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Supply Chain Management auf dem Prüfstand


Was eine gute Supply Chain Management-Lösung ausmacht
Leitfaden für die Auswahl geeigneter Supply Chain Management-Software

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Häfen, an denen keine Container bewegt werden, und teils leere Supermarktregale: 2020 war das Jahr, in dem infolge der Corona-Pandemie globale Lieferketten in den Mittelpunkt rückten. Deutlich wurde, dass einige Systeme und Prozesse eines prüfenden Blicks bedürfen, um Störungen zu verhindern oder zumindest abzufedern. Eine weitere Erkenntnis: Wer als Anbieter eines Produkts von einer Störung der Lieferkette betroffen ist, läuft Gefahr, Marktanteile an reaktionsschnellere, Cloud-fähige Wettbewerber zu verlieren. Anpassungsfähige, integrierte Lieferketten sind in Zukunft also gefragt, um einen möglichst reibungslosen Warenfluss und damit die Wertschöpfung sicherzustellen. "Wer erfolgreich am Markt operieren will, kommt nicht umhin, das Supply Chain Management künftig als wichtigen Eckpfeiler der Unternehmensstrategie zu denken", erklärt Terri Hiskey, Vice President SCM und Manaufacturing Product Marketing bei Oracle.

Für Unternehmen stellt sich also die Aufgabe, das eigene Supply Chain Management (SCM) auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls zu modernisieren. In vielen Fällen bedeutet dies, sich am Markt nach einer neuen SCM-Lösung umzusehen. Welche Fragen Entscheider den Anbietern entsprechender Software stellen sollten, hat die Oracle Expertin zusammengestellt.

Sind alle Supply-Chain-Anwendungen vollständig integriert?
Eine fehlende Integration zwischen den Anwendungen innerhalb der Lieferkette und darüber hinaus, allen voran mit der ERP-Lösung, führt dazu, dass Endanwender keinen Überblick über die Abläufe im Unternehmen haben. Und das wirkt sich unweigerlich auf die Qualität und Geschwindigkeit von Geschäftsentscheidungen aus. Sobald Disruptionen am Markt auftreten, erschweren nicht integrierte Systeme im Extremfall die Anpassung der Prozesse.

Viele entscheidende Geschäftsprozesse erstrecken sich über mehrere Funktionsbereiche, wie zum Beispiel Forecast-to-Plan, Order-to-Cash und Procure-to-Pay. Falls die Anwendungen nicht über die gesamte Bandbreite der Prozesse hinweg integriert sind, entsteht schnell Unklarheit, welche Daten aus welchen Systemen zu extrahieren und zu verwenden sind. All diese Probleme erhöhen die Betriebskosten und erschweren es einem Unternehmen, sich an Veränderungen anzupassen. Außerdem ist die IT-Abteilung mit Wartungsaufgaben beschäftigt, anstatt sich auf strategischere Projekte zur Unterstützung des Geschäftswachstums zu konzentrieren. Verhindern lässt sich dies, wenn die gewählte Lösung von Anfang an über eine Integration verfügt.

Ist der Anbieter bei der Bereitstellung von Funktionen abhängig von Partnern?
Klarheit darüber, welche Produkte innerhalb der Lösung zum Anbieter gehören und welche von Partnern entwickelt wurden, ist unverzichtbar. Gibt es ein einziges Service Level Agreement für die gesamte Lösung? Arbeiten die Entwicklungsteams der verschiedenen Organisationen gemeinsam an einer Roadmap, in der die Technologien aufeinander abgestimmt werden? Liegt ihre Priorität auf der gemeinsamen Entwicklung einer besseren Lösung oder auf der Verbesserung ihrer eigenen Technologie? Wirken sie aktiv darauf hin, einen einfachen Datenfluss innerhalb der Supply-Chain-Lösung sowie im Austausch mit anderen Systemen wie dem ERP zu ermöglichen? Sind sie in der Lage, auftretende technische Probleme zu lösen und den Kundensupport zu optimieren? Wenn der Anbieter nicht in der Lage ist, diese grundlegenden Anforderungen zu erfüllen, ist die Gefahr groß, dass der Kunde mit ständigen Hindernissen in seinen Lieferkettenabläufen konfrontiert wird.

