IT auf SaaS-Basis eine interessante Option


Ungenutzte Potenziale: Software-as-a-Service im automobilen Einzelhandel
Deloitte-Befragung zeigt: Unternehmen unzureichend informiert/gerade Automobilhändler könnten profitieren



(19.10.09) – Software-as-a-Service (SaaS) setzt sich derzeit in vielen Bereichen als kostensparende und effiziente IT-Lösung durch – auch für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Jedoch gilt dies noch längst nicht für sämtliche Segmente: Im automobilen Einzelhandel ist das SaaS-Konzept für die Betriebe mehrheitlich (noch) ein unbeschriebenes Blatt. Obwohl Firmen verstärkt über Einsparungen und Effizienzsteigerung nachdenken, fehlen vielfach noch Know-how und Kenntnis zu Einsatzmöglichkeiten. Nur knapp 40 Prozent der Unternehmen sind mehr oder weniger gut über SaaS informiert, über ein Drittel hat generelle Vorbehalte gegen eine solche Auslagerungslösung. Dies zeigt eine aktuelle Befragung, die Deloitte in Kooperation mit der TU München unter 280 Handelsbetrieben und Anwenderunternehmen des automobilen Einzelhandels in Deutschland durchführte.

"SaaS ist ein IT-Betriebsmodell, bei dem der Anwender den internetbasierten Zugriff auf vorgefertigte und betriebsbereite IT-Anwendungen mietet. Das bedeutet: Der Kunde zahlt für den Funktionalitätsumfang und spart im Gegenzug Kosten für Softwarelizenzen und Hardware. Damit reduziert SaaS Aufwand und Komplexität des IT-Sourcings erheblich – zumal es der Kunde im Unterschied zu klassischen On-Premise-Lösungen mit nur einem einzigen Anbieter zu tun hat", erklärt Dr. Martin Hölz, Partner Global Automotive bei Deloitte.

Dealer-Management-Systeme als zentraler Erfolgsfaktor
Nicht nur für große, sondern insbesondere auch für kleinere und mittelgroße Betriebe, deren IT-Aufwendungen gemessen am Umsatz im Vergleich zu größeren Unternehmen bis um die Hälfte höher sind, stellen IT-Anwendungen auf SaaS-Basis eine interessante Option dar. Grundsätzlich halten über 90 Prozent der Befragten leistungsfähige Dealer-Management-Systeme für ein zentrales Erfolgskriterium, 80 Prozent versuchen, sich durch ihre spezifischen IT-Lösungen vom Wettbewerb zu differenzieren. Dabei kommt es für 85 Prozent in erster Linie auf die garantierte IT-Verfügbarkeit an, 70 Prozent legen ebenso großen Wert auf generellen Datenschutz. Auch die Integrations- und Anpassungsmöglichkeiten der Dealer-Management-System-Lösungen stehen oben auf der Prioritätenliste.

Unkenntnis und Skepsis überwiegen
SaaS kann diesen Anforderungen in nahezu jeder Hinsicht genügen. Jedoch scheint die Branche diese Vorteile noch nicht richtig realisiert zu haben. Zwar plant gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer, eine Dealer-Management-System-Lösung in nächster Zeit einzuführen, jedoch können nur 39 Prozent mit dem Begriff SaaS etwas anfangen. Zum Vergleich: Bei dem bereits länger eingeführten ASP-Prinzip (Application Service Providing) sind es 57 Prozent. Lediglich sieben Prozent setzen eine SaaS- oder ASP-Lösung für ihre Anwendungen ein, während mehr als drei Viertel ihre Informationssysteme derzeit ausschließlich inhouse betreiben. Insgesamt zeigen sich mehr als ein Drittel skeptisch gegenüber einer SaaS-Lösung, jedoch fast die Hälfte der Befragten skeptisch gegenüber ASP.

Niedrige Investitions- und Betriebskosten
Anders als bei On-Premise-Lösungen profitieren die SaaS-Nutzer von niedrigeren Investitions-, Implementierungs- und Anpassungskosten. Da SaaS-Leistungen aus dem operativen Kapitalfluss finanziert werden, entstehen keine Kapitalkosten. Eine schnellere Verfügbarkeit neuer Funktionalitäten, ein besserer Kundenservice und nicht zuletzt ein kürzerer ROI (Return on Investment), da deutlich weniger Kapital investiert werden muss, sind weitere Argumente.

