(25.03.10) - Nicht nur Technologien ändern sich, auch die Szenarien des Datenverlusts. Drei Tendenzen sehen die Experten von Kroll Ontrack. Die Datenmenge bei Datenverlusten wird größer: Die Techniker konstatieren eine Vervierfachung des geretteten Datenvolumens. So wuchs von 2005 bis 2009 die Zahl der von Kroll Ontrack geretteten Daten von 3,2 Petabyte auf 14 Petabyte.
Vor allem kleinere Unternehmen und der SOHO-Bereich häufen immer mehr Daten an. Zudem zeigen sich die Risiken, die von Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing ausgehen, immer deutlicher: 2009 stieg die Zahl der Datenrettungsanfragen in virtualisierten Umgebungen gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent. 87 Prozent davon waren Folgen menschlichen Versagens. Daten müssen im Notfall immer schneller wiederhergestellt werden. Professionelle Datenrettung steht also unter ständigem Innovationsdruck, dem nur professionelle Anbieter standhalten können. Standardlösungen, die sich auf herkömmliche Festplattenfehler beschränken, decken nur noch mehr das untere Ende der Datenverlustskala ab.
Im Detail lassen sich aus den Erhebungen die folgenden Trends ablesen:
1.) Die Datenrettung aus Cloud-Umgebungen ist längst Realität geworden. Ein sorgfältiger Umgang mit diesem Thema ist Pflicht. Im Laufe des Jahres 2009 haben sich Cloud-Speicher zu einer interessanten Option für die Speicherung geschäftskritischer Daten entwickelt. Wer auf derartige Internet-basierende Dienste setzt, kommt in den Genuss von IT-Services, ohne an eine bestimmte EDV-Infrastruktur gebunden zu sein. Doch auch solche Technologien basieren weiterhin auf Hardware. Damit sind sie ebenso wenig vor Datenverlusten gefeit wie traditionelle Systeme.
Aus Versehen wurde die Verbindung zu einem virtuellen Speichermedium getrennt, während die Administratoren sich in der Cloud Computing-Umgebung bewegten. Das ist so, als würde man bei einer normalen Festplatte im laufenden Betrieb den Stecker ziehen. Nachdem die Verbindung wieder hergestellt war, wies der Windows-Host die besagte Speichereinheit als nicht zugewiesenen Speicher aus, sodass das betroffene Dateisystem nicht mehr verfügbar war.
2.) Die Zahl der Anfragen zur Datenwiederherstellung aus virtualisierten Systemen nimmt drastisch zu. Ursache sind meistens Anwenderfehler. 2009 ist die Zahl der Datenrettungs-Anfragen für virtualisierte Umgebungen gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent gestiegen. 87 Prozent dieser Datenverluste waren auf menschliches Versagen zurückzuführen. Das zeigt, wie schwierig es ist, virtuelle Umgebungen zu implementieren, zu managen oder zu migrieren. Bei virtualisierten Umgebungen liegen mehr kritische Informationen auf einem System. So ist der mögliche Schaden durch einen Datenverlust größer. Umso wichtiger ist schnelle, effiziente und leistungsstarke Datenrettung.
"Wer virtuelle Speicher nutzt, bewegt sich in einer hochkomplexen Welt. Folglich tragen bei diesem Speicherkonzept auffallend häufig Anwenderfehler die Schuld an Datenverlusten", erläuterte Edmund Hilt, Managing Director bei Kroll Ontrack, und fügt hinzu: "Entscheidend für unsere Kunden ist nicht nur, dass wir solche Datenrettungs-Projekte erfolgreich bewältigen, sondern auch, dass uns dies mit Remote-Techniken und im besten Fall ohne Downtime gelingt. So können wir beschädigte Volumes wieder herstellen, während der Rest des Systems ohne Beeinträchtigung weiter läuft."
3.) Kleine Unternehmen und Home Offices sind die maßgeblichen Treiber für großes Datenwachstum. Von 2005 bis 2009 ist die Datenmenge, die Kroll Ontrack in Recovery-Projekten gerettet hat, von 3,2 Petabyte auf 14 Petabyte gestiegen. Vor allem im SOHO-Bereich werden immer mehr Daten angehäuft.
"Größere Unternehmen und Konzerne gehen im Vergleich zu SOHOs üblicherweise erheblich selektiver vor, wenn es darum geht, welche Daten archiviert beziehungsweise entsorgt werden. Zu den gängigen Faktoren, die bestimmen, welche digitalen Inhalte und Dokumente eine Firma wie lange vorhält, zählen die verfügbaren Speicherkapazitäten, deren Effizienz und Kosten sowie juristische Risiken und gesetzliche Bestimmungen", betont Edmund Hilt und ergänzt: "Auf der anderen Seite ist es bei SOHOs weit verbreitet, große, private Datensätze wie etwa Bilder, Video- und Audio-Files einfach mit geschäftlichen Informationen zu vermengen. Entsprechend groß sind die betroffenen Datenvolumina im Falle eines vermeintlichen Datenverlustes." (Kroll Ontrack: ra)
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Unsicherheit beim Cloud Computing
Kaum ein Unternehmen legt sich im Arbeitsalltag heutzutage noch auf eine einzige IT-Plattform fest – Entwicklungen wie Cloud und Bring-Your-Own-Device (BYOD) segmentieren die Infrastrukturumgebungen, die Mitarbeitern und Kunden tagtäglich reibungslos bereitstehen müssen. Sophos-CTO Gerhard Eschelbeck beschreibt im Rahmen des aktuellen "Security Threat Reports 2012" die Sicherheitsrisiken, die mobile oder traditionelle IT-Plattformen sowie die Cloud mit sich bringen.