Wurde die Lösung für die Cloud entwickelt?
Der Einsatz einer Lösung eines Anbieters, die auf Anwendungen unterschiedlichen Ursprungs basiert, kann dazu führen, dass Nutzer es am Ende mit einer Reihe nicht harmonierender Anwendungen ohne gemeinsames Datenmodell und mit verschiedenen Benutzeroberflächen zu tun haben. Das führt zur Ineffizienz im Umgang mit der Lösung sowie im Datenaustausch zwischen den Modulen. Und auch das Deployment von Aktualisierungen sowie das Versionsmanagement werden erschwert. Das Resultat ist nicht selten eine größere Zahl an notwendigen Ausfallzeiten durch verteilte Updates.

Verstärkt werden diese Herausforderungen, wenn sie in einer On-Premises-Umgebung gemeistert werden müssen und gegebenenfalls Anpassungen von Geschäftsprozessen und -modellen erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, insbesondere für unternehmerische Kernsysteme eine Cloud-Lösung in Betracht zu ziehen, die Anwender dabei unterstützt, abteilungsübergreifende Geschäftsprozesse nahtlos zu vernetzen, und die sicherstellt, dass Aktualisierungen leicht umgesetzt werden können.

Sind maschinelles Lernen, IoT-Funktionen und Blockchain in die Supply-Chain-Anwendungen integriert?
Bewirbt ein Anbieter fortschrittlicher Technologien nur in Rahmen von Pilotprojekten? Oder handelt es sich um Insellösungen, die auf einer separaten Plattform gehostet werden? Anhand dieser Fragen lässt sich schnell beantworten, ob und wie tief die Verankerung neuester Technologien in die entsprechende SCM-Lösung tatsächlich fortgeschritten ist.

Wie im Consumer-Umfeld wollen auch Business-Kunden heute mehr wissen als nur, ob ein Artikel vorrätig ist. Sie erwarten Tracking-Optionen und Meldungen zum voraussichtlichen Lieferdatum. Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Blockchain und Internet of Things (IoT) können diese Transparenz über die gesamten Lieferkette hinweg herstellen. Zugleich geben sie Entscheidern die Tools an die Hand, mit denen sie Engpässe in der Supply Chain frühzeitig erkennen können und die sie zudem in die Lage versetzt, schnell zu handeln. Damit eine solche vollständige Transparenz in der Lieferkette hergestellt werden kann, ist es entscheidend, dass KI, Blockchain und IoT im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes in die SCM-Lösung integriert sind.

Darüber hinaus empfiehlt es sich darauf zu achten, dass sich die gesamte Lösung grundsätzlich entsprechend integrationsfähig zeigt und sich in den unternehmerischen Technologie-Stack gut einfügen lässt. Ziel sollte es sein, eine einfache Integration im Unternehmen und gegebenenfalls mit Anwendungen von Drittanbietern zu gewährleisten.

Terri Hiskey ergänzt: "Oracle Cloud SCM wurde speziell für das Ökosystem der Lieferkette entwickelt und umfasst verschiedene Module wie beispielsweise Anwendungen für vernetzte Logistik, intelligente Fertigung und vernetzte Anlagen. Insbesondere punktet das Lösungspaket damit, dass es auf eine einheitliche Datenbasis zurückgreifen kann und dadurch horizontale Transparenz über Abteilungsgrenzen hinweg schafft – eine wertvolle Grundlage für agiles Handeln."
(Oracle: ra)

eingetragen: 13.08.21
Newsletterlauf: 22.10.21

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Meldungen: Tipps und Hinweise

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  • CSPM-Tools eine Erleichterung