Unterstützung für CRM und Berichtswesen
Neben den Sparpotenzialen und der hohen Effektivität von SaaS zeichnet sich diese Lösung auch durch ihre vielseitige Verwendbarkeit aus. Laut Befragung sehen die Unternehmen bei ihren existierenden Dealer-Management-Systemen Schwachstellen vor allem beim Customer Relations Management, beim Marketing und im Berichtswesen. Hier bieten SaaS-Lösungen nicht zuletzt aufgrund des hohen Flexibilitätsgrads gute Voraussetzungen, die Leistungen der Anwender in den genannten Bereichen zu steigern.

"Wenn sich mehr als ein Drittel bei einem geplanten Wechsel zu einem bestimmten Dealer-Management-System eigenen Angaben zufolge gegen eine SaaS-Lösung entscheiden werden, so deutet dies auf Informationsdefizite und – damit zusammenhängend – auf Vorbehalte in den Unternehmen hin. Offensichtlich wiegen für viele die Vorteile, zum Beispiel im Hinblick auf die Total Costs of Ownership, die Risiken wie die Abhängigkeit von externen Anbietern und die 'gefühlt' geminderte Flexibilität nicht auf. Hier wäre also noch einige Aufklärungsarbeit seitens der SaaS-Lösungsanbieter zu leisten", resümiert Hölz. (Deloitte: ra)


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Meldungen: Studien

12 Prozent der Anbieter planen SaaS Webbasierte Lösungen sind mittlerweile für ein Drittel der Softwareanbieter als Geschäftsmodell attraktiv. Dies ergab die Frühjahrs-Umfrage von SoftGuide unter seinen über 5.400 Anbietern. Positiv werden von diesen Unternehmen die Vertriebserfolge beurteilt: 68 Prozent zeigen sich damit zufrieden. Im Vergleich zum Spitzenwert des Vorjahres (74 Prozent) ist dies zwar eine leichte Verschlechterung - verglichen mit dem Jahr 2008, in dem nur die Hälfte der Anbieter "Zufriedenheit" signalisierte, aber immer noch auf hohem Niveau.

 

Cloud Computing ist ein neuer Wachstumstreiber Die Auslagerung von Rechenzentrumsanforderungen an Drittanbieter bleibt ein starker Trend, trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen in Europa. Das prognostiziert das britische Beratungshaus BroadGroup Consulting in dem in Kürze erscheinenden Report "Datacentre Europe IV". Erste Ergebnisse des Reports werden auf der "Datacentres Europe 2012" am 23. und 24. Mai im französischen Nizza vorgestellt.

 

Der Schlüssel liegt in der Cloud Der Trend hin zum "Neuen Arbeiten" unter Einbezug privater IT-Geräte ist in deutschen Unternehmen nicht mehr aufzuhalten. Das geht aus dem aktuellen White Paper "Cloud Computing und Consumerization of IT in Deutschland 2012" hervor, das IDC im Auftrag von Microsoft Deutschland verfasst hat. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen haben demnach den Bedarf erkannt und ermöglichen bzw. planen den mobilen Zugriff auf Geschäftsdaten und moderne, interaktive Tools zur Zusammenarbeit innerhalb der nächsten zwei Jahre.

 

Data-Center-Services-Markt um 25 Prozent gewachsen Devoteam hat zum dritten Mal eine europaweite Umfrage zum Thema "Green IT" durchgeführt. An der "Devoteam 2012 Green IT Survey" nahmen 270 Unternehmen aus 22 Ländern teil. Im europäischen Vergleich zeichneten sich deutsche Unternehmen durch ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein aus. Sie legen mehr Wert auf Nachhaltigkeit, Mülltrennung und Energiesparen als Unternehmen in anderen europäischen Ländern.

