 |
 |
 |
Rechnungslogistik als SaaS-Variante
|
Software-as-a-Service für Anwendungen der Finanzbuchhaltung und des Rechnungswesen Vielen Unternehmen ist gar nicht bewusst, dass die Kosten jeder verarbeiteten Eingangsrechnung schnell bei über 10 Euro liegen
|
|
|
Von Raimund Schlotmann *
(24.03.10) - On demand-Services sind beliebt, und das schon lange. Nun erkennen Unternehmen zunehmend auch die Software-as-a-Service (SaaS)-Eignung für Anwendungen der Finanzbuchhaltung und des Rechnungswesen, denn Realität ist: die Kosten für eine intern verarbeitete Rechnung sind hoch; höher als so mancher denken mag.
Jedes Jahr verschicken europäische Unternehmen nach Angaben des Beratungsdienstleiters Billentis rund 28 Milliarden Rechnungen. Die Bearbeitung des Rechnungseingangs und -ausgangs stellt daher einen erheblichen Kostenfaktor für die Unternehmen dar, der häufig jedoch als wenig beachteter Prozess unternehmensintern eher ineffizient abgewickelt wird. Die Kosten des Prozesses kennen die wenigsten.
Vielen Unternehmen ist gar nicht bewusst, dass beispielsweise die Kosten jeder verarbeiteten Eingangsrechnung schnell bei über 10 Euro liegen. Ein oft noch untertriebener Wert, der durch die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister schnell gesenkt werden kann. Denn die eher heterogenen Prozesse in der Rechnungslogistik lassen sich effektiver und standardisierter gestalten. Gerade bei schwankendem Rechnungsaufkommen lohnt sich die Auslagerung an einen Partner. Dieser verarbeitet Rechnungsinformationen im Posteingang wie -ausgang on demand, ohne dass Investitionen in Personal, Soft- oder Hardware nötig sind.
Dass sich der Software-as-a-Service (SaaS)-Ansatz rechnet, belegt auch eine aktuelle Studie der Trovarit AG und des FIR e.V. (RWTH Aachen). Demnach sind über 40 Prozent der Befragten der Ansicht, dass sich gerade die Finanzbuchhaltung und das Rechnungswesen für den Einsatz von SaaS-Lösungen anbieten.
Der Rechnungsausgang In den meisten Unternehmen läuft der Prozess in der Debitorenbuchhaltung noch sehr klassisch ab: Rechnungen werden im Fakturierungssystem erstellt und dann intern gedruckt, kuvertiert und verschickt. Ein zeitraubender Prozess insbesondere in Anbetracht der nötigen Disposition von z.B. Materialien, Vorlagen und Personal. Werden dann parallel noch elektronische Versandwege abgedeckt, muss nicht nur der Prozess gesplittet und das Personal entsprechend geschult werden, Unternehmen müssen auch zusätzliche IT-Infrastruktur vorhalten und sich um Themen wie die elektronische Signatur kümmern.
Viel einfacher ist es da, den gesamten Rechnungs-Output über eine zentrale Schnittstelle direkt aus dem Fakturierungssystem an die On-demand-Plattform eines Dienstleisters zu übergeben. Dieser bereitet alle Rohdaten auf, fasst für den Postversand zunächst empfängergleiche Dokumente Kosten sparend zu einer Sendung zusammen und druckt die Rechnungen in einem vollstandardisierten Prozess inklusive farbigem Firmenlogo und/oder Beilagen aus. Das Gesamtvolumen – auch durch andere Kunden – beim Dienstleister eröffnet Unternehmen Skaleneffekte sowie Portorabatte bei der Deutschen Post und anderen Postzustellern.
Neben den Einsparungen durch die Effektivitätssteigerung in Erstellung und Versand postalischer Rechnungen, bietet im nächsten Schritt vor allem der Bereich der elektronischen Rechnungen große Potenziale. Erhebliche Vorteile lassen sich kurzfristig durch den Wegfall des Portos und auch der Druck- und Kuvertierprozesse erzielen, langfristig wirksame Effekte aber vor allem bei den Prozesskosten. So reduziert der Einsatz elektronischer Prozesse die möglichen Fehlerquellen bei der manuellen Verarbeitung. Gleichzeitig werden sie erheblich beschleunigt. So verkürzt sich je nach Abrechnungsmodalitäten die Durchlaufzeit bis zur Zahlung durchschnittlich um zwei Tage.
