Cloud-Computing: Eine Technologie, die langfristig herkömmliche IT-Infrastrukturen ablösen wird Business-PC-Branche unter massivem Druck: Wirtschaftskrise und ein gespaltener Markt zwingen zum Umdenken
(17.08.09) - Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie ein fundamentaler Strukturwandel belasten die Business-PC-Branche zunehmend. So ist bei den Verkaufszahlen von PCs im B2B-Bereich bis Jahresende ein Rückgang um 5 Prozent zu erwarten. Aufgrund der ständig sinkenden Preise von Einzelkomponenten reduzieren sich die durchschnittlichen Verkaufspreise pro PC-Einheit bis 2013 auf nur noch 200-350 Euro. Netzwerk- und Softwareanbieter treiben zudem neue Entwicklungen wie beispielsweise Cloud-Computing und Software-as-a-Service (SaaS) konsequent voran. Setzen sich diese Innovationen auch im Massenmarkt durch, verlieren Endgeräte weiter an Bedeutung. Das sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der internationalen Strategieberatung Booz & Company.
Wachstumspotenziale in BRIC-Staaten nutzen Danach verändern sich die Kundenbedürfnisse hinsichtlich Größe, Preis und Funktionalität der PCs im Business-Umfeld massiv. "Die Globalisierung und die rasanten technischen Entwicklungen führen im Markt für Business-PCs zu komplexen Veränderungen", so Gregor Harter, Partner im Bereich Hightech und Telekommunikation bei Booz & Company. "Der Druck im B2B-Segment ist hoch wie nie. Im Westen ist von rückläufigen Nachfragetendenzen auszugehen. Der Preiskampf nimmt gewaltige Ausmaße an. Dies liegt nicht zuletzt an den dynamischen BRIC-Staaten mit enormem Wachstumspotenzial."
Bis 2012 soll sich der PC-Bestand dort auf 500 Millionen Exemplare erhöhen. Dieser Zuwachs von 30 Prozent pro Jahr nimmt großen Einfluss auf die gesamte IT-Branche. Bereits jetzt kosten 85 Prozent der PCs unter 700 Euro. Westliche Anbieter müssen sich mit maßgeschneiderten Produkten und Preisen in diesen Zukunftsmärkten positionieren. Anbieter in den BRIC-Staaten haben durch ihre lokalen Kenntnisse entscheidende Vorteile – und das bei deutlich geringeren Kosten. Schon heute weisen diese Player einen Marktanteil von 20 bis 30 Prozent auf. Hinzu kommt: Mobiltelefone sind hier schon sehr weit verbreitet. Während 2008 in Indien und China bereits 39 Prozent bzw. 49 Prozent mobil telefonierten, verfügen weniger als 10 Prozent der Bevölkerung erst über einen PC. In Russland liegt der Verbreitungsgrad von Mobiltelefonen sogar bei 130 Prozent. "In den BRIC-Staaten werden die vielfach sehr kleinen Unternehmen ihre Geschäfte eher mit Smartphones oder neuen, hybriden Phone-PC-Geräten abwickeln, als auf Standard-PCs zu setzen. Ein weiteres Argument für kleine, hoch individualisierbare, dafür aber sehr günstige PCs", betont Harter.
Anspruchsvolle User durch Generationswechsel Zudem entsteht ein völlig neues Benutzerprofil: In zehn Jahren sind in den meisten Ländern 50 Prozent der arbeitenden Bevölkerung nach 1980 geboren. "Diese Generation ist mit dem PC groß geworden und stellt entsprechende Ansprüche", erläutert Gregor Harter. "Berufliche und private Nutzung lassen sich nicht mehr voneinander abgrenzen. Hoch individualisierte Geräte, die eine maximale Personalisierung, einen Browser-basierten Arbeitsstil sowie Social Networking im Web erlauben, treten die Nachfolge bisheriger Standardlösungen an."
Unternehmen beginnen schon jetzt, Mitarbeitern den Einsatz ihres privaten PCs zu ermöglichen und finanzieren die persönlich ausgewählten Geräte. "PC-Hersteller müssen den Nerv der Zeit treffen. Ein Drahtseilakt, denn durch den Einsatz von Privat-PCs im Unternehmen wird die Zielgruppe sehr viel komplexer. Bislang waren nur die Einkäufer auf Unternehmensseite Ansprechpartner für den Geschäftskundenvertrieb. Nun gilt es, den Business-User als Konsumenten anzusprechen", so Harter.
