Studie: Deutsche KMU liegen beim Cloud Computing europaweit im Mittelfeld Rund ein Drittel der KMU will seine Cloud Computing-Aktivitäten in den nächsten zwölf Monaten ausbauen
(28.04.11) - Virtualisierung ist eine entscheidende Grundlage für Cloud Computing. Dieser Ansicht sind 82 Prozent der in einer VMware-Studie befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland. Bei der vom unabhängigen Marktforschungsinstitut Dynamic Markets durchgeführten Studie wurden europaweit 1.616 IT-Entscheider aus Betrieben von bis zu 250 Mitarbeitern über ihre Einstellung zu Virtualisierung und Cloud Computing befragt. Neben 204 Mittelständlern aus Deutschland wurden auch Unternehmen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Russland und Spanien befragt.
Demnach rangieren deutsche KMU beim Cloud Computing europaweit im Mittelfeld: Hierzulande haben mehr als die Hälfte (54 Prozent) Teile ihrer IT-Infrastruktur in die Cloud verlagert. Spitzenreiter ist Russland mit 79 Prozent, dicht gefolgt von Spanien mit 77 und Frankreich mit 63 Prozent. Am zurückhaltendsten sind derzeit noch die Niederländer: Hier lagern bislang nur knapp 40 Prozent der Befragten Teile ihrer IT-Infrastruktur in die Cloud aus.
Der von deutschen Mittelständlern am häufigsten genutzte Cloud Computing-Service ist die Auslagerung von Speicher (68 Prozent). Im Applikationsbereich sind es E-Mail-Dienste (55 Prozent) und Office-Anwendungen zum Bearbeiten von Dateien, Tabellen und Kalkulationen (53 Prozent). Dass Cloud Computing beim deutschen Mittelstand nicht nur ein rein bei der IT angesiedeltes Thema ist, zeigt, dass bei über einem Drittel der befragten Unternehmen die Geschäftsführung die Cloud Computing-Strategie ihrer IT-Mannschaft unterstützt. Als größte Vorteile sieht das Management geringere Kosten bei der Instandhaltung der IT (42 Prozent) und der Hardware-Ausstattung (38 Prozent) sowie bei den damit einhergehenden reduzierten Stromkosten (31 Prozent), aber auch die höhere Produktivität und Zusammenarbeit des IT-Personals selbst.
Wenn es um den tatsächlichen Nutzen von Cloud Computing geht, geben 76 Prozent der deutschen KMU an, nachhaltige Vorteile durch Cloud Computing zu erreichen. Dementsprechend plant auch rund ein Drittel seine Cloud Computing-Aktivitäten in den nächsten zwölf Monaten auszubauen.
Für eine schnelle und flexible IT-Service-Bereitstellung, die durch Cloud-Umgebungen möglich wird, ist Virtualisierung eine wichtige technologische Basis. Sie trennt Anwendungen und Software-Dienste von der zugrunde liegenden Hardware. 75 Prozent der befragten deutschen Mittelständler haben bereits virtualisiert. Damit liegen sie über dem europaweiten Durchschnitt (73 Prozent) – Russland ist hier mit 96 Prozent um Längen vorn.
Europaweit haben schon 76 Prozent der Unternehmen, die auch virtualisieren, einen Teil ihrer IT-Infrastruktur in die Cloud verlagert – in Deutschland sind es 69 Prozent. Dass Virtualisierung eine maßgebliche bzw. hilfreiche technologische Grundlage für Cloud Computing ist, finden 82 Prozent der befragten Mittelständler, die Cloud Computing-Services nutzen.
Dies bestätigt auch Martin Drissner, Brandleader Virtualization Solutions / System-Integration vom System- und Beratungshaus Fritz & Macziol: "Technologische Grundlage für den Aufbau einer Cloud Computing-Umgebung ist ein hoher Virtualisierungsgrad, idealerweise 100 Prozent. Nur so kann sichergestellt werden, dass Ressourcen flexibel verteilt und genutzt werden können." Drissner sieht im Cloud Computing einige Potenziale für den deutschen Mittelstand: "Die Cloud ist keine Revolution, sondern der nächste logische Schritt in der Entwicklung der IT. Cloud Computing vereinfacht und beschleunigt Prozesse und senkt Kosten. Beispielsweise kann durch die Überwachung der Auslastung der Server und das gezielte Hinweisen auf nicht optimal genutzte Ressourcen, die Anzahl verwaister virtueller Systeme verringert werden. Als Einstieg in das Cloud Computing empfehlen wir den Aufbau einer Private Cloud, also einer unternehmensinternen Lösung."
Lesen Sie zum Thema "Disaster Recovery" und "Hochverfügbarkeit" auch: IT SecCity.de (www.itseccity.de)
Waren die Punkte Kostenreduktion bei Hardware (35 Prozent), Instandhaltung (36 Prozent) und Strom (28 Prozent) früher oft die eigentlichen Treiber für Virtualisierung im Rechenzentrum, werden laut VMware-Umfrage Kriterien wie eine gesteigerte Verfügbarkeit der Anwendungen (31 Prozent), größere Agilität (30 Prozent) und besseres Disaster Recovery (28 Prozent) immer wichtiger. Auch der Aspekt Zeit- und Ressourcengewinn und somit die Möglichkeit, sich mehr innovativen Projekten widmen zu können als nur dem reinen "am Laufen halten", ist für 27 Prozent der befragten deutschen Betriebe wichtig.
Über die Studie Im Zeitraum vom 26. Januar bis 16. Februar 2011 wurden in acht europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Spanien und Russland) 1.616 IT-Entscheider aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (ein bis 250 Mitarbeiter) von der Marktforschungsgesellschaft Dynamic Markets zu Virtualisierung und Cloud Computing befragt. In Deutschland wurden 204 Unternehmen aus den verschiedensten Branchen untersucht. (VMware: ra)
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Performance-Engpässe und Ausfallzeiten bei Virtualisierungsprojekten bereiten IT-Verantwortlichen im Speicherumfeld die größten Sorgen. Noch im Vorjahr hatten die Kosten Top-Priorität. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie von DataCore Software unter rund 300 befragten Unternehmen weltweit.
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