Von Dr. Ing. Robert Scholderer *
(21.08.09) - Für Rechenzentren, die ihre IuK-Leistung transparent nachweisen wollen, stehen mehrere Möglichkeiten offen, dies umzusetzen. Die Analyse der Ausgangssituation ist erforderlich, um das Thema Messung und die zu erreichende Messqualität bewerten zu können. Die Analyse, aus der ein IuK-Mess- und Reportingkonzept abzuleiten ist, startet beim Ausfall von IuK-Leistungen. Die Verfügbarkeit, die aus Ausfällen resultiert, ist die wichtigste Kennzahl, die in Rechenzentren zum Einsatz kommt. Die Schwierigkeit, Messungen exakt aufzusetzen, ergibt sich aus zwei Punkten.
Zum einen ist es der fehlende Messpunkt, d.h. die Frage, an welcher Stelle die Messung erfolgt und wie genau die Messung ausgeführt werden kann. Weiterhin ist die Präzision der Messergebnisse entscheidend. Wie tatsächliche Ausfälle als auch wie Ausfälle seitens Servicenehmer und Rechenzentrum jeweils wahrgenommen werden ist nicht deckungsgleich.
Ausgehend von der Gesamtausfallzeit nimmt der Servicenehmer nicht alle Ausfälle exakt wahr. Der Servicenehmer nimmt Ausfälle immer dann wahr, wenn er den Dienst in Anspruch nimmt und ggf. nicht auf eine andere Komponente kurzfristig ausweichen kann. Damit wird die tatsächliche Ausfallzeit auf die Inanspruchnahme auf der Servicenehmerseite reduziert. Hinzu kommen weitere Ausfälle, die der Servicenehmer wahrnimmt, jedoch keine Ausfälle sind.
Dies erfolgt besonders, wenn der Servicenehmer aus vielen einzelnen Usern besteht, die unterschiedlich geschult sind. Ferner ist die Verantwortung für einen Ausfall oft unklar. Somit nimmt der Servicenehmer subjektiv wahr, dass ein Ausfall vorliegt. Trotz der Tatsache, dass vom Rechenzentrum die zu erbringende IuK-Leistung im vereinbarten Umfang bereitgestellt wurde, können vom Servicenehmer Ausfälle geltend gemacht werden. Der Hintergrund hierzu liegt in der Qualität, der in Rechenzentren eingesetzten Messsysteme.
Basierend auf der tatsächlichen Gesamtausfallzeit registriert das Rechenzentrum einerseits nicht alle Ausfälle und andererseits zusätzlich noch Ausfälle, die den IuK-Dienst auf der Servicenehmerseite nicht betreffen. Die Messungen des Rechenzentrums können aufgrund von z.B. Messtakt und -standort nicht alle Ausfälle erfassen. Somit misst das Rechenzentrum weniger Ausfälle, als tatsächlich stattfinden. Die Situation wird u.a. dadurch verstärkt, dass Ausfälle registriert werden und in das Reporting übernommen werden, obwohl es keinen Ausfall für einen Servicenehmer gab.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. In einem Server-Verbund fällt ein Server aus. Die anderen Server übernehmen die Last. Im Idealfall wird nur die Antwortzeit schlechter. Treten beim Umschalten der Server Probleme auf, die einigen Usern keine Rechte mehr erteilen, so kommt es für eine Teilmenge von Usern zum Ausfall. Im Reporting wird der Server mit einem Ausfall gewertet, obwohl die andere Hälfte der User arbeiten konnte. Die Messung mittels Robotern zeigt, dass sie die Ausfälle annähernd genau erfassen können. In Abhängigkeit vom Messtakt bestimmt sich die Genauigkeit des Ausfalls. Im Idealfall bekommt der Roboter die Ausfälle aus der Perspektive eines Benutzers exakt mit und kann die Ausfälle geeignet Messen.
Somit wird deutlich, dass die Messung aus einem neuen Blickwinkel betrachtet werden muss, damit Servicenehmer und Rechenzentrum sich auf die Messungen verlassen können. Insbesondere, wenn Minderungsregelungen zum Einsatz kommen, sollte die Qualität der Messergebnisse auf einem hohen technischen Niveau sein. (Scholderer SLA: ra)
* Dr. Ing. Robert Scholderer, Selbstständiger SLA-Berater, Geschäftsführer, Berater und Gutachter, 40 Jahre
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Dr. Robert Scholderer Tatsächliche Ausfallzeit wird auf die Inanspruchnahme auf der Servicenehmerseite reduziert, Bild: Scholderer
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Platz 13 im Bereich e-Governement
Joachim Schreiner, Area Vice President Central Europe, Salesforce.com Deutschland, kommentiert den 6. Nationalen IT-Gipfel 2011 in München. "Trotz großem Enthusiasmus auf dem nationalen IT-Gipfel muss sich die Webwirtschaft in Deutschland auch 2012 im Weit- und Hochspringen üben, wenn sie im internationalen Vergleich an die Spitze kommen möchte. Deutschland ist EU-weit nur auf Platz sechs im ITK-Ranking und Platz 13 im Bereich e-Governement."