Megatrend Cloud-Computing Auf technischer Seite lassen sich Privat-PCs im Unternehmen mittels Cloud-Computing einbinden – eine Technologie, die langfristig herkömmliche IT-Infrastrukturen ablösen wird. Entsprechend engagiert arbeiten zahlreiche Unternehmen weltweit an Entwicklungen für den Massenmarkt. Anwendungen und Daten liegen beim Cloud-Computing nicht mehr lokal auf dem Rechner, sondern im Internet oder Intranet. Endgeräte lassen sich so wesentlich schlanker und benutzerzentrierter konzipieren und einbinden.
"Für CIOs lohnt sich der kritische Blick auf die eigene IT-Landschaft, um hier den Einstieg nicht zu verpassen. Die so gewonnene Flexibilität hinsichtlich verschiedenster Betriebssysteme und Endgeräte macht sich in jedem Fall bezahlt", betont Harter. Gute Karten haben auch Service Provider, die sich auf Cloud-basierte Dienste spezialisieren. Ein Trend, der sich künftig weiter verstärkt: die Konvergenz, also das immer stärkere Verschmelzen von PC-basiertem Arbeiten und drahtloser Kommunikation. In einigen Nischen gibt es sicher Bedarf an Multifunktionsgeräten, die maximal breite Anforderungen erfüllen.
Ansonsten ist davon auszugehen, dass sich die Gerätevielfalt hinsichtlich Größe und Funktionalität stark erhöht. Das Netbook ist nur eine erste Spielart zwischen Mobiltelefon und Notebook sowie klares Indiz für die anstehenden Umwälzungen der gesamten Branche. (Booz & Company: ra)
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Meldungen: Studien
12 Prozent der Anbieter planen SaaS
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Webbasierte Lösungen sind mittlerweile für ein Drittel der Softwareanbieter als Geschäftsmodell attraktiv. Dies ergab die Frühjahrs-Umfrage von SoftGuide unter seinen über 5.400 Anbietern. Positiv werden von diesen Unternehmen die Vertriebserfolge beurteilt: 68 Prozent zeigen sich damit zufrieden. Im Vergleich zum Spitzenwert des Vorjahres (74 Prozent) ist dies zwar eine leichte Verschlechterung - verglichen mit dem Jahr 2008, in dem nur die Hälfte der Anbieter "Zufriedenheit" signalisierte, aber immer noch auf hohem Niveau.
Cloud Computing ist ein neuer Wachstumstreiber
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Die Auslagerung von Rechenzentrumsanforderungen an Drittanbieter bleibt ein starker Trend, trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen in Europa. Das prognostiziert das britische Beratungshaus BroadGroup Consulting in dem in Kürze erscheinenden Report "Datacentre Europe IV". Erste Ergebnisse des Reports werden auf der "Datacentres Europe 2012" am 23. und 24. Mai im französischen Nizza vorgestellt.
Der Schlüssel liegt in der Cloud
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Der Trend hin zum "Neuen Arbeiten" unter Einbezug privater IT-Geräte ist in deutschen Unternehmen nicht mehr aufzuhalten. Das geht aus dem aktuellen White Paper "Cloud Computing und Consumerization of IT in Deutschland 2012" hervor, das IDC im Auftrag von Microsoft Deutschland verfasst hat. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen haben demnach den Bedarf erkannt und ermöglichen bzw. planen den mobilen Zugriff auf Geschäftsdaten und moderne, interaktive Tools zur Zusammenarbeit innerhalb der nächsten zwei Jahre.
Data-Center-Services-Markt um 25 Prozent gewachsen
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Devoteam hat zum dritten Mal eine europaweite Umfrage zum Thema "Green IT" durchgeführt. An der "Devoteam 2012 Green IT Survey" nahmen 270 Unternehmen aus 22 Ländern teil. Im europäischen Vergleich zeichneten sich deutsche Unternehmen durch ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein aus. Sie legen mehr Wert auf Nachhaltigkeit, Mülltrennung und Energiesparen als Unternehmen in anderen europäischen Ländern.
