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Den Kopf in den Wind drehen: Wie Nordex in turbulenten Märkten beweglich bleibt
Nordex modifizierte Outsourcing-Strategie: Herkömmliches Application-Outsourcing stieß an seine Grenzen
(27.01.10) - Angesichts der aktuellen Finanzkrise fürchten Unternehmen Umsatz- und Substanzverluste. Auch das Gegenteil, schnelles Wachstum bei hartem Wettbewerb, bedeutet unruhige Zeiten. Die Nordex AG hat als einer der erfahrensten Windkraftanlagenbauer auf dem Weltmarkt beides schon erlebt – und wichtige Lehren daraus gezogen.
Für Nordex bedeutet der weltweite Aufwind für die Ökotechbranche die Entwicklung von einer kleinen dänischen Windradfabrik zu einem multinationalen High-Tech-Konzern mit Produktionsstätten in Deutschland, China und künftig auch in den USA. Was vor 24 Jahren mit einem Ingenieur und ein paar Mitarbeitern begann, ist heue eine schnell wachsende Aktiengesellschaft mit 2000 Mitarbeitern, über einer Milliarde Euro Umsatz und Büros in dreißig Ländern.
Dieses Wachstum fordert ebenso viel Kreativität von den Anlagenbauern wie Kraft und manchmal auch Gewalt des Windes bei der Entwicklung immer größerer Rotoren. So will Vorstandschef Thomas Richterich den Umsatz seines Unternehmens in den kommenden Jahren vervielfachen. Für einen Windanlagenbauer indes heißt doppelter Umsatz: doppelt so viele Großbaustellen an meist schwer zugänglichen Orten wie Wüsten oder auf offener See. Denn Nordex produziert nicht nur Windräder, sondern ist zugleich für Aufbau, Installation und Wartung kompletter Windparks verantwortlich.
Softwarelandschaft: Wachstumsmotor oder Bremse?
Um seine Wachstumsziele zu erreichen, bringt Nordex nicht nur Rotoren, sondern auch seine Geschäftsprozesse auf Stromlinienform. Eine Schlüsselrolle bei diesem Vorhaben spielt die Informationstechnik, vor allem das zentrale SAP-System, in dem alle Fäden zusammenlaufen. Doch ausgerechnet dieses digitale Nervensystem verursachte bei Nordex zu Anfang Wachstumsschmerzen.
Schon früh hatte man sich für ein Outsourcing des Softwarebetriebs entschieden. Nicht nur aus Kostengründen, weiß Jasper Bhaumick, CIO bei Nordex. Die damit verbundene Standardisierung sollte es einfacher machen, die IT-Landschaft bei Bedarf schnell ausbauen zu können. Mit dem Umfang der Systeme wuchs aber auch ihre Komplexität. Hierbei stieß das herkömmliche Application-Outsourcing an seine Grenzen. Denn der damalige Outsourcing-Dienstleister war auf den Betrieb standardisierter Umgebungen eingestellt. So machte der kreative Ausbau der Systeme den Serviceeinsatz zum Dauerfall und die Kalkulation des Outsourcing-Nehmers zunichte.
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Abbildung: Outsourcing im Windkraftanlagenbau: - Nordex brachte nicht nur Rotoren, sondern auch seine Geschäftsprozesse auf Stromlinienform, Bild: Nordex
Dienstleister-Team aus Integrations- und Betriebsspezialisten
Nordex modifizierte daraufhin seine Outsourcing-Strategie: Mit dem Wechsel des Dienstleisters holte der Anlagenbauer zugleich die SAP-Beratung Gambit Consulting GmbH ins Boot, die heute Hand in Hand mit den Outsourcing-Spezialisten der Pironet NDH AG arbeitet. "Dadurch stellen wir einerseits den Applikations-Betrieb sicher und haben andererseits das nötige Know-how im Dienstleister-Team, um die ausgelagerten ERP-Systeme spezifisch an unsere Anforderungen anzupassen", betont Nordex-CIO Bhaumick.
Inzwischen hat sich das neue Outsourcing-Tandem in Zusammenarbeit mit dem internen SAP-Team in mehreren Projekten bewährt. Eines der aufwendigsten bisher war die Einführung des mobilen SAPs für den Außendienst. Dreihundert Feldtechniker hält der Anlagenbauer dauerhaft im Einsatz. In dreißig Ländern kümmern sie sich um den Service für derzeit 3000 Windkraftanlagen. Die Feldtechniker können sich nun seit kurzem weltweit über ihr Notebook ins zentrale Nordex-SAP einwählen und erhalten vor Ort alle Instruktionen und Wartungspläne, die sie für ihren vorliegenden Serviceauftrag benötigen.
Der Aufbau des mobilen SAP verlangte dabei von den Dienstleistern Gambit Consulting und Pironet NDH deutlich mehr als reines SAP- und Hosting-Wissen. So erforderte die Anbindung der mobilen Lösung an das stationäre ERP auch Erfahrung mit Web- und Java-Technologien. Spezielle Zwischensysteme beispielsweise sorgen dafür, dass die stationäre SAP-Technologie überhaupt mit den mobilen Komponenten zusammenarbeitet.
Wachstumsfreundlicher Outsourcing-Vertrag
"Trotz derartiger Eingriffe in die ausgelagerte Softwarelandschaft funktioniert unser Application-Outsourcing heute", sagt Bhaumick. Neben der engen Zusammenarbeit zwischen SAP- und Rechenzentrumsspezialisten sieht er in der Gestaltung des Outsourcing-Vertrags eine entscheidende Stellschraube für den Erfolg. Üblicherweise realisieren Outosurcing-Anbieter Spareffekte und verlässliche Kosten über die Standardisierung ihrer Softwaredienste. Bei Nordex hingegen gehört die kreative Weiterentwicklung und insofern Individualisierung zum Outsourcing-Programm.
