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Digitaltrends für 2020


Cloud-Lösungen stellen heute eine zentrale Säule für erfolgreiche Digitalisierungsstrategien
Dabei werden sich die flexiblen Bereitstellungsmodelle über hybride Multi-Cloud-Strukturen weiter ausbreiten und stärker diversifizieren

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Technologien wie Künstliche Intelligenz und die Cloud entwickeln sich rasant weiter und werden auch in 2020 zu den dominierenden Themen der Digitalisierung gehören. Doch die Hürden auf dem Weg zur erfolgreichen Implementierung werden dank innovativer Lösungen wie Datenvirtualisierung immer kleiner.

1. Künstliche Intelligenz für Conversational Analytics
Künstliche Intelligenz ist in den vergangenen Jahren immer stärker auf das Radar von Unternehmen gerückt. Dabei dominierte vor allem das große Potenzial durch effizientere Prozesse und Automatisierung. Echte Use Cases waren bisher hingegen rar gesät. Das wird sich 2020 ändern: Die Verzahnung von KI mit Sprachassistenten wie Google und Alexa wird die Customer Experience auf ein neues Level heben. Natural Language Processing (NLP) hilft dabei, Kundenanfragen besser zu verstehen und schneller weiterzuverarbeiten, indem diese in analysierbare Daten konvertiert werden.

So lassen sich diese leichter durch Analyse-Tools auslesen und Unternehmen können ihr Angebot besser personalisieren und Zielgruppen treffgenauer definieren. Auch Datenvirtualisierung wird sich hier als Schlüsselfaktor etablieren. Die Technologie ermöglicht es, alle relevanten Daten in dem jeweils benötigten Format bereitzustellen und kann damit zur Produktivität der Data Scientists beitragen. Gartner prognostizierte dieses Jahr, dass 2020 bereits 50 Prozent aller analytischen Abfragen durch Suche, NLP oder automatisierte Software-Anfragen generiert wird.

2. Der Digital Twin auf dem Vormarsch
Ein digitaler Zwilling ist die digitale Darstellung eines physikalischen Objekts oder Systems. Digital Twins werden verwendet, um ein virtuelles Duplikat von physischen Objekten mit Hilfe von Sensoren durch computergestütztes Design (CAD) und Modellierungssoftware zu erstellen. Digitale Zwillinge werden während der Produktentwicklung verwendet, um die Produktleistung und das Produktionssystem zu simulieren sowie Prognosen und Bewertungen aufzustellen, ehe in physische Prototypen und Anlagen investiert wird. Durch Simulationsmodellierung, Datenanalyse und maschinelles Lernen sind Digital Twins in der Lage, den Bedarf an Prototypen zu reduzieren. So verkürzt sich die Entwicklungszeit, während sich die Qualität des Endprodukts verbessert.

Die meisten Analysten sind der Auffassung, dass der verstärkte Einsatz von Digital Twins mit dem Vormarsch des Internet of Things (IoT) einhergeht. Laut einer aktuellen IoT-Implementierungsstudie von Gartner "verwenden 13 Prozent der Unternehmen, die Projekte im IoT-Bereich verfolgen, bereits Digital Twins, während 62 Prozent entweder dabei sind, entsprechende Prozesse zu implementieren oder dies planen." Die zunehmende Popularität von digitalen Zwillingen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sie die Gestaltung von IoT-Ökosystemen erheblich vereinfachen und gleichzeitig deren Effizienz steigern.

3. Stärkere Diversifizierung durch hybride Multi-Cloud
Cloud-Lösungen stellen heute eine zentrale Säule für erfolgreiche Digitalisierungsstrategien dar. Dabei werden sich die flexiblen Bereitstellungsmodelle über hybride Multi-Cloud-Strukturen weiter ausbreiten und stärker diversifizieren. Diese erlaubt es Unternehmen, ihre Infrastruktur exakt auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden und die Vorteile aller Plattformen zu nutzen. Zum Beispiel können Unternehmen riesigen Mengen an unsensiblen Daten in Public Clouds speichern, während sensible Kundendaten in Private Clouds gehalten werden und die On-Premises-Infrastruktur für die Bearbeitung von KI/ML-Workloads genutzt wird.