Die Umstellung auf digitale Versandkanäle muss allerdings immer schrittweise erfolgen, denn Papierrechnungen lassen sich nicht von einem Tag auf den anderen abschaffen. Auch hier bietet sich daher ein on demand-Modell eines Dienstleisters an, da so in der Übergangsphase von Papier- zu e-Prozessen keine Fixkosten für Personal, Drucker- oder Kuvertiermaschinen entstehen. Der Versender profitiert direkt von der vollen Kostenersparnis, egal welcher Anteil der Rechnungen elektronisch oder in Papierform versandt wird. Bedient das Unternehmen beide Versandkanäle mit internen Ressourcen, würden die Stückkosten für Druck- und Versandinfrastruktur im Zuge der Einführung von e-Rechnungen unweigerlich in die Höhe schnellen, denn die Auslastung von Mensch und Maschine sinkt kontinuierlich mit zunehmender Etablierung der e-Rechnung.
Ein Dienstleister variabilisiert diese Kosten und das Unternehmen spart ab der ersten Rechnung. Die gewünschte Versandart kann jederzeit individuell angepasst und – wenn nötig – kurzfristig geändert werden. Die Abrechnung der Dienstleistung erfolgt jeweils nach Volumen. Beziehen lässt sich die Lösung über Dienstleister nach dem SaaS-Prinzip – Mehrwertdienste, technische Innovation und Best-Practice-Lösungen inbegriffen.
|
 |
Autor Raimund Schlotmann: Rechnungswesen: SaaS-Konzepte lässt sich Anspruch realisieren, Bild: Itella Information
|
|
|
Der Rechnungseingang Der Rechnungseingang verursacht einen besonders hohen administrativen Aufwand. Betrachtet man die gesamten Prozesskosten einer Geschäftsrechnung fallen nur knapp 20 Prozent davon beim Rechnungsversender an. Der Rechnungsempfänger dagegen trägt über 80 Prozent. Wie reduzieren Sie Ihren Aufwand in der Rechnungseingangsbearbeitung? Eine Antwort auf diese Frage liefert die Ausgliederung des Rechnungseingangs. Der Dienstleister nimmt über dieselbe On demand- Plattform, die auch den Rechnungsausgang bedient, alle Eingangsrechnung formatunabhängig entgegen und bündelt diese: Papierrechnungen werden eingescannt, mit Optical Character Recognition (OCR) intelligent ausgelesen und die Ergebnisse anschließend professionell verifiziert.
Hierbei profitieren die Nutzer nicht nur von einer ständig auf dem neuesten Stand befindlichen Infrastruktur, sondern auch dem Know-how des Dienstleisters in der Massenabwicklung von Rechnungen. Über einen erfahrenen Provider lassen sich Erkennungsraten von über 99 Prozent erreichen, ohne dass qualifizierte Buchhalter ihre wertvolle Zeit auf Erfassung und Korrektur von Rechnungsdaten verwenden müssten. Beim internen Digitalisieren dagegen wären Erkennungsraten von 60-65 Prozent nach Angaben der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers bereits ein sehr gutes Ergebnis – mit der entsprechend teuren Nacherfassung. Die erfahrenen Spezialisten des Dienstleisters übernehmen diesen zwingend notwendigen Schritt besonders effizient. Denn nur über abgesicherte, bewährte Nearshoring-Konzepte eines Dienstleisters lassen sich die diesbezüglichen Kosten wirklich kontrollieren.
Elektronische Rechnungen der Lieferanten werden ebenfalls zentral entgegengenommen. Die Rechnungen liegen im Folgenden in einem einheitlichen Datenformat vor und können wahlweise direkt an beliebige Systeme im Unternehmen übergeben werden. Ganzheitliche SaaS-Konzepte beinhalten darüber hinaus den automatisierten Abgleich der Daten mit Bestellungen und Wareneingang und die automatisierte Verbuchung (Drei-Wege-Matching) und/oder einen Umlauf- und Freigabeprozess über On demand-Workflows. Gerade wenn ein Unternehmen eine hohe Durchbuchungsrate durch Drei-Wege-Matching anstrebt, bietet sich die Nutzung eines Workflow-Systems im SaaS-Betrieb an, um sich nicht langfristig an teure Software zu binden, die eigentlich nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommt und mittelfristig abgelöst werden soll.