 

Private Cloud, Storage und Virtualisierung Performance-Engpässe und Ausfallzeiten bei Virtualisierungsprojekten bereiten IT-Verantwortlichen im Speicherumfeld die größten Sorgen. Noch im Vorjahr hatten die Kosten Top-Priorität. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie von DataCore Software unter rund 300 befragten Unternehmen weltweit.

 

Unternehmen mit BPM-Software kaum zufrieden Die Unternehmen in Deutschland sind mehrheitlich mit ihrer Business Process Management (BPM)-Software (Business Process Management) unzufrieden. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die die Software Initiative Deutschland e.V. (SID) gemeinsam mit der Metasonic AG in Auftrag gegeben hat. Demnach sind etwa die Hälfte (48 Prozent) der befragten Firmen nur bedingt zufrieden. Ein weiteres Drittel (34 Prozent) ist überhaupt nicht glücklich mit ihrer BPM-Software. Lediglich 18 Prozent haben keinen Grund zu klagen.

 

Umsätze von Telekommunikations-Firmen sinken Die technische Entwicklung hin zu einer komplett vernetzten "IP-Welt" stellt für die Umsätze der Telekommunikationsunternehmen eine große Bedrohung dar. Die Verschiebung zu IP bedroht das Kerngeschäft der Telekommunikationsunternehmen: Dienste wie Sprachtelefonie und SMS können zunehmend über IP geführt werden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der neuen Studie "Telecom Operators: Let’s Face it", der 11. Auflage der jährlichen europaweiten Studie der weltweit tätigen Managementberatung Arthur D. Little und des renommierten Equity Brokers Exane BNP Paribas.

 

Communication & Collaboration aus der Cloud Immer häufiger setzen deutsche Firmen bei der Organisation ihres Arbeitsalltags auf Cloud Computing-Anwendungen. Dabei erfreuen sich Web- und Videoconferencing besonders bei kleinen Unternehmen hoher Beliebtheit. Isolierte Cloud-basierte Mail- und Telefonielösungen werden zwar noch zögerlich umgesetzt, das Interesse an kompletten virtualisierten Arbeitsplatzlösungen hingegen ist groß. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle, von der QSC AG unterstützte PAC-Studie "Communication & Collaboration aus der Cloud", für die über 200 ITK-Verantwortliche in Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden.



Schutz vertraulicher Daten & Document Compliance Wie die Studie von Corporate Trust "Industriespionage 2012" belegt, entsteht der deutschen Wirtschaft durch Industriespionage jährlich ein Gesamtschaden von ca. 4,2 Milliarden Euro. Die Daten wurden unter circa 600 vorwiegend mittelständischen Unternehmen erhoben und belegen, dass das Bedrohungspotential durch kriminelle Handlungen im Internet in den vergangenen Jahren um 50 Prozent gestiegen ist (siehe Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007). Dabei beklagen inzwischen 82,8 Prozent der Unternehmen Umsatzeinbußen durch den Verlust von Wettbewerbsvorteilen und finanzielle Schäden in Millionenhöhe. Im Fokus der Informationsbegierde sind die Bereiche Forschung und Entwicklung, Mergers & Acquisitions, Produktion, Personal sowie vertrauliches Wissen der Geschäftsleitung angesiedelt.

 

Nutzung von Cloud- und SaaS-Modellen In der Finanzbranche wachsen Anzahl und Komplexität der Anwendungen, während die IT-Budgets knapp bleiben. Die Software-Qualität ist mehr denn je ein kritischer Erfolgsfaktor, aber allein eine sichere Mobile Banking-App bringt die bisherigen Kapazitäten der Tester an ihre Grenzen. Das Qualitätsmanagement verfolgt inzwischen unterschiedliche Strategien um die Sicherheit der Systeme trotz knapper Kassen sicherzustellen. Die Capgemini-Gruppe und HP zeigen in ihrem zweiten "Financial Services (FS) World Quality Report" detailliert auf, welche Herausforderungen Finanzdienstleister an ihre IT-Abteilungen stellen, die bisher vor allem auf Compliance, Geschäftserweiterung und Kostenoptimierung ausgerichtet waren – und welche Strategien Erfolg versprechen.

 

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