Entscheidend sei, meint Holger Wüsthoff, Projektmanager bei Gambit Consulting, den für den Kunden erforderlichen Freiheitsgrad in der Gestaltung seiner IT in die Gesamtrechnung von Anfang an mit aufzunehmen. "Darum haben wir mit Nordex ein Vertragsmodell entwickelt, mit dem der Kunde das geplante Wachstum seiner IT schon heute kalkulationssicher hat und trotzdem seine Systeme mit der dynamischen Geschäftsentwicklung synchronisieren kann", ergänzt Felix Höger, Vorstand beim mittelständischen Outsourcing-Spezialisten Pironet NDH.
"Unter diesen Bedingungen hat sich bei Nordex das Application-Outsourcing sogar zum Garanten für das schnelle Wachstum und die ehrgeizige Fortentwicklung der ERP Landschaft entwickelt", sagt Nordex-CIO Bhaumick. Das zeige nicht nur beim Anlagenbetrieb, sondern gerade auch beim Thema Fachwissen, betont Gambit-Berater Wüsthoff: "Das Entwicklungstempo kann nur mitgehen, wer über einen Stab von Leuten verfügt, die all die Technik bereits beherrschen, die das Unternehmen einmal einsetzen will." "Wenn ein Unternehmen jedoch vorher erst schulen muss", ergänzt Pironet NDH-Vorstand Höger, "bleibt eine interne IT-Abteilung immer hinter der aktuellen Unternehmensanforderung zurück."
Durch die Zusammenarbeit mit Betriebs- und Integrationsspezialisten hingegen umgeht Nordex dieses teure Hase-und-Igel-Rennen und kann seine Softwarelandschaft so schrittweise bis zu einem hoch integrierten Großsystem ausbauen - und das nicht trotz, sondern durch Outsourcing.(PIRONET NDH: ra)
Weitere Informationen zu Nordex: www.nordex.de
Weitere Informationen zu PIRONET NDH: www.pironet-ndh.com
Das 1995 gegründete Technologie-Unternehmen PIRONET NDH ist ein börsennotierter, mittelständischer ITK-Konzern mit Hauptsitz in Köln und europaweit mehr als 500 Mitarbeitern. Zu den Kunden zählen sowohl internationale Konzerne als auch mittelständische Unternehmen wie AkzoNobel, St. Gobain, die Krombacher Brauerei, Nordex oder Trocellen.
Der Geschäftsbereich ITK-Outsourcing bietet Lösungen für den performanten und sicheren Betrieb von Geschäftsanwendungen – wie der SAP Business Suite oder Microsoft Dynamics – und ITK-Infrastrukturen. Mit diesem ganzheitlich ausgerichteten Outsourcing-Portfolio adressiert PIRONET NDH vor allem den ITK-Bedarf im Mittelstand. Im Fokus steht dabei der flexible Bezug von IT-Ressourcen nach On-Demand-Konzepten wie Software-as-a-Service (SaaS) oder Cloud Computing. Der Zugriff auf die im PIRONET NDH Datacenter hochsicher betriebenen Applikationen erfolgt über das Internet oder abgeschirmte, von PIRONET NDH bereitgestellte Corporate Network-Lösungen.
Dieser ganzheitliche Ansatz sowie nutzungsabhängige Konditionenmodelle ermöglichen einen flexiblen Zugriff auf ITK-Technologien, Knowhow und Ressourcen. Kunden profitieren von ITK-Kosten, die sich eng am tatsächlichen Geschäftsverlauf orientieren, sowie fest definierten End2End-Qualitätsgarantien, die alle bereitgestellten Services einschließen – vom Unternehmensnetz bis zur bereitgestellten Applikation am Mitarbeiter-Arbeitsplatz. Das Ergebnis ist eine drastische Reduzierung der für den Applikationsbetrieb und das Informations- und Kommunikationsmanagement erforderlichen Aufwände. Die eingesparten Ressourcen können Unternehmen stattdessen für wertschöpfende Aufgaben einsetzen.
Als Dienstleister aus dem Mittelstand bietet PIRONET NDH seinen Kunden Serviceleistungen auf Augenhöhe zu allen wichtigen IT-Fragen. Mit Blick auf die weitere Entwicklung des Cloud Computings versteht sich PIRONET NDH als Plattform und Aggregator von On-Demand- und Cloud-Computing-Diensten speziell für den Mittelstand. Als zentraler Ansprechpartner wird PIRONET NDH eigene und externe Leistungen für seine Kunden bündeln und diese mit durchgängigen Qualitätsgarantien und einem mittelstandsorientierten Service unterlegen.
ITK Outsourcing-Portfolio von PIRONET NDH:
>> Software as a Service (z.B. MS Office, Exchange, Sharepoint, CRM)
>> Enterprise Hosting (z.B. SAP, MS Dynamics NAV/AX/CRM)
>> Platform as a Service (z.B. Storage on Demand)
>> Corporate Network (auf Basis des MPLS-basierten Backbones)
>> Managed LAN
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info(at)pironet-ndh.com
www.pironet-ndh.com/itk
Studie: Desktop-Virtualisierung und Outsourcing
Das Whitepaper zur Studie sowie ein Video-Interview mit PAC-Analystin Dr. Katharina Grimme sind im Internet abrufbar.
Link zur Studie: http://www.pironet-ndh.com/itk/pac-vdi-studie
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