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Analyse zum IT-Beratungsmittelstand


Mittelständische IT-Beratungen schließen zur Spitze auf
20 führende mittelständische IT-Beratungen sind 2017 durchschnittlich um 15,7 Prozent gewachsen - 2018 und 2019 sollen die Umsätze jeweils um 12,1 Prozent steigen

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Immer mehr Unternehmen arbeiten im Zuge ihrer digitalen Transformation mit mittelständischen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen zusammen. Besonders häufig werden sie für Projekte zur Automatisierung von Fach- und IT-Prozessen, IT-Security sowie zur Integration digitaler Lösungen in die IT-Prozesse beauftragt. Somit konnten die von Lünendonk aktuell untersuchten 20 führenden mittelständischen IT-Beratungen mit Hauptsitz in Deutschland im Jahr 2017 insgesamt 3,2 Milliarden Euro an Umsatz erwirtschaften. Das ist ein Anstieg um 12,8 Prozent im Vergleich zu 2016.

Das durchschnittliche Umsatzwachstum der 20 untersuchten IT-Beratungen lag mit 15,7 Prozent sogar noch über dem Durchschnitt aller von Lünendonk analysierten 65 IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland (14,6 Prozent) sowie der 25 führenden IT-Beratungen (13,0 Prozent). "Damit schließen die mittelständischen IT-Beratungen weiter zur Gruppe der 25 führenden IT-Beratungen auf und der Markt konzentriert sich um eine größere Spitze herum", so Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk.

Die Sonderanalyse über die 20 führenden deutschen mittelständischen Unternehmen im IT-Beratungsmarkt führte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder im Rahmen der ab Mitte September verfügbaren aktuellen Lünendonk-Studie "Führende IT-Beratungs- und IT-Service-Unternehmen in Deutschland" und zusätzlich zur Lünendonk-Liste "Die 25 führenden IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland" durch.

In der Analyse zum IT-Beratungsmittelstand werden die zwanzig umsatzstärksten Unternehmen gelistet, die mehr als 60 Prozent ihrer Umsätze mit IT-Beratung, Standard-Software-Einführung, Individual-Software-Entwicklung und Systemintegration erwirtschaften, ihren Hauptsitz bzw. die Mehrheit ihres Grund- und Stammkapitals in Deutschland haben, bei einer Konzernzugehörigkeit mindestens 75 Prozent der Umsätze am externen Markt erzielen und jeweils unter 500 Millionen Euro Umsatz liegen.

Überwiegend zweistellige Umsatzzuwächse
Angeführt wird das Lünendonk-Ranking der deutschen mittelständischen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen von GFT Technologies SE. Während der Umsatz in Deutschland zwar um 10,6 Prozent stieg, ist der Gesamtumsatz mit -0,9 Prozent leicht rückläufig. Der Grund für die Schwächen im internationalen Geschäft sind vor allem Sparmaßnahmen zweier Großkunden aus dem Investment Banking. Die Allgeier SE, die im Vorjahresranking auf dem ersten Platz stand, erzielte 2017 einen Gesamtumsatz von 581,6 Millionen Euro und überschreitet damit das Kriterium der maximalen Umsatzgröße.

Auf dem zweiten Platz im Ranking und mit einem Gesamtumsatz von 329,6 Millionen Euro findet sich SQS wieder. MHP und adesso belegen den dritten beziehungsweise vierten Platz.

Das größte Umsatzwachstum – allerdings sehr stark durch Übernahmen geprägt – erzielten Cosmo Consult AG (+28 Prozent), Conet Technologies Holding GmbH (+27,8 Prozent) sowie SNP AG (+51,2 Prozent). Bezieht man diese Sondereffekte durch Übernahmen nicht mit ein, hat die Senacor Technologies AG mit einem Wachstum des Gesamtumsatzes von 24,9 Prozent die stärkste Entwicklung verzeichnet. Weitere Top-Performer waren Consileon Business Consultancy GmbH (+20 Prozent), Cora Gruppe (+19,6 Prozent), BridgingIT GmbH (+19,8 Prozent) und Sycor GmbH (+18,7 Prozent).

Eine weitere Veränderung in dem Ranking bezieht sich auf die Dabero Service GmbH, die seit Herbst 2017 unter Valantic GmbH firmiert. Die Münchener IT-Beratung hat sich mit einem Umsatzplus von 10,4 Prozent auf Rang 14 positioniert.

Digitaler Wandel wirkt sich auf Kundennachfrage und eigene Planungen aus
Angesichts des sehr guten Geschäftsjahres 2017 rechnen die mittelständischen IT-Beratungen mit einer Fortsetzung des Aufschwungs. Das prognostizierte durchschnittliche Umsatzwachstum liegt bei den untersuchten 20 mittelständischen IT-Beratungen für die Jahre 2018 und 2019 jeweils bei 12,1 Prozent.

Vor allem in Themen rund um Artificial Intelligence (AI) erwarten die befragten mittelständischen IT-Beratungen eine erhöhte Nachfrage ihrer Kunden. "Nachdem es im vergangenen Jahr sehr stark um die Identifizierung und Entwicklung von Use Cases für AI ging, investieren die Unternehmen nun in die konkrete Umsetzung dieser Projekte. Davon profitieren IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen", so Zillmann. Gleiches gilt für Projekte in den Bereichen Blockchain und Robotics. Auch hier planen die Kundenunternehmen aus Sicht der befragten IT-Beratungen, zukünftig stärker zu investieren. Weitere Top-Themen in der konkreten Nachfrageerwartung sind – wie bereits im vergangenen Jahr – die Integration digitaler Lösungen in die IT-Prozesse, Big Data Analytics sowie die Einführung von Cloud Computing-Services.

Zur aktuellen Lünendonk-Studie
Für die Lünendonk-Studie 2018 "Führende IT-Beratungs- und IT-Service-Unternehmen in Deutschland – mit Sonderkapitel zum IT-Mittelstand" wurden auch in diesem Jahr neben über 90 Anbieterunternehmen wieder 100 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen befragt. IT-Dienstleister und deren Kunden erhalten dadurch wichtige Kennzahlen und umfassende Informationen für ihre jeweilige Planung.
(Lünendonk & Hossenfelder: ra)

eingetragen: 18.08.18
Newsletterlauf: 29.08.18

Lünendonk: Kontakt und Steckbrief

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