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Der Geist des Outsourcing
Das IT-Betriebsmodell Cloud Computing stiehlt dem Outsourcing die Show. Kosten-Nutzen-Analysen zeigen, dass das Ende der 90er Jahre etablierte ASP-Prinzip "Do what you can do best – outsource the rest" – also, die Prozesskomplexität zugunsten des Kerngeschäfts zu reduzieren – vorsichtig formuliert nicht unbedingt des Pudels Kern war.
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So sichern Sie Ihre Daten in der Cloud
Cloud Computing ist aus vielen Gründen attraktiv: signifikante Kostenreduzierung durch weniger Wartungsaufwand, mehr Flexibilität und höhere Datenspeicherkapazitäten. Thorsten Krüger ist Regional Director Sales Deutschland und Österreich bei SafeNet, gibt Empfehlungen, wie man die Daten beim Cloud Computing am besten sichert.
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Vorsicht beim Einsatz von Cloud Storage
Mit zunehmender Beliebtheit von Cloud-Storage bieten auch immer mehr ausländische Anbieter ihre Leistungen auf dem deutschen Markt an. Wie die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder kürzlich betont haben, ergeben sich für deutsche Unternehmen jedoch beispielsweise bei der Nutzung US-amerikanischer Cloud Computing-Services teilweise erhebliche rechtliche Probleme.
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SaaS: Reseller zeigen eine gefährliche Lethargie
Was ist dran an dem Argument, dass Software-as-a-Service (SaaS)-Angebote aus der Cloud das klassische Softwaregeschäft kannibalisieren? Mit dieser Frage setzt sich Hilarius Dreßen, Senior Vice President of Global Channels von ASG, im nachfolgenden Kommentar auseinander.
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Desktop-Analyse als Cloud-basierter Service
Citrix hat die Akquisition der RingCube Technologies Inc., Anbieterin von Personalisierungslösungen für virtuelle Desktops, angekündigt. Bill Corrigan, Chief Marketing Officer bei RES Software, kommentiert den Kauf wie folgt.
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USA Patriot Act und Daten in der Cloud
Aktuelle Zeitungsartikel berichten, dass der USA Patriot Act amerikanische Behörden dazu berechtigt, Kundendaten sogar in europäischen Datenzentren einzusehen, wenn es sich um einen amerikanischen Anbieter handelt. Ein Rückschlag für Cloud Computing? Mitnichten! Es ist an der Zeit, einiges klarzustellen, sagt Dr. Joseph Reger von Fujitsu Technology Solutions. In jedem Fall kommen Unternehmen nicht umhin, genau zu prüfen, wem sie ihre Daten anvertrauen.
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Cloud Computing und Datenschutz
Die Unvereinbarkeit von Datenschutzregelungen in den USA und in Europa stellt ein Hemmnis für die weitere Entwicklung von Cloud Computing dar. Dell Director Andreas Stein fordert, dass sich die Politik umgehend um eine Lösung des Dilemmas bemüht.
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Unverzichtbar: Change Management in der Cloud
Der Einsatz von Cloud Computing verwandelt die Struktur eines Unternehmens nachhaltig. Der Umstieg auf ein IT-Modell, bei dem Anwendungen und Daten zentral bereitgestellt werden, steigert Produktivität und Flexibilität, verändert aber auch den Arbeitsalltag. Für Digital Natives - das heißt Mitarbeiter unter 30 - ist das kein Problem. Sie leben seit Jahren in der Wolke, mit Facebook, Twitter und anderen Social Media-Anwendungen. Aber von Anwendern, die jahrelang mit einer heterogenen Systemumgebung mit teils weit reichenden Rechten und Freiheiten gearbeitet haben, wird ein Umdenken verlangt. Und nicht nur von ihnen. Auch die IT-Abteilungen müssen umdenken, damit das Prinzip Cloud funktionieren kann.
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Mangelnde Sorgfalt bei Cloud Computing-Nutzung
Die kürzlich veröffentlichten Berichte über Sicherheitsprobleme bei Amazon Cloud Services sind kein Grund zur Panik, aber sie zeigen, dass die Cloud eine andere Herangehensweise zum Schutz der Daten erfordert. Deutsche Experten hatten herausgefunden, dass die Nutzer ihre Schlüssel, die den Zugang zu ihren Cloud Computing-Daten und -Anwendungen schützen sollen, offen herumliegen lassen. Amazon Web Service hat die Nutzer nach Bekanntwerden der Studie umgehend informiert.
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