Fertiger und ihre Prozessleistungsfähigkeit


Mittelständische Fertiger haben Prozesse besser im Griff als Dienstleistungsunternehmen
Fertiger weisen in der Regel einen höheren Automatisierungsgrad auf - Allerdings sind sie in der Wahl ihrer IT-Mittel konservativer als der Dienstleistungssektor



Während Fertigungsunternehmen aus dem Mittelstand einen durchschnittlichen Business Performance Index (BPI) von 71 erreichen, kommen die Dienstleistungsunternehmen nur auf einen Wert von 68. Den gleichen Abstand ermittelt techconsult beim Grad der IT-Unterstützung. Hier erreichen Fertiger einen Wert von 67, während die Dienstleister nur 64 Indexpunkte erzielen. Lediglich bei der Nutzung innovativer IT-Lösungen haben Serviceunternehmen mit 5 Punkten die Nase vorn und kommen auf einen Indexwert von 63.

Vergleich Indexwerte mittelständischer Dienstleistungs- und Fertigungsunternehmen
Heiko Henkes, Senior Analyst von techconsult und Projektleiter für die Studienreihe Business Performance Index im Mittelstand sieht das leicht bessere Abschneiden der mittelständischen Fertigungsunternehmen als eine Konsequenz der traditionell höheren Prozessorientierung: "Fertiger müssen einfach stärker auf ihre Kernprozesse achten, wenn sie den Qualitätsansprüchen ihrer Kunden effizient gerecht werden wollen. Dafür spricht auch der stärkere Grad an IT-Unterstützung. Fertiger weisen in der Regel einen höheren Automatisierungsgrad auf. Allerdings sind sie in der Wahl ihrer IT-Mittel konservativer als der Dienstleistungssektor, wohl auch, weil ihr Risiko höher ist, wenn sie weniger performante IT-Lösungen einsetzen. Deshalb greifen sie offenbar lieber auf Bewährtes zurück."

Mit dem BPI ermitteln die Analysten in computergestützten Telefoninterviews mit Geschäftsführern, Controllingverantwortlichen und Leitern Finanzen der befragten Unternehmen Prozessrelevanz und Zufriedenheit mit der Prozessausführung. Mit dem Index IT-Unterstützungsgrad wird analysiert, wie stark die einzelnen Tätigkeiten, aus denen sich ein Prozess zusammensetzt, mit IT unterlegt sind. Der Index Reifegrad innovativer IT-Lösungen schließlich beschreibt die Nutzungshäufigkeit neuartiger IT-Anwendungen in den befragten Unternehmen.

Am BPI Fertigung beteiligten sich 430 mittelgroße Unternehmen. 82 Prozent davon beschäftigen zwischen 100 und 1000 Mitarbeiter und erzielen schwerpunktmäßig einen Umsatz zwischen 5 und 130 Millionen Euro. Am BPI Dienstleistung nahmen 300 Unternehmen teil, die zu 59 Prozent zwischen 100 und 1000 Beschäftigte zählen. 71 Prozent von Ihnen erwirtschaften einen Umsatz zwischen 5 und 130 Millionen Euro.

Im Februar dieses Jahres wird techconsult mit dem BPI Handel eine weitere BPI-Studie veröffentlichen und pünktlich zur CeBIT am 6. März (siehe bitte auch Attachement "Terminblocker BPI-Pressekonferenz) die Gesamtstudie Business Performance Index Mittelstand D/A/CH gemeinsam mit SAP, Itelligence und Info AG in Hannover vorstellen.

Neben den Branchenreports bietet techconsult Unternehmen außerdem die Möglichkeit, sich selbst auf die genannten Leistungsindikatoren zu prüfen und die eigenen Ergebnisse mit ähnlichen Unternehmen aus der gleichen Branche zu vergleichen. Interessierte Unternehmer können über die BPI-Webseite direkt am Performance-Check teilnehmen. Individuelle Detailauswertungen können kostenlos als Benchmark angefordert werden.