Private Cloud, Storage und Virtualisierung
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Performance-Engpässe und Ausfallzeiten bei Virtualisierungsprojekten bereiten IT-Verantwortlichen im Speicherumfeld die größten Sorgen. Noch im Vorjahr hatten die Kosten Top-Priorität. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie von DataCore Software unter rund 300 befragten Unternehmen weltweit.
Unternehmen mit BPM-Software kaum zufrieden
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Die Unternehmen in Deutschland sind mehrheitlich mit ihrer Business Process Management (BPM)-Software (Business Process Management) unzufrieden. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die die Software Initiative Deutschland e.V. (SID) gemeinsam mit der Metasonic AG in Auftrag gegeben hat. Demnach sind etwa die Hälfte (48 Prozent) der befragten Firmen nur bedingt zufrieden. Ein weiteres Drittel (34 Prozent) ist überhaupt nicht glücklich mit ihrer BPM-Software. Lediglich 18 Prozent haben keinen Grund zu klagen.
Umsätze von Telekommunikations-Firmen sinken
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Die technische Entwicklung hin zu einer komplett vernetzten "IP-Welt" stellt für die Umsätze der Telekommunikationsunternehmen eine große Bedrohung dar. Die Verschiebung zu IP bedroht das Kerngeschäft der Telekommunikationsunternehmen: Dienste wie Sprachtelefonie und SMS können zunehmend über IP geführt werden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der neuen Studie "Telecom Operators: Let’s Face it", der 11. Auflage der jährlichen europaweiten Studie der weltweit tätigen Managementberatung Arthur D. Little und des renommierten Equity Brokers Exane BNP Paribas.
Communication & Collaboration aus der Cloud
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Immer häufiger setzen deutsche Firmen bei der Organisation ihres Arbeitsalltags auf Cloud Computing-Anwendungen. Dabei erfreuen sich Web- und Videoconferencing besonders bei kleinen Unternehmen hoher Beliebtheit. Isolierte Cloud-basierte Mail- und Telefonielösungen werden zwar noch zögerlich umgesetzt, das Interesse an kompletten virtualisierten Arbeitsplatzlösungen hingegen ist groß. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle, von der QSC AG unterstützte PAC-Studie "Communication & Collaboration aus der Cloud", für die über 200 ITK-Verantwortliche in Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden.
Schutz vertraulicher Daten & Document Compliance
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Wie die Studie von Corporate Trust "Industriespionage 2012" belegt, entsteht der deutschen Wirtschaft durch Industriespionage jährlich ein Gesamtschaden von ca. 4,2 Milliarden Euro. Die Daten wurden unter circa 600 vorwiegend mittelständischen Unternehmen erhoben und belegen, dass das Bedrohungspotential durch kriminelle Handlungen im Internet in den vergangenen Jahren um 50 Prozent gestiegen ist (siehe Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007). Dabei beklagen inzwischen 82,8 Prozent der Unternehmen Umsatzeinbußen durch den Verlust von Wettbewerbsvorteilen und finanzielle Schäden in Millionenhöhe. Im Fokus der Informationsbegierde sind die Bereiche Forschung und Entwicklung, Mergers & Acquisitions, Produktion, Personal sowie vertrauliches Wissen der Geschäftsleitung angesiedelt.
Nutzung von Cloud- und SaaS-Modellen
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In der Finanzbranche wachsen Anzahl und Komplexität der Anwendungen, während die IT-Budgets knapp bleiben. Die Software-Qualität ist mehr denn je ein kritischer Erfolgsfaktor, aber allein eine sichere Mobile Banking-App bringt die bisherigen Kapazitäten der Tester an ihre Grenzen. Das Qualitätsmanagement verfolgt inzwischen unterschiedliche Strategien um die Sicherheit der Systeme trotz knapper Kassen sicherzustellen. Die Capgemini-Gruppe und HP zeigen in ihrem zweiten "Financial Services (FS) World Quality Report" detailliert auf, welche Herausforderungen Finanzdienstleister an ihre IT-Abteilungen stellen, die bisher vor allem auf Compliance, Geschäftserweiterung und Kostenoptimierung ausgerichtet waren – und welche Strategien Erfolg versprechen.