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Zunehmende Nachfrage nach Managed Fax Services
Die Faksimile-Übertragung – nach der Morse-Telegraphie die älteste Form der elektrischen Datenübermittlung – behauptet sich 150 Jahre nach der ersten kommerziellen Nutzung weltweit als Managed Fax Service. Obwohl das Telefax seit Jahren immer wieder totgesagt wird, steigt die Nachfrage nach Fax-Lösungen ungebrochen. Wesentlicher Treiber der erneuten Popularität sind innovative Managed Fax Services, die die Vorteile der Telefaxübertragung mit modernen Messaging-Technologien kombinieren.
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Stärker auf die Firmenchefs fokussieren
Die Videokonferenz scheint endlich im Breitenmarkt angekommen zu sein. Laut den Marktforschern von IDC belief sich der weltweite Umsatz mit Videokonferenzsystemen, die in Unternehmen zum Einsatz kommen, in 2011 auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Das damit realisierte deutliche Wachstum von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr soll zudem in den kommenden Jahren anhalten. Als Gründe dafür nennen die Researcher die künftig absatzfördernde Schubkraft durch UC (Unified Communication)- und Collaboration-Installationen sowie die zunehmende Video-Nutzung in kleinen Arbeitsgruppen, am Desktop und auf Mobilsystemen.
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Cloud Computing-Services vorantreiben
Ein Konsortium aus führenden IT-Serviceanbietern und drei der größten Forschungseinrichtungen Europas (CERN, EMBL und ESA) gibt eine Partnerschaft zur Einrichtung einer europäischen Cloud Computing-Plattform bekannt. Die "Helix Nebula – the Science Cloud" soll die umfangreichen IT-Anforderungen im Rahmen europäischer Forschungsvorhaben unterstützen und nach einer Pilotphase auch staatlichen Organisationen und Industrieunternehmen zur Verfügung stehen.
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Ausreichende Performance mit VPS-Lösungen
"Die Nutzung virtueller Server für das Hosting der eigenen Website ist unsicher und nicht performant": Solche Vorurteile sind weit verbreitet. Verio, internationaler Anbieter von Webhosting-Services, zeigt auf, dass sie nicht zutreffend sind, wenn man sich für den richtigen Provider entscheidet.
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Konsequente Prozessorientierung aufbauen
Nach Ansicht der ITSM Consulting AG liegt ein zentraler und bisher kaum diskutierter Nutzen der ISO-20000-Zertifizierung darin, dass damit ein konsequenter Weg in der Prozessorientierung eingeschlagen wird. Dadurch würden im Rahmen des Realisierungsprojekts nachhaltige Effekte für die Leistungsqualität der IT-Prozesse erzielt.
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Trend auf dem Speichermarkt: Cloud Computing
Infortrend setzt in diesem Jahr auf einen multidimensionalen Ansatz, um den diversen Marktanforderungen gerecht zu werden. Neue Hardware-Plattformen werden die steigende Nachfrage nach mehr Storage-Effizienz und Cloud-basierten Speicherlösungen befriedigen.
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Sourcing-Fitness-Check spürt Fallen auf
Rund die Hälfte der IT-Budgets fließt heute in Outsourcing-Services. Trotzdem werden in der Mehrzahl aller Sourcing-Vorhaben fundamentale Fehler gemacht, die unnötige Kosten verursachen und Einsparpotenziale verschenken - in einzelnen Fällen bis in Millionenhöhe. Ein "Fitness-Check" hilft, diese versteckten Kosten- und Effizienzfallen aufzuspüren, sagt Branimir Brodnik von der Unternehmensberatung microfin, die sich auf Sourcing spezialisiert hat.
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Cloud Computing hat sich am Markt durchgesetzt
Cloud Computing hat sich etabliert. Im Gegensatz zu vielen anderen IT-Trends und -Hypes erkennen Anwender den konkreten Nutzen und lagern in immer stärkerem Maße interne IKT-Leistungen an entsprechende Anbieter aus. Nach Anwendungen in Form von Software-as-a-Service (SaaS) rücken zunehmend auch ganze Systemumgebungen als Infrastructure-as-a-Service (IaaS) in den Fokus. Nicht zuletzt wird durch Platform-as-a-Service (PaaS) auch alte Software Cloud-fähig gemacht. Die IT-Landschaft in Berlin und Brandenburg, geprägt von einer großen Zahl spezialisierter Anbieter und einem starken Nachfragemarkt, hat das Potenzial, eine Führungsrolle in der deutschen Cloud Computing-Branche einzunehmen.
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Cloud Computing und Hacker-Angriffe
Die Sicherheit bei der Nutzung von Cloud Computing und die Abwehr von Hacker-Angriffen werden 2012 die größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft in Bezug auf IT-Sicherheit sein. Dies geht aus der aktuellen Studie "IT-Sicherheit und Datenschutz 2012" hervor, den die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit zum Jahreswechsel vorgelegt hat.
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