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Cloud Computing und Datenschutzrecht


Novell weist darauf hin: Datenschutzgesetze drohen Cloud-Prinzip im Keim zu ersticken
Wenn die Cloud-basierte Verarbeitung von Personendaten außerhalb der EU stattfindet, ist dies laut dem deutschen Datenschutzrecht nicht zulässig

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(04.09.09) - Das Prinzip Wolke verspricht zunächst einmal eins: Freiheit. Cloud Computing bietet Dienstleistungen, die völlig ortsunabhängig sind und somit an jedem Ort der Welt erbracht werden können. So jedenfalls in der Theorie. In der Praxis hingegen werden der Cloud Computing-Freiheit nach Meinung der Infrastruktur-Software-Anbieterin Novell ziemlich enge Grenzen gesetzt. So stellt Gernot Keckeis, Director Identity & Security Management, Novell DACH, fest:

"Wenn die Cloud-basierte Verarbeitung von Personendaten außerhalb der EU stattfindet, ist dies laut dem deutschen Datenschutzrecht nicht zulässig. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix hervor. Diese Festellung ist erschreckend. Im Grunde bedeutet das nämlich, dass sich über kurz oder lang länderspezifische Datenmonopole bilden werden. Das ist nicht nur politisch gefährlich. Vor allem vergrößert sich dadurch die Angriffsfläche von professionellen Hackern, die dann gezielt einzelne Länder anvisieren können."

Lesen Sie zum Thema "Datenschutzrecht und Compliance" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

Natürlich haben viele Unternehmen Sicherheitsbedenken, wenn es um Cloud Computing geht. Diese Sorgen sind berechtigt, wenn in Unternehmen keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Besonders wenn es um den Schutz von sensiblen Daten geht, ist es unumgänglich zu wissen, wo diese gespeichert werden und wer darauf zugreifen kann. Obwohl dies natürlich keine unbekannten Herausforderungen für IT-Manager sind, rückt die Cloud sie doch noch stärker ins Bewusstsein. Die Verantwortlichen erkennen, dass ihre IT nur als Einheit funktioniert und deshalb auch einheitliche Sicherheits-Policies erfordert.

Lesen Sie zum Thema "IT-Security" auch: IT SecCity.de (www.itseccity.de)

Bevor IT-Manager sich auf das Erlebnis Cloud Computing einlassen, sollten sie ein detailliertes Risk Assessment durchführen, um sämtliche Probleme und Risiken, die mit der Sicherheit ihrer Daten einhergehen, zu verstehen. Wichtig sind hier vor allem Identitäts- und Access-Management-Lösungen. Wir haben beispielsweise eine Technologie entwickelt, mit der Unternehmen einen Teil der Cloud temporär annektieren und diesen unter Einhaltung der gleichen Sicherheitskontrollen wie denen im eigenen Rechenzentrum nutzen können.

Lösungen wie diese sind notwendig. Einerseits, um Datenschützer zu überzeugen und andererseits, um eine länderspezifische Diskriminierung vorzubeugen, die ansonsten in einer geballte Ansiedlung von Cloud-Providern in einzelnen, wenigen Ländern mündet. Sowohl die Anbieter als auch die Nutzer der Wolke müssen verantwortungsvoll handeln, um das Prinzip der freien Cloud nicht schon im Keim zu ersticken."
(Novell: ra)

Novell: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

TÜV-Plakette für das Cloud Computing Auch wenn es viele Hersteller nicht wahrhaben wollen: die Lücke zwischen der allgemeinen Begeisterung bezüglich Cloud Computing sowie der praktischen Umsetzung des Prinzips Wolke klafft in den meisten Unternehmen noch weit auseinander. Kein Wunder, findet der Infrastrukturanbieter Novell. Schließlich stelle beim Prinzip Wolke doch das Thema Vertrauen für die meisten IT-Entscheider noch immer eine unüberwindliche Hürde dar.

Merkmale: On-Demand-Lösung "SAP Business ByDesign" Gespannt wartet die Softwarebranche auf den Markteintritt von "SAP Business ByDesign". Pierre Audoin Consultants (PAC) hatte die Möglichkeit, sich näher mit der On-Demand-Lösung zu beschäftigen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Implementierungsmethode und dem Umfang des nächsten Feature Pack 2.5.

Gehostete Software soll Mittelstand erschließen Rückläufige Lizenzeinnahmen und innovative Ideen der Konkurrenz könnten SAP dazu zwingen, die Strategie zu verändern: Weg vom Lizenz-, hin zum Service-Geschäft. "Business ByDesign" ist der große Hoffnungsträger der Walldorfer. Sollte sich Mietsoftware durchsetzen, hätten Anwender womöglich umsonst in Softwarelizenzen und Wartungsverträge investiert.

