine Art Testballon zu starten - agile Business Development ist hier das Keyword.

  • Die nächste DevOps-Welle wird kommen

    Immer mehr Entwickler nutzen Microservices für die Erstellung neuer Apps. Mit deren Hilfe können sie spezifische und auf ihre Anforderungen angepasste Komponenten nutzen, die ihren Job sehr gut erledigen. Sind sie erfolgreich, lassen sie sich schnell und problemlos skalieren. Allerdings erzeugen all diese Komponenten natürlich Daten. Und bei zustandslosen (stateless) Anwendungskomponenten muss man die Daten irgendwo ablegen. Eine Möglichkeit besteht darin, zustandsbehaftete (stateful) Container-Instanzen zu nutzen, die im Zeitverlauf Daten speichern können. Wenn Sie mich fragen, holt diese Lösung aber nicht das Beste aus den Containern oder den Daten heraus. Stattdessen ist es viel sinnvoller, eine Datenbank zu betreiben. Im kommenden Jahr gilt es daher, besser zu verstehen, wie Datenbanken die spezifischen Anforderungen von Anwendungen erfüllen können. Und dies insbesondere so, dass bestehende Applikationen nicht neu geschrieben werden müssen.

  • ERP-Trends: Was 2019 wichtig ist

    Viele Mittelständler in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich den Ausbau ihrer ERP-Lösung vorgenommen. Welche Themen sollten ERP-Verantwortliche dabei für 2019 auf dem Radar haben? Der ERP-Hersteller proALPHA hat aus zahlreichen Studien und einer Vielzahl von Kundengesprächen sieben Fokusthemen identifiziert. Um dem rasanten Wandel der Märkte zu begegnen, passen Unternehmen ihre Geschäftsprozesse laufend an. Die Zahl der Betriebe, die dafür auch ihr ERP-System erweitern, steigt ebenfalls: 62 Prozent planen, ihre ERP-Software in den kommenden 2 Jahren um zusätzliche Funktionalitäten zu erweitern, so eine Studie von PAC. Dabei nehmen sich Mittelständler aus Fertigung und Handel für das kommende Jahr insbesondere sieben Themen vor.