Zusätzlich kann ein Dienstleister mit Erfahrung seine Kunden dabei unterstützen, möglichst viele Lieferanten von den Vorzügen elektronischer Rechnungen zu überzeugen, um so die Kosten rasch weiter zu reduzieren. Unternehmen optimieren so sofort die gesamte Prozesskette vom Rechnungseingang über die Rechnungsprüfung bis hin zur Zahlung und reduzieren so ihre Bearbeitungs-Kosten um bis zu 50 Prozent.
Fazit Nicht nur die Potenziale einer optimierten Rechnungslogistik sind erheblich, sondern auch die Herausforderungen in der Umsetzung eines effizienten Konzepts. Warum sollte ein Unternehmen heute in Scanner, Drucker, Workflow-Systeme oder ähnliches investieren, wenn diese schon morgen nicht mehr eingesetzt werden sollen? Warum dagegen heute bereits Systeme vorhalten, die erst morgen in vollem Umfang nötig werden?
Während heutige Papierprozesse zunächst aus praktischen Gesichtspunkten im Vordergrund der Betrachtung stehen müssen, liegen die mittel- und langfristigen Ziele in der maximalen Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse. Der Flexibilität und Skalierbarkeit der gewählten Lösung kommt daher mittelfristig mindestens dieselbe Bedeutung bei wie der kurzfristigen Höhe der erzielten Kostenreduzierung. Nur über SaaS-Konzepte, die die einzelnen Module dieser Lösung von Anfang an bereitstellen, deren Nutzung jedoch vollständig skalierbar und flexibel anbieten, lässt sich dieser Anspruch tatsächlich realisieren. (Itella Information: ra)
* Raimund Schlotmann ist Geschäftsführer des Dokumenten- und Informationslogistik-Dienstleisters Itella Information GmbH
|
|
|
Itella Information: Kontakt und Steckbrief
|
Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.
|
 |
|
|
|
Anzeigen
|
|
|
|
|
|
|
Meldungen: Grundlagen
|
|
Testverfahren für Cloud Computing-Modelle
In den letzten Jahren sind IT-Organisationen zunehmend dazu übergegangen, Plattformen und Anwendungen in die Cloud zu migrieren. Dabei unterhalten Unternehmen in einigen Fällen weiterhin eigene Cloud-Rechenzentren vor Ort. Oftmals werden dafür die Großeinrichtungen kommerzieller Anbieter von Cloud Computing-Services genutzt. Während die Unternehmen das Konzept "Cloud" mit all seinen Vorteilen gerne annehmen und nutzen, kommt in der öffentlichen Diskussion doch immer wieder die Frage auf, wie zuverlässig eigentlich die Anwendungen sind, die in die Cloud ausgelagert werden.
|
 |

|
|
Cloud Computing und Kapazitätsmanagement
Cloud Computing verwandelt die IT-Umgebung in eine hochelastische Ressource, die sich schnell und kontinuierlich an sich ändernde Bedürfnisse des Unternehmens anpasst. Dieser Wandel verändert von Grund auf die Art und Weise, in der Unternehmen IT-Dienste anbieten und ermöglicht es, dass die IT besser auf den Bedarf des Unternehmens reagieren kann.
|
 |

|
|
Durch Outsourcing zum Vorsprung
Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hat zahlreiche Unternehmen schwer gebeutelt. Das Thema Outsourcing rückt dadurch nicht neu auf die Agenda, allerdings werden die Entscheidungen für oder gegen ein solches Projekt schneller getroffen. Hier lauern aber Gefahren, die es abzuwenden gilt.
|
 |
|
|
Der sichere Pfad in die Cloud
Dieser Artikel versucht einen Prozess zur sicheren Migration in eine Public Cloud zu beschreiben. Das vorgestellte funktionsunabhängige Vorgehen soll eine Kontrolle der Risiken und Compliance-Anforderungen und damit ein angemessenes Sicherheitsniveau gewährleisten. Zudem werden die besonderen Risiken, die mit dem Outsourcing in eine Public Cloud verbunden sind, aufgezeigt. In diesem Zusammenhang wird Cloud Computing als ein Outsourcing-Vorhaben mit folgenden Besonderheiten betrachtet: >> die Provider und die "Standorte" der Cloud sind anonym weltweit verteilt; >> die Ressourcen können on-demand sofort zur Verfügung gestellt werden.