Zudem bietet die Multi-Cloud-Architektur Schutz vor Ausfällen. Wenn ein Cloud-Service ausfällt oder offline geht, hat der Nutzer die Möglichkeit, mit einer anderen Cloud zu arbeiten. Datenschutz und Disaster Recovery sind das Fundament für die erfolgreiche Implementierung einer Multi-Cloud-Architektur. Viele Multi-Cloud-Umgebungen unterstützen Unternehmen bei der Einhaltung von Governance-, Risikomanagement- und Compliance-Vorschriften. Um die unterschiedlich gelagerten Datensätze zuverlässig bereitzustellen und zu strukturieren, wird zudem Datenvirtualisierung stärker in den Vordergrund rücken, um die volle Kontrolle über komplexe Hybrid-Cloud-Infrastrukturen zu gewährleisten und agil zu bleiben. Datenvirtualisierung erleichtert den Zugriff auf fragmentierte Daten und modernisiert die Infrastruktur ohne Einbuße bei Geschwindigkeit oder Funktionsfähigkeit und wird also im Bereich der hybriden Architekturen eine immer wichtigere Rolle spielen. (Denodo: ra)

eingetragen: 28.12.19
Newsletterlauf: 19.02.20

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Meldungen: Hintergrund

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    Mit E-Evidence schickt sich ein neues, internationales Regelwerk an, Daten über Landesgrenzen hinweg für Behörden verfügbar zu machen. Fordert beispielsweise die Justizbehörde in Griechenland die Nutzerdaten eines deutschen Kunden an, so soll es zukünftig möglich sein, den deutschen Cloud Computing-Anbieter zur Herausgabe dieser Daten zwingen zu können. Davon betroffen sind alle Informationen, die dem Cloud Computing-Dienstleister über seinen Kunden zur Verfügung stehen: Angefangen von den gespeicherten Inhalten bis hin zu den Metadaten bezüglich des Zeitpunkts der Datenübertragung, IP-Adresse des Absenders sowie den Empfänger der Datenpakete.

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    Das Jahr 2020 hat viel sicher Geglaubtes über Bord geworfen, Trends angestoßen und Entwicklungen beschleunigt - gerade in Bezug auf die digitale Transformation. Aber wie geht es jetzt weiter? Matthias Golombek, CTO bei der Exasol AG, Nürnberger Anbieter einer In-Memory-Datenbank, sieht im Bereich Data Analytics fünf wichtige Entwicklungen auf uns zukommen, die er in den folgenden Punkten - und ausführlicher in unserem Whitepaper - beschreibt: Für 2021 erwarten wir, dass CDOs nicht mehr nur für das Management und die Sicherung der Daten verantwortlich sind, sondern vielmehr auch bei der Festlegung von Strategien für Datenethik eine entscheidende Rolle spielen werden. Da immer mehr CDOs eingesetzt werden, zeichnet sich ab, dass diese neuen Hoffnungsträger großen Einfluss auf die Gestaltung ethischer Standards haben werden. Dabei bewegen sie sich auf einem schmalen Grat zwischen Vertrauen auf der einen Seite und der Nutzung von Innovationen im Bereich Daten auf der anderen Seite. Dieses Spannungsfeld wird sich durch den verstärkten Einsatz von KI und Machine Learning weiter verschärfen.

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    Rechenzentren müssen hohen Ansprüchen genügen. Bislang galten diese Anforderungen hauptsächlich ihrer Leistung und der Sicherheit. In den nächsten Jahren unterliegen Rechenzentren einer wesentlich weitgreifenderen Entwicklung. Die wichtigsten Trends: Höhere Energieeffizienz, Etablierung von Stoffkreisläufen, Entwicklung hin zu Zero-Waste. Durch die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung zusätzlichen Schwung erhalten. Diese Entwicklung stellt auch Rechenzentren vor neue Anforderungen. Denn Rechenzentren sind das infrastrukturelle Rückgrat der Digitalisierung. Jede IT-Anwendung erfordert Rechenprozesse in einem Rechenzentrum. Daher muss in den nächsten Jahren das Augenmerk nicht nur auf die Vorteile der Digitalisierung - etwa durch die energetisch optimierte Verkehrssteuerung oder durch die Einsparung von Milliarden von Reisekilometern durch den Umstieg auf Videokonferenzen - gelegt werden. Mindestens genauso wichtig ist es, auch die andere Seite der Medaille zu beachten und die IT bzw. die Rechenzentren einem kritischen Blick zu unterwerfen und Optimierungspotentiale zu realisieren. Stefan Maier, Geschäftsführer bei Prior1, zeigt auf, welche Entwicklungen für Rechenzentren 2021 und darüber hinaus besonders wichtig werden.

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