Ziel dieser langfristig angelegten Studie ist es, den Teilnehmern ein Werkzeug zur gezielten Geschäftsoptimierung an die Hand zu geben. Im individuellen Wettbewerbsvergleich sowohl für Unternehmens- bzw. Funktionsbereiche als auch auf Prozessebene werden der Status quo erfasst, Stärken und Schwächen aufgedeckt und so schließlich Optimierungspotenziale identifizierbar. Die Analyse, die unter dem verkürzten Titel Business Performance Index Mittelstand D/A/CH veröffentlicht wird, erhält Unterstützung von SAP Deutschland, itelligence, INFO AG, TDS Fujitsu, Cormeta sowie marcom source. (techconsult: ra)

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Meldungen: Studien

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Schutz vertraulicher Daten & Document Compliance

Wie die Studie von Corporate Trust "Industriespionage 2012" belegt, entsteht der deutschen Wirtschaft durch Industriespionage jährlich ein Gesamtschaden von ca. 4,2 Milliarden Euro. Die Daten wurden unter circa 600 vorwiegend mittelständischen Unternehmen erhoben und belegen, dass das Bedrohungspotential durch kriminelle Handlungen im Internet in den vergangenen Jahren um 50 Prozent gestiegen ist (siehe Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007). Dabei beklagen inzwischen 82,8 Prozent der Unternehmen Umsatzeinbußen durch den Verlust von Wettbewerbsvorteilen und finanzielle Schäden in Millionenhöhe. Im Fokus der Informationsbegierde sind die Bereiche Forschung und Entwicklung, Mergers & Acquisitions, Produktion, Personal sowie vertrauliches Wissen der Geschäftsleitung angesiedelt.

Nutzung von Cloud- und SaaS-Modellen

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Deutlicher Rückgang der Outsourcing-Verträge

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UCC-Arbeitsplatzlösungen aus der Cloud

Collaboration-Anwendungen aus der Cloud etablieren sich als ernsthafte Alternative zur herkömmlichen Installation im Unternehmen. Insbesondere Kleinstunternehmen nutzen Cloud Computing-Dienste als Einstiegstor für Web- und Videoconferencing sowie zur Unterstützung der Zusammenarbeit. Darüber hinaus besteht großes Interesse an Cloud-basierten UCC-Arbeitsplatzpaketen mit E-Mail und Telefonie als integralen Bestandteilen (UCC = Unified Communications und Collaboration). Dies sind zentrale Ergebnisse der aktuellen PAC-Studie "Communication & Collaboration aus der Cloud", für die über 200 ITK-Verantwortliche in Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden.

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Bankkunden in Deutschland wünschen sich auch in Zukunft einen persönlichen Service von ihren Kreditinstituten. Die Nutzung von "Sozialen Medien" (Social Media) sehen sie skeptisch, wenn es um Fragen rund um die persönlichen Finanzen geht. Das ergab eine aktuelle Studie von BT und Avaya. Der Erhebung zufolge sehen 62 Prozent der deutschen Kunden auch künftig die örtliche Filiale als die wichtigste Anlaufstelle – trotz steigender Beliebtheit von Telefon-, Online- und Mobile-Banking. Die Befragung britischer, spanischer und amerikanischer Kunden ergab ein ähnliches Bild. Lediglich Geldautomaten nehmen einen höheren Stellenwert ein.

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Innerhalb der nächsten drei Jahre wird sich die Anzahl der Unternehmen, die mit Hilfe des Cloud Computing ihre bestehenden Geschäftsmodelle neu gestalten wollen, von 16 auf 35 Prozent mehr als verdoppeln. Das hat eine neue Studie, für die über 500 Top-Manager gemeinsam von IBM und der Economist Intelligence Unit befragt wurden, ergeben. Die Unternehmen wollen sich dabei vor allem den schnellen Zugriff auf wachsende Datenmengen zu Nutze machen, die auch durch die steigende Popularität von sozialen Medien und mobiler Apps entstehen.

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