|
 |
|
|
PEP-Technologie für die Cloud
Für Firmen, die ihren IT-Aufwand verringern möchten, stellt Cloud Computing eine attraktive Möglichkeit dar, die jedoch auch viele Herausforderungen birgt. Einige Führungskräfte befürchten, dass sie die Kontrolle über hochgeladene Anwendungen und Daten verlieren und sehen zudem die Sicherheit der Daten gefährdet. Um diesen Befürchtungen begegnen zu können, ist es daher unabdingbar, dass IT-Verantwortliche die Cloud betreffende Aktivitäten einer strengen Kontrolle und Aufsicht unterziehen. Die "Cloud Governance", eine logische Fortentwicklung von Strategien der SOA-Governance (Service-orientierte Architektur = SOA), bietet ein Mittel, die Kontrolle über interne und externe Anwendungen und Daten zu behalten. Sie bietet zudem eine vereinheitlichte und anwendungsbezogene Sicht der IT im Datenzentrum sowie in der Cloud.
|
 |

|
|
Auslagerung des Application Management
Wachstum der IT-Landschaft über Jahre hinweg, partielle Anpassung der IT an die Geschäftsanforderungen oder länderspezifische Systeme - meist ist die IT in Unternehmen ein bunter Flickenteppich. Diese Heterogenität und die ständig neuen technischen Innovationen stellen Application Management-Dienstleister vor Herausforderungen. Unternehmen selbst können sie kaum bewältigen und nutzen externe Application Management Services (AMS), die weltweit und mit Expertenwissen bereit gestellt werden.
|
 |
|
|
Finanzprozesse "as a Service"
Jedes Jahr werden in Europa laut den Analysten von Billentis rund 30 Milliarden Rechnungen verschickt. Für Unternehmen stellen Rechnungseingang sowie -ausgang damit einen erheblichen Kostenpunkt dar - wie groß dieser tatsächlich ist, ist den wenigsten Entscheidern im Unternehmen bekannt. Dennoch behandeln Unternehmen den Rechnungsprozess oftmals stiefmütterlich und binden in ihm zu viele Ressourcen. Bei zunehmender Konkurrenz im Markt und sinkenden Margen ist so eine Einstellung Teilprozessen gegenüber nicht beizubehalten. Jeder Prozess im Unternehmen muss durchleuchtet werden und auf seine Effizienz hin überprüft werden. Zunächst mögen für die dann nötige Prozessoptimierung weitere Kosten anfallen, doch langfristig lohnt sich ein solches Unterfangen.
|
 |

|
|
IT-Sicherheit und Cloud Computing
Cloud Computing ist sowohl in Unternehmen als auch privat inzwischen zum Standard bei der Bereitstellung von IT-Diensten geworden. Mehr als 50 Prozent der im Rahmen der Global Information Security Workforce Study befragten IT-Sicherheitsspezialisten unterhalten nach eigenen Angaben Clouds und über 40 Prozent arbeiten mit Software-as-a-Service (SaaS).
|
 |
|
|
Alles über SaaS für Helpdesks
Kleine und mittlere Unternehmen, die Software-as-a-Service (SaaS) zur Automatisierung ihrer IT-Helpdesks und der IT-Infrastruktur einsetzten, berichten von bedeutenden Einsparungen. Die Gründe für den Umstieg von herkömmlicher Software auf SaaS sind höhere Effizienz, Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit/Verfügbarkeit, minimale Start-up-Kosten, eine niedrige monatliche Abogebühr und automatische Updates.
|
 |

|
|
Fünf Schritte zur effektiven Cloud
Im Unternehmen wird rege die Architektur von Cloud Computing-Lösung diskutiert. Dem Verantwortlichen ist klar, dass eine "Provisioning Engine", ein "Self Service-Portal" sowie ein Mechanismus zur Abbestellung von Services benötigt werden. Dennoch bleiben of einige wichtige Fragen noch offen. Wer nutzt die Cloud? Welche Services werden überhaupt benötigt - und mit welchen Optionen? Wie interagiert die Cloud mit den bestehenden Systemen? All diese Themen bedürfen der gründlichen Planung.
|
 |

|
 |
 |
 |
|
|
|
|
© SaaS-Magazin.de, 2009 - 2011 - Alle Rechte vorbehalten |
|
Diese Seite drucken
|