    Mit zunehmender Mobilität der Daten und dem Ausbau von Multi-Cloud-Umgebungen kommen einige Herausforderungen auf IT-Teams zu. Es ist schwer, einheitliche Richtlinien umzusetzen und den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu kommen Einschränkungen aufgrund zu niedrig angesetzter Budgets und dem Fachkräftemangel in der Branche. Die Bedrohungslandschaft bleibt derweil agil und passt sich stetig an. Welche Fehler werden am häufigsten begangen und wie sollte man damit umgehen? Im Vergleich zu On-Premise-Umgebungen mangelt es bei der Verlagerung in die Cloud erheblich an Transparenz im Bereich Sicherheit und der Einhaltung von Vorschriften. Öffentliche Cloud Computing-Umgebungen erfordern die Fähigkeit, die in einem anderen physischen Raum befindlichen Ressourcen zu sehen und zu kontrollieren. Im Modell der geteilten Sicherheitsverantwortung ist der Kunde der öffentlichen Cloud für die Sicherung seiner Daten und Daten-Ströme verantwortlich. Die Komplexität wird, durch die sich ständig ändernden Cloud-Ressourcen, noch erhöht. Native Cloud-Technologien, beispielsweise serverlose Anwendungen, bringen neue Herausforderungen mit sich, wenn sie an Umfang zunehmen. Insbesondere serverlose Anwendungen bestehen oft aus Hunderten von Funktionen, was die Verwaltung all dieser Daten und der Dienste sehr unhandlich macht.

  • Tipps zur Sicherung von Cloud-Umgebungen

    Das Identity and Access Management (IAM) wird in der Cloud oft noch stiefmütterlich behandelt, warnen die Sicherheitsspezialisten von Radware. Und dies, obwohl nach einer eigenen Studie bereits 70 Prozent aller Produktivanwendungen in öffentlichen Clouds betrieben werden. Das bedeutet, dass Cloud-Sicherheit zunehmend zum Synonym für Cybersicherheit wird. Laut Gartner werden bis 2023 drei Viertel aller Sicherheitsmängel in der Cloud auf eine unzureichende Verwaltung von Identitäten, Zugriffen und Berechtigungen zurückzuführen sein. In der öffentlichen Cloud gehostete Workloads sind jetzt per Definition remote. Der gesamte Zugriff erfolgt über eine Remote-Verbindung unter Verwendung von Mechanismen und APIs, die vom Hosting-Anbieter der öffentlichen Cloud bereitgestellt werden. Administratoren haben keine physische Kontrolle mehr über ihre Ressourcen, und der gesamte Zugriff auf ihre Ressourcen erfolgt aus der Ferne. Hacker, böswillige Akteure und andere nicht autorisierte Dritte können jedoch grundsätzlich über dieselben standardisierten Protokolle, APIs und Zugriffsmethoden auf dieselben Ressourcen zugreifen. Der Schutz vor Bedrohungen in der öffentlichen Cloud beginnt daher laut Radware mit der Sicherung von Berechtigungen und dem Identitäts- und Zugriffsmanagement.

  • Vorteile der Hybrid Cloud für E-Commerce

    Die Covid-19-Pandemie hat dem bereits darbenden Einzelhandel stark zugesetzt und noch mehr Einkäufe in die Onlineshops verlegt. Es gilt als sicher, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird und sich die Einkaufsgewohnheiten vieler Menschen weiter in Richtung Online verschieben werden. Um zu überleben, müssen stationäre Händler ihre Angebote anpassen - und in E-Commerce-Infrastruktur investieren. Mehr Onlineshop zu wagen, wird manchen Händler vor große Herausforderungen stellen, hält aber gleichsam auch Chancen bereit, für die Zukunft gerüstet zu sein. Anbietern jeder Größe eröffnet sich ein Weg, sich ein Stück vom Kuchen eines boomenden Marktes zu sichern. Dort tummeln sich allerdings - neben Platzhirschen wie Amazon und anderen Online-Größen - Tausende anderer Händler. Um in diesem Habitat mit über Jahrzehnten gewachsenen und durch Milliarden von Kaufprozessen gestählten Webstores bestehen zu können, müssten sie eine durchaus respektable Investitionsleistung in ihren Onlineauftritt aufbringen. Tun sie das nicht, stünde unter Umständen das Überleben des eigenen Unternehmens auf dem Spiel.