Neue Standards für Anbieter von Cloud-Lösungen Mit der "Cloud Challenge" hat RightNow Technologies an die Unternehmen der Softwarebranche appelliert, das mit Cloud Computing verbundene Potenzial voll auszuschöpfen. Dabei hat RightNow selbst ein richtungweisendes Modell entwickelt, mit dem die geschäftlichen Beziehungen zwischen Softwareanbietern und ihren Kunden in die Cloud verlagert werden.

Mit Erfolgen im Outsourcing ist zu rechnen Aus Sicht von Pierre Audoin Consultants (PAC) sind die harten Personaleinschnitte bei Siemens IT Solutions and Services (SIS) sowohl auf die Marktsituation als auch auf taktische Fehler zurückzuführen. Dennoch hat der IT-Dienstleister gute Chancen am Markt, wenn es gelingt, in Zusammenarbeit mit der Siemens AG verschiedene Kundensegmente fokussierter zu adressieren.

Provider-Wechsel bei .DE-Domains Kürzlich gab die DENIC offiziell bekannt, dass .DE-Domains ab Februar 2010 nur noch durch das synchrone Provider-Wechselverfahren umziehen können. Die meisten Provider haben diese Umstellung jedoch noch vor sich: Laut DENIC stieg die Zahl der Provider-Wechsel mit AuthInfo im Dezember auf einen Anteil von gerade einmal 25,2 Prozent, was zeigt, dass viele das neue Verfahren offenbar erst im Januar einführen.

Können SaaS-Projekte einen ROI haben? Der Return-on-Investment (ROI) hat in den letzten Jahren in der IT Karriere gemacht und sich als eine zentrale Kennziffer für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Investitionen etabliert. Heute lässt sich kaum noch ein IT-Projekt starten, ohne dass man einen günstigen, also möglichst kurzen ROI nachweist. Neuerdings lässt sich sogar ein Run auf möglichst kurze ROIs feststellen: Ein ROI von einem Jahr, also ein Rückfluss der investierten Mittel innerhalb eines Jahres, ist mittlerweile das Mindeste, aber ein ROI von einem halben Jahr sieht noch besser aus, denn wer im Januar investiert, macht schon ab Juli Gewinn und wenn das Jahr um ist, freut sich die Bilanz.

Software-as-a-Service ist mehr als Technologie Ohne Zweifel, Software-as-a-Service (SaaS) ist ein Geschäftsmodell mit Zukunft. Gerade für mittelständische Unternehmen ist es interessant, Software-Lösungen nicht mehr kaufen, installieren, anpassen und selbst betreiben zu müssen, sondern die Software als einen Dienst zu nutzen, also genau die benötigten Funktionalitäten zu beziehen und nur diese zu bezahlen. Als SaaS-Kunde braucht man idealtypischer Weise keine zusätzlichen Server, keine Softwarelizenzen, keine Administration und man muss auch kein technisches Know-how und keine spezielle Infrastruktur vorhalten. Mit SaaS können Unternehmen daher auch aufwändige, komplexe, sich oft rasch ändernde Technologien beherrschen - oder präziser ausgedrückt: Sie können diese nutzen, ohne sie selbst beherrschen zu müssen.

Bessere Markt-Chancen für Banken durch Outsourcing Banken müssen sich, aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage, zunehmend auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. In Deutschland bildet der Business Process Outsourcing-Markt und SaaS-Markt daher immer mehr Chancen, kosteneffiziente und risikoarme Projekte einzuführen.

SAP-Wartungsmonopol in Frage gestellt Die Meldung in einem deutschen Wirtschaftsblatt, dass Siemens den Wartungsvertrag mit SAP gekündigt habe, erregt bei vielen SAP-Anwendern und Dienstleistern Aufmerksamkeit. Laut Ralph Treitz, Gründer und Vorstand der VMS AG aus Heidelberg - ein Unternehmen, das sich auf das Optimieren von SAP-Systemen spezialisiert hat - ist die Gebührendiskussion bei den SAP-Kunden noch nicht ausgestanden. Tatsächlich hat SAP bei der Ankündigung von Enterprise Support samt Preiserhöhung nicht mit der Gegenwehr der Kunden gerechnet.

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SAP-Wartungsmonopol in Frage gestellt Speditionswesen und Software-as-a-Service